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Beinahe scheint es so, als kämpften Tolga Karakaya (Eintr. Oberursel, links) und Liberato Aiello (SV Seulberg) Hand in Hand um den Ball.

Fußball, Hochtaunus

Kreisoberliga: Der SV Seulberg ist jetzt schon Tabellensechster

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Der FV Stierstadt und die SG Ober-Erlenbach haben sich mit Siegen auf das Gipfeltreffen am kommenden Sonntag in Ober-Erlenbach eingestimmt. Beide führen die Tabelle in der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus vor dem FC Oberstedten an.

FV Stierstadt – FSG Weilnau/Weilrod/Steinfischbach 5:2 (2:1): Pelka, Pelka, Pelka, Pelka! Was würde der Spitzenreiter der Kreisoberliga Hochtaunus nur ohne seinen Top-Stürmer machen? „Der macht schon den Unterschied. Für diese Klasse ist das schon einzigartig“, geriet gestern auch Stierstadts Sportlicher Leiter Marco Hentsch regelrecht ins Schwärmen. 15 Treffer hatte der frühere Usinger vor dem Spitzenspiel auf dem Konto, gleich vier kamen gestern hinzu. Und das praktisch ohne Training, denn Stierstadts Nummer 9 musste in dieser Woche krankheitsbedingt kürzertreten. Nach 72 Minuten war der Akku dann leer und Trainer Christian Liebig nahm ihn vom Platz. Die Gäste werden aufgeatmet haben. Bis dahin hatte Pelka aus einem 0:1 (Louis Presle/15.) ein 4:1 gemacht. Und wie! „Vor allem das 1:1 war für KOL-Verhältnisse schon excellent“, schnalzte Hentsch mit der Zunge, nachdem Pelka den Ball technisch perfekt angenommen und dann platziert und unhaltbar aus der Drehung hoch im Netz versenkt hatte (27.). Das 2:1 (34.) und 4:1 (58.) hatte jeweils Cody Warner vorbereitet, das 3:1 (52.) war wieder das Ergebnis einer feinen Einzelleistung. Warner selbst traf zum 5:2 (75.), nachdem zuvor Rene Stockbauer auf 2:4 verkürzt hatte (65.). Altan Sak hätte bei zwei Pfostenschüssen in den letzten Minuten das Ergebnis für den Tabellenführer noch in die Höhe schrauben können. Tore: 0:1 Presle (15.), 1:1, 2:1, 3:1, 4:1 Pelka (27./34./52./58.), 4:2 Stockbauer (65.), 5:2 Warner (75.).

SGK Bad Homburg – SG Ober-Erlenbach 0:4 (0:2): Vor zwei Wochen 0:5 gegen Stierstadt, jetzt 0:4 gegen Ober-Erlenbach: Die KOL-Spitzenteams sind eine Nummer zu groß für die Kirdorfer. Für Trainer Vladimir Todorovic kein Wunder: „Mir fehlen derzeit sieben Spieler aus den verschiedensten Gründen.“ Neben den Ausfällen beklagte er bei der gestrigen Heimpleite aber vor allem eines: „Die SGO ist besser besetzt, okay, aber bei uns hat es an der Einstellung gehapert. Daran müssen wir arbeiten. Mit Ausnahme des Spiels gegen Stierstadt werden alle anderen Spiele zu 80 Prozent im Kopf entschieden.“ Da waren die Gäste ganz klar wacher und trafen vier Mal durch Cedric Heller (21.), Benedikt Seitz (29.), Claudius von Ramm (54.) und David Bremerich (67.). Tore: 0:1 Heller (21.), 0:2 Seitz (29.), 0:3 von Ramm (54.), 0:4 Bremerich (67.).

SG Oberhöchstadt – FC Oberstedten 1:7 (0:3): Am letzten Dienstag, beim Pokal-Coup gegen den FSV Friedrichsdorf, jubelten sie noch bei der SGO, gestern wurden sie brutal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. „Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen und haben uns richtig schlecht angestellt. Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung“, gab Spielausschussvorsitzender Christian Oppermann nach der Klatsche des Aufsteigers gegen den Gruppenliga-Absteiger zu. Vergeblich hatte man bei den Hausherren darauf gehofft, dass man vom Gegner unterschätzt würde; Oberstedten ging die Aufgabe hochkonzentriert an. Masiullah Mahbubi vergab per Strafstoß (Latte) einen noch höheren Sieg (29.). Tore: 0:1 Nouri Jeghan (19.), 0:2, 0:3 Gib Gutzeit (34./44.), 0:4 Luca Caic (50.), 0:5 Vincent Warnecke (60.), 1:5 Nils Klenk (65.), 1:6 Jeghan (67.), 1:7 Mahbubi (80.).

