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Björn Fröhlich Wagenbach bezwang den Düsseldorfer Tran Le und siegte im Doppel.

Tischtennis

Die Krifteler liefern eine gute Partie gegen Tabellenführer Düsseldorf ab

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Das Spiel gegen den Meisterschaftsfavoriten verloren, aber eine ordentliche Leistung gezeigt und sich Respekt verdient. Der TuS Kriftel gelang gegen den TTC Champions Düsseldorf keine Überraschung, sie schlug sich aber wie im Hinspiel mit dem 4:9 achtbar.

Während Düsseldorf mit 23:3 Zählern an der Tabellenspitze der Regionalliga steht, liegt der Aufsteiger mit 3:21 Punkten weiter am Tabellenende, am Sonntag (18. Februar) geht es bei der TG Langenselbold weiter.

Die Vorrundenbegegnung in Düsseldorf haben die Krifteler Akteure noch gut in Erinnerung. Der Auftakt in die Regionalliga war trotz des 4:9 geglückt und brachte auch vom Gegner Lob ein. Auch aufgrund der Vormachtstellung des TTC Düsseldorf hatte Kriftel in der Partie nichts zu verlieren.

Der Start war nicht schlecht, immerhin gelang durch Fröhlich Wagenbach/Stockhofe ein hartumkämpfter Fünfsatz-Erfolg gegen Tran Le/Halcour. Beim 4:11, 11:7, 10:12, 16:14, 11:6 hatten sie knapp die Nase vorn. Mehr sprang in den Doppeln aber nicht heraus. Tobias Schneider/Voss verloren mit 0:3, Christian Schneider/Schlicht kurz darauf mit 1:3.

Eine bemerkenswerte und zugleich kuriose Begegnung gab es im ersten Einzel, als sich Björn Fröhlich Wagenbach mit 3:2 gegen den starken Tran Le durchsetzte. In der Vorrunde war Kriftels Spitzenspieler ohne Satzgewinn geblieben, diesmal startete er furios in die Partie und sah beim 11:7, 11:6, 9:3 wie der sichere Sieger aus. Sein Gegner spielte nun „alles oder nichts“. Das Risiko wurde belohnt, der Düsseldorfer fand in die Partie und glich aus. Beim Stand von 12:11 hatte Fröhlich Wagenbach Matchball, den er mit einem Schmetterball zu verwandeln schien. Kurioser hätte es nicht kommen können: Der Ball ging während des Schlages kaputt, der Punkt wurde wiederholt. Fröhlich Wagenbach gab diesen Satz und den folgenden ab, bewies aber mentale Stärke. Im Entscheidungssatz behielt er mit 11:8 die Nerven.

Am Nebentisch war Mathias Stockhofe gegen Ausnahme-Akteur Chtchetinine beim 3:11, 1:11, 8:11 chancenlos, Tobias Schneider hatte die Möglichkeit, zum 3:3 auszugleichen. Gegen den erfahrenen Stepanek fehlte ihm bei der Fünfsatz-Niederlage nur ein Quäntchen. Christian Schneider hielt gegen Wagner auch gut mit, beim 1:3 war sein Kontrahent etwas zu stark.

So war es Martin Schlicht mit einer überzeugenden Vorstellung vorbehalten, den dritten Punkt zu holen. Beim 5:11, 11:9, 14:12, 11:9 gegen Halcour war er in den entscheidenden Phasen hellwach, ein Zeichen für sein – aufgrund seiner mit 4:0-Siegen makellosen Einzelbilanz in der Rückrunde – gestiegenes Selbstbewusstsein. Zwar gelang auch Ingo Voss gegen Leis ein Satzgewinn, mehr war aber nicht drin. Mit 6:3 führten die favorisierten Gäste nach dem ersten Durchgang.

Nun war die Zeit für die Revanche vom ehemaligen Europameister Chtchetinine gekommen. Vor fast 15 Jahren leitete er mit dem Auftaktsieg gegen Jörg Roßkopf im Mannschaftsfinale der Europameisterschaft im italienischen Courmayeur den Erfolg der Weißrussen gegen Deutschland ein, nun zeigte er in Kriftel mit dem 11:8, 11:6, 11:3 gegen Fröhlich Wagenbach seine ganze Klasse und rehabilitierte sich für eine seiner zwei Saisonniederlagen aus der Hinrunde. Der Krifteler zeigte ebenfalls eine gute Leistung, doch „diesmal habe ich die festen Bälle nicht getroffen. Zudem hat er fast fehlerfrei gespielt“, erkannte Fröhlich Wagenbach die Leistung seines Gegners an. Es war beeindruckend, mit was für einer Ruhe der Weißrusse immer noch in der Abwehr die Topspinbälle der Gegner mit viel Schnitt retourniert. Das Spiel war längst entschieden; nach dem 1:3 von Stockhofe gegen Tran Le stand es 3:8 aus Krifteler Sicht.

Ein Ausrufezeichen setzte aber Tobias Schneider, der sich dank einer starken Leistung mit einem 12:10 im fünften Satz gegen Wagner belohnte. Nach der 8:2-Führung in Durchgang fünf wurde es noch einmal knapp, am Ende behielt Schneider aber kühlen Kopf.

So kam Kriftel wieder zu vier Spielgewinnen, da am Nebentisch für Christian Schneider der ehemalige Senioren-Europameister Stepanek beim 1:3 etwas zu stark war. Die letzte Begegnung war auch wegen der attraktiven Spielweise von Stepanek sehenswert. Der Tscheche war nicht nur einmal beim Wechsel von der Abwehr in den Angriff auf den Tisch gesprungen, als er beim Erreichen des Balles etwas zu spät kam. Den Punktverlust musste er in Kauf nehmen, aber für Erheiterung sorgte Stepanek definitiv. Unzufrieden war Kriftel – im Gegensatz zum frustrierenden 1:9 zuletzt gegen Süchteln – nach dem 4:9 nicht. „Wir konnten den Zuschauern ein paar schöne Spiele zeigen“, so Mannschaftsführer Ingo Voss.

Kriftel: Björn Fröhlich Wagenbach (1), Mathias Stockhofe, Tobias Schneider (1), Christian Schneider, Martin Schlicht (1), Ingo Voss, Fröhlich Wagenbach/Stockhofe (1), T. Schneider/Voss, C. Schneider/Schlicht.

(bla)

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