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Fußball-Hessenliga

Kleinigkeiten entscheiden

In der Fußball-Hessenliga möchte der SV Rot-Weiß Hadamar am morgigen Samstag den ersten Pflichtspielsieg in 2019 perfekt machen. Auf dem Niederhadamarer Kunstrasen gibt der VfB Ginsheim ab 15 Uhr seine Visitenkarte ab. Mit dem Hinspiel verbindet Trainer Torsten Kierdorf sehr gute Erinnerungen.

VON PATRICK JAHN

Es war der 2. September 2018, als den Verantwortlichen der Fürstenstädter wohl Zentnerlasten von den Schultern gefallen sind. Fünf Spiele bei nur einem einzigen Zähler zu Saisonbeginn trieben den Hadamarern große Sorgenfalten auf die Stirn. Dann folgte das Spiel beim VfB Ginsheim, dem morgigen Gegner. Rot-Weiß, gerade mit einigen Neuzugängen ausgestattet, schoss sich beim 4:0-Hinspielsieg den Frust so richtig von der Seele.

Und Trainer Torsten Kierdorf erinnert sich natürlich gerne zurück: „Das Spiel im September war so etwas wie die Wende für uns. Wir waren sehr konzentriert und haben damals zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht.“ Seit diesem Ereignis hat sich beim SV RW Hadamar doch etliches zum Guten gewendet. Mittlerweile steht das Team auf einem beachtenswerten vierten Tabellenplatz, während Ginsheim als Neunter aber sicherlich nicht unzufrieden sein dürfte.

Doch trotz der guten Platzierung geht beim VfB noch die Abstiegsangst um, denn der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang beträgt gerade einmal drei Punkte. Und im Tabellenkeller – so zeigen es die Ergebnisse – gibt sich niemand auf. Nicht nur deshalb warnt Torsten Kierdorf vor dem Gegner: „Sie haben sich in der Winterpause noch einmal gut verstärkt und werden daher ein ähnliches Kaliber wie Eddersheim sein.“

Alle Achtung: Vor zwei Wochen sorgten die Ginsheimer für eine Sensation, als der unangefochtene Spitzenreiter FC Gießen trotz Rückstands mit 2:1 besiegt wurde. „Sie haben Qualität, das zeigt alleine diese Leistung. Zwar haben sie letzten Samstag beim KSV Baunatal unglücklich verloren, ich bin aber davon überzeugt, dass uns diese Mannschaft alles abverlangen wird“, meint Kierdorf, der außerdem weiß: „Sie sind sehr variabel, können sowohl Dreier- als auch Viererkette spielen, können einerseits pressen, andererseits auch sehr defensiv auftreten. Es werden wieder viele Kleinigkeiten sein, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.“

Damit es für die Rot-Weißen endlich zum ersten „Dreier“ in diesem Spieljahr reicht, müsse sich laut Kierdorf vor allem eines ändern: „In den ersten beiden Spielen haben wir im Spiel nach vorne oftmals die falschen Entscheidungen getroffen. Vor allem beim Auswärtsspiel in Hünfeld war es frustrierend, was wir für einen großen Aufwand betrieben haben, uns dafür aber nicht belohnten. Ansonsten kann ich der Mannschaft kaum einen Vorwurf machen, denn spielerisch war das alles absolut in Ordnung“, ist sich der Übungsleiter sicher und auch deshalb ebenso optimistisch.

Im Hinblick auf das Personal wird es am Samstag definitiv Änderungen geben, auch gezwungenermaßen. Dauerbrenner Markus Neugebauer wird wegen einer Sperre („Gelb-Rot“) fehlen, auch Marius Löbig und Patrick Kuczok fallen in jedem Fall verletzungsbedingt aus. „Ich habe ein paar Ideen im Kopf. Vielleicht ändern wir auch unser System“, orakelt Kierdorf mit Blick auf die anstehenden 90 Minuten.

Samstag:

Hessen Kassel – FC Gießen 14.00

SV RW Hadamar – VfB Ginsheim 15.00

FC Ederbergland – Türk Gücü Friedb. 15.00

Buchonia Flieden – FSC Lohfelden 15.00

Viktoria Griesheim – FV Bad Vilbel 15.00

SGB Fulda-Lehnerz – Bayern Alzenau 15.00

SC Waldgirmes – KSV Baunatal 15.00

Sonntag:

Spvgg. Neu-Isenburg – Hünfelder SV 15.00

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