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Kapitän Jonas Herdering bringt mit seinem Team einen Punkt mit aus Hünfeld.

Fußball-Hessenliga

Knackpunkt: Platzverweis

In der Fußball-Hessenliga musste sich der SV Rot-Weiß Hadamar beim Hünfelder SV mit einer Punkteteilung begnügen. Nach der Führung kurz nach Wiederbeginn hatte eine Gelb-Rote Karte dafür gesorgt, dass das Spiel kippte und die Fürstenstädter ohne die volle Ernte nach Hause fahren mussten.

VON PATRICK JAHN

Hünfelder SV – SV Rot-Weiß Hadamar 1:1 (0:0). Auch wenn die Hadamarer als klarer Favorit nach Osthessen gereist waren, so mussten sie nach 90 intensiven Minuten mit der Punkteteilung leben. „In der Hessenliga ist eben jedes Spiel neu“, meinte Torsten Kierdorf nach Spielende. Was er damit meinte, lag auf der Hand: „Bis zum Platzverweis waren wir klar die bessere Mannschaft und hätten das Spiel vermutlich auch gewonnen. Danach mussten wir mit dem 1:1 zufrieden sein.“ In den ersten Durchgang waren die Fürstenstädter hervorragend gestartet. Frühes Pressing sorgte dafür, dass die Rot-Weißen zu etlichen Ballgewinnen kamen. Und auch vor dem einheimischen Gehäuse wurde es gleich dreimal brandgefährlich. Nach einem Schuss von Jonas Herdering reagierte HSV-Keeper Sebastian Ernst prächtig (14.), zweimal retteten Niclas Rehm und Franz Faulstich gegen Steffen Rücker (28.) und Jann Bangert (42.) in allerhöchster Not. Die Fehlerquote war bei den Gastgebern zwar insgesamt deutlich höher, allerdings hatten die Rot-Weiß-Akteure häufig auch die falsche Entscheidung getroffen. 

Die Hünfelder wurden vor der Pause nur einmal gefährlich: Nach einem Solo schoss Kevin Krieger am langen Pfosten vorbei (44.). In der zweiten Halbzeit ging es dann vor allem in den ersten 15 Minuten so richtig rund. Der Auftakt gehörte der Elf von Torsten Kierdorf: Florian Kröners Ball in die Tiefe landete bei Jann Bangert, der souverän zum 0:1 vollendete (49.). Nur 120 Sekunden später folgte womöglich die Situation, die das Spiel zum kippen brachte: Markus Neugebauer kassierte nach einem unnötigen Foulspiel die Gelb-Rote Karte. 

Und urplötzlich war es ein anderes Spiel. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Doppelpass mit Kevin Krieger besorgte Maximilian Fröhlich aus zentraler Position das 1:1 (56.). Hünfeld erwachte nun und witterte seine Chance. Das Treiben wurde hektischer, wobei vor allem die Hadamarer auf dem großen Platz einen ungeheuren läuferischen Aufwand betreiben mussten. Doch auch in Unterzahl boten die Akteure einen offenen Schlagabtausch, in dem sowohl auf der einen, als auch auf der andere Seite der Sieg möglich war. Hünfeld hatte durch Drücker, der an der Fußabwehr Christopher Strauchs scheiterte (62.), ebenso eine gute Gelegenheit wie Torschütze Fröhlich, der per Kopf um Zentimeter verfehlte (78.). Steffen Rücker hingegen hatte den Siegtreffer für die Hadamarer auf dem Fuß, doch Torwart Sebastian Ernst klärte (87.). 

„Kämpferisch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, das war eine reife Leistung“, meinte Kierdorf. Angesichts der beruhigenden Tabellensituation mussten sich die Rot-Weißen auch gar nicht mal so sehr ärgern.

Hünfeld: Ernst, Dücker (72. Wenzel), Faulstich, Rehm, Witzel, Alles (83. Bambey), Rohde, Fröhlich, Neidhardt (68. Vogt), Krieger, Münkel – Hadamar: Strauch, Mat. Neugebauer (60. Schraut), Sembene, Dimter, Rücker, Mar. Neugebauer, Zey (90.+2 Jindra), Kröner, Herdering, Zouaoui, Bangert (81. Noguchi) – SR: Safi (Erlensee) – Tore: 0:1 Jann Bangert (49.), 1:1 Maximilian Fröhlich (56.) – Gelb-Rot: Markus Neugebauer (H./51./wiederholtes Foulspiel) –Zuschauer: 200.

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