Er war der beste Schütze bei Breckenheim/Wallau-Massenheim: Paul Kaufmann (Mitte) nimmt es hier mit den Münsterern Felix Ikenmeyer (links) und Julian Schuster auf. FOTO: maik reuß
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Er war der beste Schütze bei Breckenheim/Wallau-Massenheim: Paul Kaufmann (Mitte) nimmt es hier mit den Münsterern Felix Ikenmeyer (links) und Julian Schuster auf.

Handball, Oberliga

Kein Sieger in einem umkämpften Derby

  • Volker Hofbur
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Breckenheim/Wallau-Massenheim und Münster trennen sich 20:20

Breckenheim -Nach dem Spiel waren beide Mannschaften zufrieden: Sowohl die HSG Breckenheim/Wallau-Massenheim als auch die TSG Münster verpassten es beim 20:20 (10:12) in ihrem ersten Saisonspiel der Oberliga Süd, es für sich zu entscheiden. Am Ende war das Resultat vor gut 400 Zuschauern in der Hans-Jürgen-Portmann-Halle gerecht.

"Uns fehlen derzeit zwei Linkshänder", sagte der Breckenheimer Trainer Gilles Lorenz, "und auch Philipp Botzenhardt ist noch angeschlagen. Von daher war es für uns im Angriff schon problematisch". Es war eine Partie, die beide Seiten nervös begannen, wobei die Abwehrreihen vor den starken Torhütern Dennis Quandt und Thomas Bolling auf beiden Seiten hart und erfolgreich arbeiteten. Erst setzten sich die Gastgeber auf 5:3 ab (8.), dann hatte Münster Vorteile, weil es den Gastgebern nicht gelang, richtig Druck aufzubauen. Die Gäste hatten spielerische Vorteile, da den Wallauern zumeist nur Einzelaktionen in der ersten Hälfte blieben. So war bereits drei Mal Zeitspiel angezeigt, als die Gastgeber anschließend trafen und es ihnen so gelang, immer den Anschluss zu halten. "Wir haben es in der ersten Halbzeit schon verpasst, uns abzusetzen", sah auch Daniel Wernig die vergebenen Möglichkeiten, das Spiel früh zu entscheiden, denn sein Team hatte die bessere Spielanlage. Als dann Bastian Schwarz nach vier Fehlversuchen anfing zu treffen, gingen die Gäste mit zwei Toren in Führung. "Ich habe gezögert, ihn noch offensiver zu decken, weil seine Nebenleute zu viel Platz bekommen hätten", erklärte Lorenz, "dann blieb mir aber keine Wahl mehr". Mit einer 12:10-Führung gingen die Münsterer in die Pause.

Nach der Pause stellte Lorenz die Abwehr aggressiver gegen Schwarz und sah den schnellen Ausgleich seiner Mannschaft. Sein Münsterer Kollege Daniel Wernig sah zu viele Fehler, alleine insgesamt zwölf Ballverluste in der zweiten Halbzeit. Seine Mannschaft hatte drei Angriffe lang Ballbesitz bei einer 17:15-Führung, schafft es aber nicht, die Führung auszubauen. So kam Breckenheim mit drei Toren in Folge wieder komplett ins Spiel und hatte in der Schlussphasen Chancen, die Partie für sich zu entscheiden. Doch erst scheiterte Botzenhardt mit einem Siebenmeter an Bolling, kurz darauf verfehlte Quandt das leere Münsterer Tor bei einer eigenen 20:19-Führung. So sorgte Marc Zelser 47 Sekunden vor Schluss für den Ausgleich der Gäste.

"Wir hätten das Spiel früh entscheiden müssen. Dennoch habe ich ein gutes Team zusammen. Wir müssen jetzt noch an Kleinigkeiten arbeiten", war Wernig zufrieden, "in der Schlussphase hätten wir das Spiel auch noch verlieren können". Auch Lorenz meinte: "Es war ein guter Auftakt. Wir haben in der Abwehr nur gegen Bastian Schwarz unsere Probleme gehabt". Der neunfache Torschütze für die Gäste freute sich nach seiner langen Verletzungspause: "Ich habe mir so viel vorgenommen für dieses Spiel. Am Anfang war ich noch nervös, dann lief es aber richtig gut. Ich bin glücklich, dass wir den Punkt geholt haben, und fühle mich auch richtig fit."

Breckenheim: Quandt (1. bis 60.), Robinson; Kaufmann 6, Botzenhardt 4/1, Treber 3, Mrowietz, Schaeffter, Walter je 2, Gottron 1, Buckel, Crecelius, Göttert, Bogdanovic, Flock. Münster: Bolling (1. bis 60.), Müller; Schwarz 9, Prause, Ikenmeyer, Klotz, Zelser je 2, Kunz, Heller je 1, Gerntke 1/1, Hranjec, Schustre, Mollath, Fegert. Volker Hofbur

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