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Standhaft bleiben: Rot-Weiss Frankfurt braucht gute Leistungen von Henok Teklab (rechts, hier gegen Lohfeldens Kapitän Roy Keßebohm).

Fußball

Kellerduell am Brentanobad: Rot-Weiss Frankfurt empfängt Vellmar

Bis Ostermontag soll die Tabelle mit 18 Partien ansatzweise begradigt werden. Es wäre höchste Zeit acht Wochen vor dem Saisonende, doch der Blick aus dem Fenster lässt weitere wetterbedingte Spielausfälle befürchten.

Das könnte einer dieser Spieltage werden in der Fußball-Hessenliga, an dem Hoffnungen schwinden oder gar Träume platzen. Im Kellerduell zwischen Rot-Weiss Frankfurt und dem OSC Vellmar sowieso. Und auch für den Ende September von Rot-Weiss zu Teutonia Watzenborn-Steinberg gewechselten Trainer Daniyel Cimen geht es in der Partie bei Bayern Alzenau schon darum, das Saisonziel im Auge zu behalten – für den Verlierer dürfte das Aufstiegsrennen fast schon gelaufen sein.

Auf den berühmt-berüchtigten „neuen Impuls“ setzt nach sechs Niederlagen am Stück und einem 0:5 gegen Spitzenreiter Dreieich der FSC Lohfelden, der sich deshalb von Trainer Otmar Velte getrennt hat. Der bisherige Spieler und Co-Trainer Daniel Beyer hat übernommen und wird sich fortan allein auf seine Aufgaben neben dem Feld konzentrieren, heißt es aus Nordhessen.

Rot-Weiss Frankfurt hat schon ganz schön etwas abbekommen unter seinem neuen Trainer Hicham Tahrioui. Los ging es mit einem 0:4 gegen Alzenau, und auf den Hoffnungsschimmer mit dem 4:2 gegen Lohfelden folgte vergangenen Samstag ein niederschmetterndes 0:6 in Ginsheim. Und so ist, auch wenn die Tabellensituation auf den ersten Blick gar nicht dramatisch schlechter geworden ist, doch wieder ein Stück Hoffnung dahingegangen. Es werden eben immer weniger Spiele, in denen man die nötigen Punkte sammeln könnte.

Gegen den Tabellenvorletzten OSC Vellmar, da gibt es nichts zu diskutieren, sollte am morgigen Samstag (alle Spiele 15 Uhr) ein Sieg her. Und dass nach einer alles andere als idealen Trainingswoche. „Viel war nicht möglich mit dem Schnee und bei der Kälte, aber wir sind das Ginsheim-Spiel noch einmal durchgegangen, und ich denke, wir können es abhaken“, sagt Tahrioui, der auf die Rückkehr zuletzt angeschlagener Spieler wie Ibrahim Cigdem und Velibor Velemir hofft.

„Der Zustand ist kritisch“, weiß Trainer Rudi Bommer von Hessen Dreieich über den Platz des SV Steinbach zu berichten. Bereits sein Heimspiel gegen Watzenborn-Steinberg (1:5) hatte das Schlusslicht Ende Februar auf den Kunstrasenplatz nach Lehnerz verlegen müssen, will nun aber seine Heimspiele nur noch auf eigenem Gelände absolvieren.

Die Vorbereitung beim Tabellenführer läuft dessen ungeachtet mit voller Intensität. „Wir unterschätzen keinen Gegner“, sagt Bommer: „Neu-Isenburg und Lohfelden waren auch Gegner, die um den Klassenerhalt kämpfen. Auch da haben wir sehr konzentriert gespielt. Und aus der Hinrunde wissen wir, dass der SV nach vorne nicht ungefährlich ist.“ Beim 3:0 der Dreieicher im ersten Aufeinandertreffen hatten die Osthessen beim Stand von 1:0 den Pfosten getroffen.

Verzichten muss der Klassenprimus auf seine drei afghanischen Nationalspieler Amani, Alikhil und Amiri. Daniel Henrich, der beim 5:0 in Lohfelden schmerzhaft auf das Knie stürzte, trainierte in dieser Woche wieder und steht zur Verfügung. „Nach vorne habe ich keine Bauchschmerzen“, sagt Bommer. In Marc Schnier, Loris Weiss, André Fließ, Toni Reljic, Yves Böttler, Carlos McCrary und Toni Lagator stehen noch immer sieben Mann für vier Positionen zur Verfügung. Die Frage wird letztlich sein, wie offensiv der ehemalige Nationalspieler seine Mannen beim Schlusslicht ausrichtet.

Für die Spvgg. Neu-Isenburg geht es im Rhythmus Samstag-Donnerstag-Montag weiter. Die ersten beiden Gegner in dieser Serie, Buchonia Flieden auswärts und Borussia Fulda daheim, gehören zu dem, was Trainer Peter Hoffmann „auf Augenhöhe“ sieht. Also sollen dort möglichst viele Punkte gehamstert werden, ehe am Ostermontag Watzenborn-Steinberg im Neu-Isenburger Sportpark aufschlägt.

(rst,leo)

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