Bei der Spendenübergabe (von links): Marie-Christin Kunz vom „Bärenherz“, Tobias Stoll (Limburg), Oliver Vitt (Kirberg), Katrin Bleines (Engenhahn) und Dominik Stahl (Münster).
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Bei der Spendenübergabe (von links): Marie-Christin Kunz vom „Bärenherz“, Tobias Stoll (Limburg), Oliver Vitt (Kirberg), Katrin Bleines (Engenhahn) und Dominik Stahl (Münster).

Sport für den guten Zweck

„Kettenhunde“ sammeln Spenden für die „Stiftung Bärenherz“

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Die „Kettenhunde“ - eine lose Gruppe von Radsportbegeisterten aus Hünfelden und Umgebung - sind für den guten Zweck geradelt. Viele weitere Sportler haben mitgemacht. Jetzt haben sie die Spende der „Stiftung Bärenherz“ übergeben.

Seit nunmehr knapp drei Monaten ist die Herausforderung des „Feldbergkönigs“ bei den Radsportlern in aller Munde. Bisher haben schon mehr als 130 Fahrer sich selbst zum König oder zur Königin gekrönt, die meisten aus der Region, aber einige kamen sogar schon aus der Schweiz oder Österreich. Anderen hat es so gut gefallen, dass sie diese Herausforderung schon mehrfach auf sich genommen haben.

Erdacht haben sich diese Aktion die „Kettenhunde“ aus Hünfelden – und haben damit schon mehr als 2000 Euro an Spendengeldern für die „Stiftung Bärenherz“ eingesammelt. Die „Kettenhunde“ sind kein eingetragener Verein, betrachten sich selbst aber humorvoll als „das größte unbedeutende Team aus der Region und darüber hinaus“.

Der „Kettenhunde-Feldbergkönig“ ist eine permanente Herausforderung am Feldberg, bei der der höchste Berg im Taunus über fünf verschiedene Strecken auf der Straße erklommen werden muss. „Permanent“ bedeutet hier, dass die Herausforderung wann immer man möchte angegangen werden kann: Ob es regnet, die Sonne scheint, ob am Wochenende oder werktags. Einzige Voraussetzung ist ein GPS-fähiges Gerät, das die Tour aufzeichnet. Diese Datei wird dann über die Homepage an www.Kettenhunde-

Feldbergkoenig.de gesendet. Wenn die Strecke geprüft wurde, erhält jeder „Finisher“ einen Eintrag auf der „Wall of Fame“. Dabei ist es zudem möglich, sich eine individualisierte Urkunde ausstellen zu lassen, die ganz klassisch per Post verschickt wird.

Der „Kettenhunde-Feldbergkönig“ ist völlig kostenlos, dennoch kann und darf freiwillig gespendet werden.

Als Oliver Vitt, mit dem „Bärenherz“ erstmals in Kontakt gekommen war, hatte er mit etwa 150 bis 200 Euro Spenden im Jahr gerechnet; dass es schon jetzt nach nur zwei Monaten über 2000 Euro sind, hat nicht nur die „Kettenhunde“ überrascht, nein, auch die „Stiftung Bärenherz“ selbst war überwältigt. Gerade in der Corona-Zeit hat auch das „Bärenherz“ mit erhöhtem finanziellen Aufwand zu kämpfen und freut sich über jede Spende. „Wenn es dann noch um besonderes Engagement in Sachen sportlicher Gemeinschaft geht, umso besser“, sagt Marie-Christin Kunz (Ehrenamtskoordination, „Bärenherz“).

Natürlich geht so etwas auch nicht allein. Unterstützt haben bei der Verwirklichung viele helfende Hände der „Kettenhunde“. „Besonderer Dank geht an Stefan Heister aus Villmar, der für den Aufbau und die Pflege der Homepage zuständig ist“, erklärt Oliver Vitt. „Zudem Fabienne Folk aus Runkel, die für Design und Erstellung der Social-Media-Abteilung verantwortlich zeichnet, und auch sonst an alle, die mit angepackt haben, wenn Hilfe und Unterstützung nötig waren.“ red/vit

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