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Kreisliga A: Der Kampf um den Titel ist ein "Fall für drei"

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Von: Gerhard Strohmann

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"Zwei Konkurrenten wollen auch hoch in die KOL", scheint Mehmet Cetin, Coach des ambitionierten 1. FC Oberursel, zu signalisieren.
"Zwei Konkurrenten wollen auch hoch in die KOL", scheint Mehmet Cetin, Coach des ambitionierten 1. FC Oberursel, zu signalisieren. © Heiko Rhode

FC Mammolshain, SG BW Schneidhain, 1. FC Oberursel: Eine Lagebeschreibung bei den Topteams.

Hochtaunus -Obwohl der Kreisfußballausschuss Hochtaunus nach dem einstimmigen Votum der Vereinsvertreter vom 21. November 2021 wegen der Entwicklung der Corona-Pandemie eine vorzeitige Winterpause beschlossen hatte, startet die Kreisliga A am Sonntag bereits mit dem zweiten Rückrundenspieltag ins Kalenderjahr 2022.

Damit ist eine Wertung der Saison 2021/22 selbst im Falle eines erneuten Lockdowns gewährleistet. Schließlich sind bereits mehr als 50 Prozent aller Spiele ausgetragen wurden.

An besagtem 21. November war in der Kreisliga A letztmals um Punkte gespielt worden. Die darauffolgenden Wochen und Monate sind für alle Sportler zu einer außergewöhnlichen Belastungsprobe geworden.

"Wir sind relativ gut durch diese Zeit gekommen, denn wir hatten keinerlei Probleme mit Corona-Erkrankungen", blickt Michael Drogi von Spitzenreiter FC Mammolshain dem Spiel am Sonntag (15 Uhr) bei der FSG Merzhausen/Weilnau/Weilrod voller Vorfreude entgegen. "Mit vier Testspielen haben wir uns ordentlich auf den Rest der Saison vorbereiten können", fügt er an.

Drogi - er hatte den FCM bereits von 2013 bis 2015 unter seinen Fittichen - hat den Vertrag beim Verein vom Hasensprung in seiner zweiten Amtszeit bereits um ein weiteres Jahr bis zum Saisonende 2022/23 verlängert. "Zurzeit passt bei uns alles", gab es bezüglich eines neuen Kontrakts keine großen Diskussionen - alle in Mammolshain haben das große Ziel Aufstieg in die Kreisoberliga Hochtaunus vor Augen.

Mit 36 Punkten und 53:15 Treffern - das beste Torverhältnis aller 15 Mannschaften - hat der Club aus dem Königsteiner Stadtteil gute Karten, um auch am Ende die Nase vorne zu haben. Zumal der FCM bis auf Michael Mende (Kreuzbandriss in einem Vorbereitungsspiel) alle Mann an Bord und mit Ali Dai Anil (bisher vereinslos) in der Winterpause noch einen weiteren Torhüter verpflichtet hat.

"Schneidhain, eventuell aber auch noch der 1. FC 04 Oberursel und die SG Eintracht Feldberg" sind für Drogi die härtesten Rivalen beim Kampf um die Meisterschaft.

Die SG BW Schneidhain - ebenfalls in einem Stadtteil von Königstein beheimatet - liegt nach 15 Spieltagen gleichauf mit dem FCM. Die Blau-Weißen schreiben ebenfalls 36 Punkte und stehen nur wegen der etwas schlechteren Tordifferenz (50:17) auf Rang zwei.

Mit vier Verstärkungen nachgelegt

In der Winterpause wurde der Kader des Tabellenzweiten durch Philip Blaszczak, Nico Bizimis, Hischam Al Assouti und Jamal Boujouaran vergrößert. Diese Blutauffrischung war ein Gebot der Stunde, denn mit Tiago Barros (Achillessehnenriss), Florian Rentel (Schien- und Wadenbeinbruch) und Mexi Dominik Abd (Kreuzband und Meniskus) stehen drei Leistungsträger in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung. Und: Michael Figueiredo kehrt erst Mitte April in den Kader zurück.

"Vor diesem Hintergrund wären wir am Saisonende auch mit Platz vier oder fünf zufrieden - wir wollen aber natürlich so lange wie möglich oben mitmischen", bekennt Alexander Goncalves Farbe. Der Sportliche Leiter der SG Blau-Weiß ist sehr gespannt darauf, wie sich die Mannschaft von Trainer Carlos Regalo am Sonntag (15 Uhr) gegen die SG Ober-Erlenbach II aus der Affäre ziehen wird.

Für Goncalves ist der FC Mammolshain Topfavorit auf den Titel, "weil er mit Michael Drogi einen herausragenden Trainer hat und vom Spielermaterial her ein Tick besser aufgestellt ist als wir". Der erste direkte Vergleich endete am 31. Oktober in Mammolshain 2:2.

Lachender Dritter beim Rennen um die "Königsteiner A-Liga-Meisterschaft" könnte der 1. FC Oberursel werden, der mit 30 Punkten und 51:21 Punkten auf Tabellenplatz drei steht.

"Die Vorbereitung im Winter war auf unserem Rasenplatz eine Katastrophe", spricht FC-Coach Mehmet Cetin klare Worte. Im Grunde genommen war er heilfroh darüber gewesen, dass er mit seiner Truppe in den letzten Wochen jeweils freitags auf dem Kunstrasenplatz in Oberstedten trainieren konnte.

Mit Gib Ben Gutzeit (vom Gruppenligisten FSV Braunfels), Murid Escandar (FV Stierstadt), Alexander-Christoph Schmidt (SG Westerfeld) und Alexander Topel (Viktoria Preußen Frankfurt) hat sich der Oberurseler Traditionsverein verstärkt.

Achillessehnenriss beim Trainingsauftakt

Eine bittere Pille allerdings: Gutzeit erlitt im ersten Training einen Achillessehnenriss und fällt damit monatelang aus. Gleiches gilt für Philipp Kraus (Kreuzbandriss) und Nico Mau (Meniskus).

Dass der 1. FC 04 am Sonntag spielfrei ist, kommt Cetin daher gelegen: "Dadurch haben wir eine Woche mehr Vorbereitungszeit gewonnen." Der Tabellendritte von der Stierstädter Heide startet erst am 13. März (15 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Abstiegskandidat SG Hundstadt in den zweiten Saisonabschnitt. Allerdings muss Mehmet Cetin dann mit Adrian Sobotzik und Nils Fischer zwei Leistungsträger ersetzen, die sich im Urlaub befinden.

Zum Wiedereinstieg ins Fußballgeschehen kommt es am Sonntag in der Fußball-Kreisliga A Hochtaunus zu folgenden Begegnungen: SG Eschbach/Wernborn II - SG Westerfeld, SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach II - SG Eintracht Feldberg (beide 12.30 Uhr), FSV Friedrichsdorf II - TV Burgholzhausen, FV Stierstadt II - FSV Steinbach (beide 13 Uhr), FSG Merzhausen/Weilnau/Weilrod - FC Mammolshain, SG BW Schneidhain - SG Ober-Erlenbach II, SG Hundstadt - Teutonia Köppern II (alle 15 Uhr).

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