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Strahlendes Treppchen-Trio (v. l.): Marshella Foreshaw (Königsteiner LV), Francine Philipp (LC Rehlingen), Lara Kohlenbach (Königsteiner LV).

Mehrkampf-DM in Hamburg

KLV-Mädels strahlen um die Wette

Klasseleistungen, viele Punkte und diverse Bestmarken – für die beiden U18-Athletinnen wird der Trip nach Hamburg unvergesslich bleiben.

Hochspannung war angesagt. Dann war die Entscheidung im Fünfkampf der B-Jugend (U 18) bei den deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften in Hamburg gefallen. Mit Marshella Foreshaw und Lara Kohlenbach mischten zwei Nachwuchsasse des Königsteiner LV ganz, ganz vorne mit.

Nach vier Disziplinen lag Marshella mit 3198 Zählern in Front – fünf Pünktchen vor Francine Philipp (LC Rehlingen). Die Saarländerin wuchs dann aber bei den finalen 800 Metern über sich hinaus, steigerte ihre Bestzeit um rund zehn Sekunden und machte damit den Titel mit 3994 Punkten klar.

Marshella hatte mit 8,75 Sekunden über 60 Meter Hürden losgelegt. Es folgten neue Bestmarken im Hochsprung (1,64) und mit der Kugel (13,58). Eigentlich eine sichere Weitspringerin, wackelte Foreshaw dann ausgerechnet in dieser Disziplin. Der erste Versuch misslang total (3,94 Meter). Der zweite Satz war weit, jedoch knapp übergetreten. Im dritten Durchgang bewies die Kaderathletin Nervenstärke (5,45). Ihre 800-Meter-Zeit von 2:25,45 Minuten konnte sich allemal sehen lassen, reichte am Ende jedoch nicht ganz zur Goldmedaille. „Während des Wettkampfes war Platz eins mehr als greifbar. Aber mit DM-Silber und meinen 3949 Punkten bin ich sehr zufrieden“, so die Vizemeisterin in ihrem Fazit.

Einen tollen Auftritt in der Hansestadt legte auch Lara Kohlenbach hin. Sie befindet sich erst in ihrem ersten B-Jugend-Jahr. Die 15-jährige Gymnasiastin startete mit 9,21 Sekunden über 60 Meter Hürden – so schnell war sie noch nie. Es folgte ein neuer Hausrekord im Hochsprung (1,67). Mit der Kugel blieb Lara dann etwas unter ihren Möglichkeiten (10,47). Überragend dann ihr Weitsprung: 5,72 Meter, eine neue Bestmarke. Trotzdem haderte sie dann ein wenig, landete sie mit ihrem zweiten Satz doch klar jenseits der 5,80, trat aber hauchdünn über.

Mit 2:24,32 Minuten über 800 Meter sicherte Lara dann Bronze (3776 Punkte) ab. „Ich bin superglücklich. Am meisten freue ich mich über die beiden Bestmarken im Hoch- und Weitsprung“, platzte es aus der Kaderathletin heraus.

Trainerin Melanie Zecha war mit dem Abschneiden und den Leistungen ihrer beiden Schützlinge in der leider nur sehr dünn besuchten Halle sehr zufrieden: „Ein toller Wettkampf mit vielen Höhen und wenigen Tiefen, aus denen sich die beiden Mädels aber immer wieder gut herausgekämpft haben. Lara hat den ersten Wettkampf in der neuen Altersklasse mit Bravour gemeistert. Dass Marshella noch abgefangen wurde, ist natürlich schade. Francine Philipp hat am Ende aber verdient gewonnen.“ DM-Favoritin Johanna Siebler (LC Überlingen), Sechste der U-18-Europameisterschaft von Tiflis 2016, reiste bereits leicht gehandicapt an. Fußprobleme zwangen sie nach dem Hochsprung zum Ausstieg. jp

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