Sie hatten allen Grund zur Freude: Die Krifteler Jannik Weber (links) und Nils Kreitling machten mit ihren Teamkollegen beim 3:0 gegen den TSV Mimmenhausen ein starkes Spiel. FOTO: marcel lorenz
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Sie hatten allen Grund zur Freude: Die Krifteler Jannik Weber (links) und Nils Kreitling machten mit ihren Teamkollegen beim 3:0 gegen den TSV Mimmenhausen ein starkes Spiel.

VOLLEYBALL, 2. BUNDESLIGA

Kriftel beendet seine Schwächephase

  • Volker Hofbur
    VonVolker Hofbur
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Überraschend deutlicher 3:0-Erfolg gegen Mimmenhausen

Kriftel -Das war wichtig für die Volleyballer der TuS Kriftel. Nach vier Spielen ohne Punktgewinn in der 2. Bundesliga Süd setzten sie sich gegen den TSV Mimmenhausen unerwartet deutlich mit 3:0 (25:23, 25:23, 25:19) durch.

"Jetzt haben wir auch einmal einen überraschenden Sieg geholt", freute sich der Krifteler Trainer Tim Schön, "jetzt müssen wir gegen Dresden am Samstag nachlegen, um den Abstand zu den letzten vier Mannschaften zu vergrößern und unseren Platz im Mittelfeld zu festigen." Dass sein Team das Potenzial hat für eine Überraschung, hatte es bereits am zweiten Spieltag mit dem 3:0 beim TV Hammelburg gezeigt. Der Tabellenzweite hat bisher erst zwei Niederlagen kassiert.

So ganz überraschend kam der Erfolg für Tim Schön diesmal nicht. "Ich hatte deren beiden Spiele zuvor gesehen. Dort fehlte ihnen ein wichtiger Außenangreifer, der auch gegen uns gefehlt hat. Wir hatten uns gut auf den Gegner vorbereitet und haben es gut umgesetzt. Darüber bin ich sehr zufrieden", freute er sich über eine Leistung, wie er sie so noch nicht oft in dieser Saison gesehen hatte. Die Krifteler schafften es, ihr Spiel einfach zu strukturieren und kamen zu direkten und schnellen Punkten, "weil es uns gelang, den Angriffsball auf den Boden zu schlagen. Außerdem haben wir bombastisch geblockt und abgewehrt. Vor allem Sebastian Ruhm hat viele Bälle stark geholt". Weiterhin lobte Schön Jannik Weber, der sehr mannschaftsdienlich spielte und auch in der Annahme überzeugend war, sowie Marius Büchi, der nach zwei Spielen Pause ein richtig gutes Spiel ablieferte. Der Gegner fand gegen ihn oft keine Lösungen.

Im ersten Satz lagen die Krifteler nach einer Aufschlagserie der Gäste mit 5:8 hinten. "Unsere Block- und Feldverteidigung war gut, aber es war noch so ein Abtasten, und es fehlte bei uns noch der Ertrag aus dem Angriffsspiel", berichtete Schön, "aber eine Serie von Tobias Thiel brachte mit fünf Punkten in Folge die Wende zur 18:17-Führung". Die Krifteler stellten ihre Schwächen immer konsequenter ab und behaupteten bis zum Ende ihre Führung. "In allen drei Sätzen haben wir zunächst einen Satzball mit einem Aufschlagfehler vergeben", erklärte der Krifteler Trainer, "glücklicherweise konnten wir in den ersten beiden Sätzen gleich den nächsten Satzball nutzen".

Im zweiten Durchgang begannen die Krifteler mit einer 4:0-Führung. "Dann haben wir etwas konfus agiert, hatten keine gute Platzaufteilung mehr und lagen mit 7:10 zurück", erklärte Schön, "mit mehr Sicherheit haben wir auch hier die Fehler abgestellt und nach einem harten Kampf gewonnen". Beim 13:14 gelang Kriftel der erste Anschluss, beim 16:16 der Ausgleich und beim 20:19 die erste Führung, die die Gastgeber auf 22:19 ausbauten. Wieder nutzten sie den zweiten Satzball zum 25:23. Mit der 2:0-Satzführung lief es im dritten Durchgang richtig gut. Nur beim 3:2 führten die Gäste, nach dem 6:6 lagen aber nur noch die Krifteler vorne, die sich über 9:6 auf 16:10 absetzten und die Gäste zu einer Auszeit zwangen, nachdem sie den Ballwechsel zuvor nach einem langen Hin und Her für sich entschieden hatten. Noch einmal kam Mimmenhausen auf 13:16 heran, ehe Schön die Auszeit nahm und die Gäste einen Aufschlagfehler machten. Danach setzten sich die Krifteler auf 21:14 ab und verwandelten kurz darauf ihren vierten Matchball zum 3:0-Sieg. "Da haben wir fehlerfrei gespielt, sehr schnörkellos mit vielen klaren Aktionen", resümierte Tim Schön nach dem 79-minütigen Spiel, "da haben wir ziemlich stark gespielt und endlich wieder drei Punkte geholt".

Kriftel: Tobias Thiel, Sebastian Ruhm, Florian Bonadt, Marius Büchi, Jannik Weber, Nils Kreitling, Cedric Braetsch, Florian Ruhm, Fabian Däke, Felix Blume, Florentin Richter, Victor Breburda. vho

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