SGE Feldberg – EFC Kronberg 1:3 (0:2): Ein Tag zum Vergessen aus Sicht der SGE, denn neben den verlorenen Punkten schmerzte auch der Ausfall von Uli Spaniol, der sich nach einer knappen halben Stunde einen Schlüsselbeinbruch zuzog und ins Spital gebracht werden musste. Wenig später unterlief Benjamin Schmiedl ein Eigentor zum 0:1 (33.). Yannick Jochmann setzte das 0:2 drauf (39.). Nach der Pause traf der für Spaniol eingewechselte Ranko Tomic unter die Latte zum 1:2 (55.), scheiterte aber wenig später mit einem Handelfmeter an Keeper Nicholas Seiler (65.). Antonio Marino machte mit dem 1:3 den Deckel drauf (86.). „Das 1:2 hat uns Auftrieb gegeben. Leider konnten wir den Elfmeter nicht nutzen. Ein Punkt wäre gerecht gewesen“, haderte SGE-Trainer Manfred Klug. Tore: 0:1 Schmiedl (33., Eigentor), 0:2 Jochmann (39.), 1:2 Tomic (55.), 1:3 Marino (86.).

SG Eschbach/Wernborn – Teutonia Köppern 2:2 (1:1): Der Aufsteiger konnte sich bei Murat Kaya bedanken, dass es nicht die zweite Heimniederlage gab. Der Torjäger sorgte mit dem 1:0 (19.) für die frühe Führung und war auch für den Treffer zum 2:2 erfolgreich, als einen Foulelfmeter verwandelte (85.). Dazwischen lag eine starke Phase der Teutonia, die durch Tim Junghahn kurz vor der Halbzeit zum Ausgleich kam und später durch Marcel Kötter sogar in Front lag (81.), Und das nicht unverdient, denn SG-Torhüter Marco Schneider verhinderte weitere Gegentore von Kötter. Nach dem etwas glücklichen Ausgleich der Gastgeber (Spielausschuss-Mitglied Rainer Wacup: „Das war vor dem Elfmeter ein völlig unnötiges Foul“) hätte aber Ergin Cakar um ein Haar noch das 3:2 erzielt – sein Kopfball wurde aber auf der Linie geklärt. Tore: 1:0 Kaya (19.), 1:1 Junghahn (45.), 1:2 Kötter (81.), 2:2 Kaya (85./FE).

Eintr. Oberursel – SV Seulberg 0:2 (0:2): Aus Sicht von Thomas Pfettscher war dies ein Spiel „Eintracht gegen Nick Voigt“. Für den Pressesprecher der Oberurseler, der gestern den urlaubenden Chefcoach Mehmet Cetin an der Seitenlinie vertrat, war der Seulberger Keeper der beste Mann auf dem Platz, der alle Chancen der Eintracht – die besten durch Jeffrey Schmidt (7.), Nick Schäfer (19.) und Levi Ofoe (90.) – zunichte machte. Auf der Gegenseite war Liberato Aiello, der schon früh für den angeschlagenen Dominik Nürnberger eingewechselt worden war (10.), an beiden Toren beteiligt. Beim 0:1 prallte sein Kopfball von Mario Dodik ins Tor (23.), das 0:2 markierte er selbst (28.). „Wir machen zwei Fehler und kriegen zwei Tore, die machten viele Fehler, die ihr Torwart alle ausbügelt“, ärgerte sich Pfettscher. Tore: 0:1 Dodik (23.), 0:2 Aiello (28.).

SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach – SpVgg 05/99 Bomber Bad Homburg 1:1 (0:0): Gleich 14 Ausfälle muss SGWP-Coach Gregory Strohmann derzeit verkraften. Um dennoch einen Beitrag zu leisten und ihre Mitspieler zu unterstützen, hatten die Fehlenden vor Spielbeginn zu einem Spaghetti-Essen eingeladen. „Eine tolle Aktion“, freute sich Strohmann, der auch mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden war: „Alle haben meine Vorgaben umgesetzt. Leider haben wir uns nicht belohnt, weil wir es versäumt haben, aus der Vielzahl an Chancen noch ein Tor zu machen.“ Patrick Hildebrandt gelang der einzige Treffer – noch dazu per Strafstoß (nach Foul an Timo Waldschik/54.). Tore: 0:1 Zouhir (44.), 1:1 Hildebrandt (54./FE).

FC Weißkirchen – FC Neu-Anspach II 1:2 (0:1): Es soll einfach nicht sein für den Tabellenletzten. So dicht wie gestern waren die Schützlinge von Trainer Stelios Doukas noch in keiner Partie dran am ersten Punkt. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe. Leider sind wir wieder mal nicht für unsere gute kämpferische Leistung belohnt worden“, ärgerte sich FCW-Sprecher Alexander Meketzer. Die Gäste führten durch Sandro Parisi (40.), nach dem Ausgleich durch Dominik Jung (81.) war der erste Punktgewinn des FCW aber nahe. Doch tief in der Nachspielzeit segelte ein Freistoß von Arni Zejnullahu über alle Köpfe hinweg zum 1:2 ins Tor. Tore: 0:1 Parisi (40.), 1:1 Jung (81.), 1:2 Zejnullahu (90. + 4).

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