Judo

Keine Medaille für Samurai

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Zumindest einen Podestplatz sollte es werden, doch die Judoka des Bundesliga-Aufsteigers Offenbach gingen bei der DM leer aus.

Die Sorgen von Francesco Liotta, Cheftrainer und Vorsitzender des Erstligisten Samurai Offenbach, sind größer geworden. Dass sein Team, sieben Athleten hatte er aufgeboten, sich bei den Deutschen Judo-Meisterschaften in Stuttgart nicht wie erhofft bewähren konnte, dies ist hinzunehmen. Aber die Verletzung des Leistungsträgers Brian-Miles Smith trifft den Aufsteiger hart. „Es ist ein Innenbandanriss. Ich hoffe, dass er so schnell wie möglich wieder auf die Matte kann. Denn sonst fehlt er uns beim Saisonauftakt, und das wäre ein großer Verlust“, rechnet Liotta mit etwa vier Wochen Pause. Anfang April steht der erste Kampftag auf dem Programm.

In der Endabrechnung erreichte Smith sogar das beste Resultat für Samurai. In der Klasse bis 60 Kilo belegte er den siebten Rang. Eine Gewichtsklasse darüber (bis 66 kg) schied Fabian Kühn in der zweiten Runde aus. Mit zwei Athleten war Samurai in der Klasse bis 73 Kilo vertreten: Nach Sieg in Runde eins lag er auch in seinem zweiten Kampf in Führung, doch ein technische Fehler habe, so Liotta, „zur Disqualifikation geführt. Er muss nach seinen zwei Verletzung in jüngster Vergangenheit erst wieder reinfinden.“ Daniel Gleim musste indes in der Trostrunde passen. Liotta: „Er hatte einen Bluterguss.“

Bereits in der ersten Runde war für Nicolas Gerber Schluss (bis 81 kg). „Er ist körperlich angeschlagenen gewesen“, kam für Liotta das frühe Aus nicht überraschend.

Richtig gefordert war Markus Seifert (bis 90 kg). Das Offenbacher Talent traf in seinem Auftaktkampf auf den U18-Weltmeister von 2015, Falk Petersilka (Godesberger JC), den erst im Finale Eduard Trippel (JC Rüsselsheim) stoppte. Im zweiten Kampf der Trostrunde unterlag Seifert dann dem Olympia-Teilnehmer Marc Odenthal (JC Mönchengladbach). Der Rheinländer wurde Fünfter.

Gänzlich chancenlos war Felix Herbst. In der Klasse bis 100 Kilo agierte er in seinem ersten Kampf „zu übermotiviert“, erkannte Liotta. Dies nutzt sein Gegner schnell aus.

(fri)

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