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Augen zu und hoch das Bein: Akrobatische Einlage mit der Beteiligung von Kosovas Pajtim Begu (links).

Arbeit am Image

Der FC Kosova will wieder in die Kreisoberliga aufsteigen

Sechs Jahre nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga peilt der FC Kosova die Rückkehr in die höchste Spielklasse im Kreis Frankfurt an.

Die Aufstiegschancen stehen für den FC Kosova recht gut: Zwar ist in der Gruppe 2 der Fußball-Kreisliga A Frankfurt Tabellenführer Juz Fechenheim mit 55 Punkten schon enteilt, aber auf den aktuellen Tabellenzweiten FC Gudesding (46) weisen die Kosovaren lediglich einen Punkt Rückstand auf. Mit der Zwischenbilanz zeigt sich der Spielausschuss-Vorsitzende Rudi Statovci sehr zufrieden: „Das 6:2 gegen den SV Sachsenhausen war ein guter Jahresabschluss. Juz ist mit zehn Punkten vor uns unheimlich weit weg. Es geht für uns um den zweiten Platz, und dann wollen wir es über die Relegation schaffen.“

Für den altgedienten Funktionär ist klar, dass das Ziel Aufstieg über allen Dingen steht: „Wir wollen alles probieren, um in die Kreisoberliga zu kommen. Dort wird schöner Fußball gespielt, da möchten wir wieder dabei sein. Mannschaften und Schiedsrichter haben da eine ganz andere Qualität. Da ist unser Platz im Frankfurter Fußball.“ Was Statovci so euphorisch macht: Der FC Kosova verfügt nach Spitzenreiter Fechenheim (80 Tore) mit 72 Treffern über die zweitbeste Offensive der Liga. Verbesserungswürdig ist dagegen die Abwehrarbeit (39). Die Defensive der Mannschaft um Spielertrainer Alvaro Zalla ist bei weitem nicht so sattelfest wie jene von Juz (18) und Gudesding (15).

Der 45-jährige Zalla brachte es in seiner Karriere auf sechs A-Länderspiele für Albanien und war lange Zeit im norddeutschen Raum in diversen Oberligen sowie in der Regionalliga aktiv. Neben Eintracht Nordhorn waren das unter anderen der FC Oberneuland sowie der heutige Drittligist SV Meppen. Zu den Emsländern pflegt Zalla, der 2010 nach Frankfurt kam und sich den Kosovaren als Spieler anschloss, noch heute einen regen Kontakt: „Das war eine unvergessene Zeit in Meppen.“

Auch der Coach bekennt sich zum Ziel Aufstieg und hofft insbesondere Torjäger Flakron Thaci halten zu können, der mit 32 Treffern die Torschützenliste anführt. Einige höherklassige Vereine haben bereits Interesse am Stürmer bekundet, was bei dieser Torquote nicht verwunderlich ist.

Auch im Kreispokal sorgt Kosova für Furore und steht nach einem 4:0 gegen Gruppenligist Spvgg. Oberrad im Halbfinale gegen die FG Seckbach. Auch hier rechnet sich Statovci etwas aus: „Wir wollen einen weiteren Gruppenligisten ärgern und ins Finale einziehen. Das wäre auch gut für unser Image.“

Kein guter Ruf

Das ist stadtweit nicht das beste. Zu oft war der Club in den vergangenen Jahren in Ausschreitungen oder Spielabbrüche verwickelt. Das kostete nicht nur unnötige Geldstrafen und Punktabzüge, vor allem das Verhältnis zu den anderen Vereinen litt darunter. So sehr, dass sich beispielsweise der SV Sachsenhausen im Vorjahr weigerte, gegen den FC Kosova anzutreten.

Mittlerweile scheint man beim auf der Sportanlage an der Wilhelm-Epstein-Straße beheimateten Club geläutert zu sein. In der Fairnesstabelle machte man einen Sprung ins Mittelfeld. Es seien potenzielle Unruhestifter aussortiert worden, man wolle einfach nur in Ruhe Fußball spielen, betont Zalla. Der Zustand der Anlage im Schatten des Fernmeldeturms ist unterdessen nicht nur Statovci ein Dorn im Auge: „Hier wird der Besucher in die 70er-Jahre zurückversetzt. Seitdem hat sich hier so gut wie nichts mehr getan. Kabinen und Toiletten sehen noch so aus wie damals“, klagt der Funktionär.

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