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Limburgs Amerikaner Matt Ross ist von Triers Markus Zock (16) nicht zu stoppen.

2. Basketball-Regionalliga Südwest-Nord

Und als Krönung ein Buzzer-Beater-Dreier

Die Limburger Fans durften hochzufrieden die Halle verlassen: Ihre Baskets haben in überzeugender Manier gegen die „Gladiatoren“ aus Trier mit 100:76 (53:29) gewonnen und damit ihre Ambitionen, im Vorderfeld der 2. Basketball-Regionalliga Südwest/Nord mitzuspielen, untermauert.

VON DR. PETER KÖHLER

Auf die leichte Schulter genommen hat die Stallbohm-Truppe den Gegner nicht: Das war schon beim Einwerfen zu sehen, und so gingen auch Matt Ross und seine Teamkameraden voll konzentriert in das Auftaktviertel. Der Amerikaner erzielte die ersten beiden Punkte mit einem schönen Rückhandkorbleger. Danach war es Julius Zurna, der nach der nicht ganz geglückten Heimpremiere den Zuschauern zeigen wollte, dass er in seiner Zeit in Koblenz das Basketballspielen nicht verlernt hat: Ganze 13 Punkte steuerte er zum 19:0-Lauf seiner Mannschaft bei, dem die Trierer in dieser Phase einfach nichts entgegenzusetzen hatten. Es zeichnet die Gäste jedoch aus, dass sie auch mit einem so deutlichen Rückstand nie aufsteckten. Sie kamen danach auch wieder zu Korberfolgen, doch der fast schon obligatorische Stallbohm-Dreier zum Ende des ersten Viertels schraubte das Zwischenergebnis auf 29:13.

Gab es in den bisherigen Partien im zweiten Viertel jeweils einen Limburger Leistungsabfall, so war diesmal nichts davon zu spüren. Die Angriffsmaschine lief, schöne Ballstafetten mit teils artistischen Sprungeinlagen wurden mit Korberfolgen belohnt. Und jetzt trafen auch die anderen Baskets-Spieler, allen voran Deveidas Baika. Schon zwei Minuten vor der Halbzeit war die 50-Punkte-Marke erreicht, und mit dem Pausenstand von 53:29 war eigentlich alles entschieden.

Auch im dritten Viertel ging das muntere Dreierschießen weiter, Justin Stallbohm und Julius Zurna erzielten in den ersten beiden Minuten drei Distanztreffer in Folge. Und weil die Spielintensität auf Limburger Seite weiterhin hoch blieb, konnten die Baskets ihre Führung ausbauen. Mit einem Wahnsinns-Buzzer-Beater-Dreier von der Mittellinie erzielte Justin Stallbohm den rekordverdächtigen Zwischenstand von 80:47. Ein klein wenig nahmen die Gastgeber dann im Schlussviertel den Gang zurück – wobei auch die Trierer wieder ihren wenigen mitgereisten Fans mit schönen Aktionen Grund zum Jubeln gaben. Limburgs Coach Danny Stallbohm gab nun allen seinen Spielern Einsatzzeiten – und auch die von den Zuschauern lautstark geforderte dreistellige Korbanzahl wurde zwei Minuten vor Spielende von Deveidas Baika erreicht. Dass Trier dann doch noch auf 76 Punkte kam, war zu verschmerzen.

Überraschend haben Bensheim und Langen ihre Spiele in Koblenz beziehungsweise gegen Eintracht Frankfurt verloren: Damit ist nur noch der Tabellenführer aus Lich verlustpunktfrei, im Verfolgerfeld von fünf Mannschaften mit jeweils einer Niederlage liegen die Baskets wegen des Direktvergleichs an Position vier. Am Tabellenende: die beiden noch sieglosen Teams aus Bad Dürkheim und Trier.

Limburg: Deividas Baika 9 (1), Mantas Bernatavicius 4, Berkant Campinar, João Batista da Silva Eduardo, Kaan Kus 6, Anton Reusch 2, Matthew William Ross 33 (1), Justin Philip Stallbohm 19 (5), Julius Zurna 27 (3).

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