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Symbolbild.

Fußball im NNP-Land

Keine Konsequenzen für Kosova Montabaur

Während die beiden verfrühten Fußball-Freundschaftsspiele am 25. Juli zwischen den 1. und 2.  Mannschaften des SC Offheim und des FC Kosova Montabaur für die Hessen Konsequenzen nach sich ziehen könnten, müssen die Rheinland-Pfälzer dagegen keine Angst vor möglichen Strafen haben. Das erklärte der Fußballverband Rheinland (FVR) auf Anfrage dieser Zeitung.

Wir erinnern uns: Am 23. Juli hatte die hessische Landesregierung grünes Licht für die Kontaktsportarten in voller Mannschaftsstärke ab dem 1. August erteilt. Der SC Offheim und der FC Kosova Montabaur wollten allem Anschein aber nicht bis dahin warten und testeten kurzerhand am 25. Juli bereits im Limburger Stadtteil. Die Partie zog eine anonyme Anzeige nach sich, so dass sowohl das Gesundheitsamt des Landkreises Limburg-Weilburg als auch das Verbandssportgericht des Hessischen Fußballverbandes Ermittlungen in Bezug auf die Offheimer aufgenommen hatten.

Der Fußballverband Rheinland (FVR), in dessen Zuständigkeitsbereich der FC Kosova Montabaur fällt, wird unterdessen seinerseits auf Konsequenzen verzichten, wie Verbandsgeschäftsführer Armin Bertsch dieser Zeitung mitteilt. „Aus unserer Sicht muss sich ein Verein, der zu einem Freundschaftsspiel eingeladen wird, darauf verlassen können, dass der einladende Verein die in seinem Bundesland gültige Verordnungslage kennt. Eine Verpflichtung, sich neben den Bestimmungen des eigenen Bundeslandes auch noch zu Verordnungslagen in anderen Ländern zu informieren, halten wir für einen Amateurverein für nicht zumutbar“, erklärt Bertsch, der erst durch die Recherche und Anfrage der Nassauischen Neuen Presse von dem Vorfall erfahren hatte.

Generell das Verhalten des FC Kosova Montabaur beziehungsweise des SC Offheim kommentieren wollte Armin Bertsch derweil nicht. Der FVR-Geschäftsführer betont allerdings: „Ob der gastgebende Verein hier einem Irrtum aufgesessen ist, die Verordnungslage nicht gekannt- oder möglicherweise sogar bewusst dagegen verstoßen hat, ist uns nicht bekannt und wäre deshalb reine Spekulation.“ Der FV Rheinland informiere seine Mitgliedsvereine fortlaufend über die aktuelle Verordnungslage und unterstütze diese auch dahingehend, so Bertsch. „Selbiges trifft ganz sicher auch auf den Hessischen Fußball-Verband zu “, so der FVR-Geschäftsführer. sfe/mor

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