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Kenam Zejnelovic (FC Mammolshain)

Fußball, Kreisliga A Hochtaunus

Kenam Zejnelovic führt den FC Mammolshain auf die Siegerstraße

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Mit dem spielfreien Aufsteiger Sportfreunde Friedrichsdorf II, dem FC Mammolshain (4:1 gegen den FV Stierstadt II) und der DJK Bad Homburg II (3:0 gegen die SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II) haben sich drei Mannschaften nach dem 9. Spieltag in der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus an der Tabellenspitze etwas abgesetzt, da die Partie des 1. FC 04 Oberursel bei der Usinger TSG II beim Stand von 0:0 abgebrochen wurde.

FC Mammolshain – FV Stierstadt II 4:1 (3:0):  Eine starke erste Halbzeit reichte den Hausherren zum sechsten Saisonsieg, wenngleich die Gäste nach dem 3:1 durch Marvin Diehl (50.) drauf und dran waren, die Partie noch zu drehen. Erst nach dem 4:1 durch Gedeon Nsemi in der 86. Minute gab sich die FV-Reserve geschlagen. Für den Drei-Tore-Vorsprung bis zur Pause hatten Goalgetter Kenam Zejnelovic (21., 27.) und Spielertrainer Vait Arslanoski (26.) bereits in der ersten halben Stunde gesorgt.

DJK Bad Homburg II – SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II 3:0 (1:0): Der frühe Führungstreffer durch Nahserudin Nasiri (8.) brachte Ruhe in die Reihen der Kirdorfer, die in der 62. Minute durch Mohamed Elmahaoui und in der 86. Minute durch Agostino Pannunzio zum Endstand von 3:0 erhöhten. Das Team von Trainer Artur Kopec ist somit nach der 0:4-Auftaktpleite gegen Mammolshain seit nun schon acht Spielen ungeschlagen.

FSV Friedrichsdorf II – SG Eschbach/Wernborn II 4:3 (2:2): „Nehmerqualitäten“ wie ein Boxer hat das Aufsteiger-Team aus den Usinger Stadtteilen im Sportpark bewiesen. Dieser Kraftakt war schließlich dafür verantwortlich, dass der FSV durch Julien Smith in der 89. Minute doch noch den Siegtreffer zum 4:3 erzielen konnte. „Ein Unentschieden hatten wir eigentlich verdient“, trauerte SG-Pressesprecher Patrick Stübig den Chancen der Gäste hinterher. Tore: 1:0 Maurizio Nicastro (24.), 1:1 Michael Lühn (39.), 2:1 Steffen Fuchs (42.), 2:2 Daniel Maibach (44.), 3:2 Julien Smith (49.), 3:3 Daniel Maibach (57.), 4:3 Julien Smith (89.).

SG BW Schneidhain – FSV Steinbach 5:2 (1:1): „Unser Sieg ist zu hoch ausgefallen, denn Steinbach hat lange gut mitgehalten“, schränkte Alexander Goncalves, der Sportliche Leiter der Blau-Weißen, nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand und dem Abpfiff von Schiedsrichter Gerhard Lurz ein. Tore: 1:0 Laurin Schmitz (38.), 1:1 Silas Witzke (41.), 1:2 Diogo Miguel Freitas Barbosa (49.), 2:2 Lukas Bosansky (50.), 3:2, 4:2 Lukas Löffler (75., 83.), 5:2 Lukas Bosansky (90.).

Teutonia Köppern II – SG Hundstadt 0:1 (0:1):  Bereits am Samstag kassierte die Teutonen-Reserve unmittelbar vor Beginn des Oktoberfestes die fünfte Saisonniederlage und bleibt als Tabellenschlusslicht nach acht Begegnungen als einziges Team weiterhin sieglos. „In einer starken ersten Halbzeit hätten wir noch einige Tore mehr erzielen müssen“ monierte SGH-Spielertrainer Simon Bartsch. So musste er schließlich froh sein, dass Florian Jockel nach einer Flanke von Patrick Hammen mit einem Eigentor für den vierten Saisonerfolg der Hundstädter verantwortlich zeichnete.

Usinger TSG II - 1. FC 04 Oberursel 0:0 abgebrochen: Nach 43 Minuten pfiff Referee Tobias Panzer (Langgöns) gestern die Partie auf dem Kunstrasenplatz auf den „Muckenäckern“ beim Stand von 0:0 ab, nachdem er FC-Kapitän Selim Hotaman mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen hatte. „Der Schiedsrichter war völlig überfordert“, kommentierten die Oberurseler Spieler und Trainer Frank Rosenkranz – erstmals nach dem Rücktritt von Eray Balkan allein verantwortlich – das Verhalten des Unparteiischen, dem sie eine sehr einseitige Auslegung der Fußballregeln unterstellten. Dies begründeten sie damit, dass der in Langgöns bei Butzbach lebende Unparteiische vier Gelbe Karten ausschließlich gegen die Gäste verhängt und ihnen einen ihrer Meinung nach klaren Foulelfmeter (René Sachs an Abouzaho Kone) verweigert habe. Zudem hatte er den Treffer zum 1:0 für Oberursel durch Kone wegen angeblichen Foulspiels nicht anerkannt – das Tor sei nach Ansicht der Oberurseler aber regulär zustande gekommen. Nachdem etliche FC-Akteure nach einer der umstrittenen Szenen eine Diskussion mit Panzer angefangen hatten, rief der Schiedsrichter Mannschaftsführer Selim Hotaman zu sich und beendete nach einem kurzen Wortwechsel die Partie mit den Worten „Entweder gehen Sie oder ich!“

Unerfahrenheit kann man dem Unparteiischen trotz seiner erst 28 Jahre sicherlich nicht unterstellen. Der 27-Jährige kam bereits in der Hessenliga zum Einsatz, ist stellvertretender Kreislehrwart der Schiedsrichtervereinigung Wetzlar und pfiff am vorherigen Wochenende das Verbandsliga-Spiel zwischen RW Frankfurt und dem SV der Bosnier Frankfurt. Bernd Moses, der Vorsitzende des Kreissportgerichts, wird das Verfahren wegen des Abbruchs nicht verhandeln, da er Mitglied der Usinger TSG und somit befangen ist. Sein Stellvertreter Dieter Lezius wird bei der Sitzung die Frage zu klären haben, ob der Schiedsrichter alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft hat, dieses A-Liga-Spiel den Regeln entsprechend zu Ende zu führen.

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