Sie kämpften bis zum letzten Ball: Die Krifteler Tobias Thiel (von rechts) und Florian Bonadt zeigten wie ihre Teamkollegen eine beherzte Leistung gegen den Erstligisten TSV Haching-München und verpassten nur knapp einen Satzgewinn. FOTO: marcel lorenz
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Sie kämpften bis zum letzten Ball: Die Krifteler Tobias Thiel (von rechts) und Florian Bonadt zeigten wie ihre Teamkollegen eine beherzte Leistung gegen den Erstligisten TSV Haching-München und verpassten nur knapp einen Satzgewinn.

VOLLEYBALL

Kriftel schlägt sich wacker

  • Volker Hofbur
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Beim 0:3 im DVV-Pokal gegen Haching war mehr drin

Kriftel -Die Volleyballer der TuS Kriftel sind im Achtelfinale des DVV-Pokals ausgeschieden. In eigener Halle unterlagen sie in einer unter den Corona-Bedingungen (3G mit Maske) ausverkauften Halle dem Bundesliga-Schlusslicht TSV Haching-München nach knapp eineinhalb Stunden mit 0:3 (22:25, 25:27, 23:25).

"Wir haben ein besseres Spiel gemacht als zuletzt in Freiburg", war der Krifteler Trainer Tim Schön nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, bei der kurzfristig Kapitän Fabian Däke, Victor Breburda und Florian Ruhm krankheitsbedingt neben den verletzten Philip Büchi und Fynn Müller ausfielen. Und dennoch ließen sich die Krifteler nicht von zwischenzeitlich höheren Rückständen beirren und hätten vor allem in den ersten beiden Durchgängen auch einen Satzgewinn verdient gehabt.

Natürlich half da auch die Stimmung in der Halle, die die Mannschaft beflügelte. "Man merkte aber schon, dass wir da gegen Profis gespielt haben, auch wenn sie jünger als wir waren. Der Aufschlag-Druck von ihnen war höher als bei einem Zweitligisten", stellte Schön fest, "dazu sieht man in ihrer Spielanlage, dass sie wesentlich mehr trainieren als wir". Zu Beginn der Partie hatten die größer gewachsenen Gäste Vorteile, weil es ihnen die Krifteler mit einigen Fehlern in der Annahme und beim Abschluss zu leicht machten. So lagen die Gastgeber erst einmal mit 3:7 zurück, ehe sie unter Anfeuerung der eigenen Fans besser ins Spiel fanden, einige spektakuläre Abwehraktionen hatten und diese zu Punkten verwerteten. Beim 11:10 lagen sie erstmals wieder vorne und hielten den ersten Satz offen. Oft ermahnte Schön seine Schützlinge, mehr Ruhe in die eigenen Aktionen zu bringen. "Da haben wir zu viele Fehler gehabt." Die Hachinger hatten eine etwas geringere Fehlerquote. Das bescherte ihnen mit 25:22 die Satzführung.

Im zweiten Durchgang zeigten sich die Gastgeber von dem Rückstand unbeeindruckt. Als Zuspieler Tobias Thiel einen erfolgreichen Block zur 4:2-Führung setzte, feuerte er das gesamte Team an. Das zeigte Wirkung, denn die Krifteler behaupteten über weite Strecken des Satzes eine Führung. So verdienten sie sich auch die Satzbälle, konnten sie aber nicht verwerten. Der dritte Satzball ging gar mit einem Aufschlagfehler weg, während die in der Bundesliga noch sieglosen Hachinger etwas abgeklärter wirkten und gleich ihren ersten Satzball zum 27:25 und zur 2:0-Satzführung verwerteten.

Dieser Rückstand schien Wirkung zu zeigen bei den Gastgebern, bei denen man nun den Eindruck hatte, dass sie härter für ihre Punkte arbeiten mussten. Eine Aufschlagserie von Marius Büchi mit vier Punkten in Folge brachte noch einmal eine 14:13-Führung. Doch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters, der den Linienrichter überstimmte, brachte Kriftel kurzzeitig aus der Spur. Haching setzte sich auf 21:15 ab. Zwar konnten die Gastgeber, auch begünstigt durch Fehler der Gäste, noch zum 23:23 ausgleichen. Am Ende verpassten sie aber auch hier knapp den Satzgewinn, durften nach dem 0:3 aber den verdienten Beifall der Zuschauer für ein attraktives Spiel entgegennehmen.

Kriftel: Felix Blume, Florian Bonadt, Cedric Braetsch, Marius Büchi, Nils Kreitling, Tobias Thiel, Jannik Weber, Sebastian Ruhm, Florentin Richter, Markus Floren. Volker Hofbur

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