Die Kehrseite des Sieges

Das 3:0 der Homburgerinnen gegen die Eintracht hat Auswirkungen auf die unteren Spielklassen. Vielleicht geht für das HTG-Team die Saison jetzt sogar noch weiter.

Ende gut, aber nicht alles gut für die Volleyballdamen der HTG Bad Homburg. Zwar gelang dem Team von Trainer Roger Tschenett im abschließenden Saisonspiel in der Oberliga Hessen in nur 78 Minuten ein glattes 3:0 (25:12, 25:23, 25:16) gegen Eintracht Frankfurt II und damit Platz drei im Abschlussklassement. Dadurch aber verurteilten sie die Eintracht (zusammen mit der FTG) zum Abstieg in die Landesliga Süd – mit der für die HTG schmerzlichen Folge, dass ihrer zweiten Mannschaft dort der abschließende 3:1-Sieg beim TV Dreieichenhain nichts mehr half und sie in die Bezirksoberliga West hinunter muss.

„Wir haben wie die Feuerwehr begonnen und nach konzentriertem Start eine schnelle 7:1-Führung hingelegt“, blickte HTG-Trainer Tschenett auf den gelungenen Einstieg zurück. Gegen Martha Dabrowskas Aufschlagserie war kein Eintracht-Kraut gewachsen. Auch in der Folge kamen die Angaben wie gewünscht. Tschenett: „Wir hatten auf alles, was die Eintracht tat, die passende Antwort.“ Nach 19 Minuten hieß es 25:12.

Offenbar war der erste Satz den Homburgerinnen eine Spur zu leicht in den Schoß gefallen, denn prompt schlich sich im zweiten Durchgang „Schwester Schlendrian“ ins Spiel ein. Und so wurde aus einer 17:13-Führung ein 17:18- bzw. 19:20-Rückstand. Dank verbessertem Aufschlagspiel konnte die HTG um Mannschaftsführerin Nicole Moosbrugger den Satz zum 25:22 aber noch einmal drehen.

Ähnlich dem Auftaktsatz verlief der dritte Durchgang wieder ganz nach Homburger Geschmack – 9:0 und 10:3. Aber wieder leistete sich die HTG Konzentrationsschwächen. Die Eintracht, die um ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt kämpfte, arbeitete sich bis auf 15:13 heran. Davon wieder wachgerüttelt, legten die Gastgeberinnen umgehend ein bis zwei Zähne zu und fuhren über 20:14 das 25:16 ein.

Anja Beyrich hatte im Block für den letzten HTG-Punkt der Saison gesorgt. Eigentlich, denn bekanntlich könnte sie in den ersten zwei Maiwochen für Homburg noch mit zwei Aufstiegsspielen gegen den SV Steinwenden (Vizemeister Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) weitergehen – so denn Vizemeister 1. VC Wiesbaden III tatsächlich verzichtet.

HTG Bad Homburg: Auz, Limmer, Barfeld, Reyrich, Dabrowska,Doll, Koppe, Bernius, Moosbrugger, Bender. gg

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