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Auch auf sie wird es im Duell mit dem HC Leipzig ankommen: Rückraumspielerin Anna Gempp (links) vom Handball-Drittligisten TSG Eddersheim.

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TSG Eddersheim : Klassenprimus kann kommen

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Am Sonntag empfängt die TSG Eddersheim in der Dritten Handball-Liga Ost der Frauen den HC Leipzig.

Am Sonntag empfängt die TSG Eddersheim in der Dritten Handball-Liga Ost der Frauen den HC Leipzig. Für Tobias Fischer, den Eddersheimer Trainer, ist das ungleiche Duell mit dem verlustpunktfreien Klassenprimus das „leichteste Spiel der Saison“.

Gerade weil der HC Leipzig jedes seiner bisherigen 14 Spiele gewonnen hat und zuletzt den TSV Birkenau mit sage und schreibe 45:20 Toren nach Hause schickte, freut sich Tobias Fischer, der Trainer der TSG Eddersheim, auf die Begegnung. „Wir haben wirklich gar nichts zu verlieren“, stellt der Eddersheimer klar, „Leipzig bewegt sich im Vergleich zu uns und eigentlich auch zu allen anderen Teams der Liga in anderen Dimensionen.“

Zum Beispiel die Anzahl der Trainingseinheiten: „Wir üben drei Mal die Woche, Leipzig im Handball-Internat mehrfach am Tag.“ Oder die Größenverhältnisse im Umfeld oder der Infrastruktur: „In Leipzig gibt es hunderte von Fans, die sich mit Trommeln eindecken und für Stimmung sorgen. In Eddersheim ist es auch nicht schlecht. Hier sind es allerdings eher die Familienangehörigen oder Freunde, die zur Unterstützung im Eddersheim-Shirt kommen.“ Fischer möchte an dieser Stelle nicht falsch verstanden werden. Wenn es am Sonntag ab 15 Uhr in der Hattersheimer Sporthalle am Karl-Eckel-Weg zur Sache geht, werden seine Damen als Tabellensechster trotzdem alles in die Waagschale werfen. „Eine 25 Tore-Niederlage fände ich nämlich nicht so lustig.“ Vielmehr wolle man dem eigenen Publikum etwas bieten. „Im Hinspiel haben wir es mit einer starken Abwehr und vor allem unserer überragend aufgelegten Torfrau Mona Pließ geschafft, zur Pause ein 8:9 zu halten. Da war es in der Halle nicht mehr so laut“, erinnert er sich. Dass am Ende ein 20:28 zu Buche stand, wurmt Fischer wenig. „Der Gegner hat eine junge, top-ausgebildete Mannschaft“. Da gibt es zum Beispiel die Tochter von Stefan Kretzschmar, Lucie-Mari oder Julia Weise, der als Linkshänderin durchaus eine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft zugetraut werden darf. „Bei uns fehlen leider nicht nur die vier Langzeitverletzten, sondern beruflich bedingt auch Stefanie Güter“, verrät Fischer. Ohne die wurfgewaltige, körperlich präsente und erfahrene Rückraumspielerin plant der Coach einige Umstellungen. „Ohne Stef muss die ganze Mannschaft in die Bresche springen. Wir müssen improvisieren. Es wird aber zum Beispiel auf Anna Gempp im Rückraum ankommen. Ganz zu schweigen vom Mittelblock“, stellt Fischer klar. Ob es ein Vorteil oder ein Nachteil ist, dass die Eddersheimerinnen das letzte Heimspiel gegen Leipzig in der Saison 2017/2018 mit zwei Toren Unterschied gewonnen haben, ist unerheblich. „Damals ging es für beide um nichts mehr. Jetzt wird der Gegner mit voller Kapelle kommen. Wir freuen uns aber drauf“, so Fischer.

(awo)

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