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Diese Hereingabe von Jason Schäfer (Dietkirchen, rechts) landet weder bei Freund noch bei Feind.

Fußball-Hessenliga

Der KSV-Joker tut den Dietkirchern weh

In der Fußball-Hessenliga hat der TuS Dietkirchen einen kleinen Rückschlag kassiert. Gegen den KSV Baunatal zog die Mannschaft von Trainer Thorsten Wörsdörfer beim 1:2 den Kürzeren und erlebte die erste Meisterschafts-Heimniederlage seit sage und schreibe eineinhalb Jahren.

VON PATRICK JAHN


TuS Dietkirchen – KSV Baunatal 1:2 (1:1). Dass es mit einem Unentschieden zur Pause in die Kabinen gehen sollte, hatten nach der ersten Viertelstunde wohl nur die wenigsten geglaubt. Baunatal war aggressiver, wacher, schlichtweg besser. Schon in den ersten Sequenzen hatte der KSV angedeutet, dass er unbedingt den „Dreier“ brauchte. Nach einer Ecke von Manuel Pforr köpfte Nico Schrader knapp am linken Winkel vorbei (3.), doch nur 120 Sekunden später sorgte dieselbe Kombination für das 0:1 (5.): Wieder war es Pforr, der von rechts geflankt hatte, im Zentrum hielt Nico Schrader – relativ unbedrängt – den Schädel hin und köpfte mit Hilfe des Innenpfostens ein. 

Dietkirchen hatte Glück, dass erneut Schrader nach langem Ball an Raphael Laux scheiterte (15.). Vielleicht war es „Fortuna“, vielleicht aber auch einfach Abgezocktheit, denn urplötzlich waren die Reckenforstler wieder da. Jason Schäfer behauptete sich gegen Maximilian Blahout und wurde von den Beinen geholt – Elfmeter. Eine Sache für TuS-Keeper Raphael Laux, der zum 1:1 verwandelte (17.). Jetzt waren die Hausherren im Spiel. Nach Freistoß von Kevin Kratz fand der mitaufgerückte Patrick Schmitt per Kopf im reaktionsschnellen KSV-Schlussmann Pascal Bielert seinen Meister (22.). Gegen Ende des ersten Durchgangs machten beide Teams noch einmal auf sich aufmerksam. Auf der einen Seite vereitelte Raphael Laux mit einem tollen Reflex das 1:2, als Manuel Pforr einen 16-Meter-Schuss von Patrick Krengel mit der Fußspitze noch entscheidend Richtung Tor brachte (37.). Auf der anderen Seite zeigte auch Baunatals Torwart Pascal Bielert bei einem Freistoß von Kevin Kratz aufs kurze Eck seine Klasse.

Nach einer guten Stunde strich Manuel Pforrs Volleyabnahme knapp am linken Pfosten vorbei (61.), noch gefährlicher wurde es nach einem Kopfball Daniel Borgardts, der eine Hereingabe von Patrick Krengel knapp über die Latte köpfte (67.). Die spielerische Komponente blieb auf der Strecke, intensiver Kampf war Trumpf. Hüben wie drüben war der lange „Hafer“ das probate Mittel. Und doch sorgte ein „Joker“ noch dafür, dass der KSV die Ernte einfahren sollte: Rolf Sattorov stand nach einer Kopfballverlängerung, bei der der Unparteiische auch durchaus auf Foulspiel hätte entscheiden können, goldrichtig, und nagelte das Spielgerät zum 1:2 in die Maschen (81.). Dass Dennis Leukel kurz vor dem Ende nach Zuckrigl-Flanke den Ball wunderbar mit der Brust mitnahm, dann aber freistehend viel zu harmlos abschloss (89.), passte ins Bild eines insgesamt doch verkorksten Dietkircher Nachmittags. 

Dietkirchen: Laux, Nickmann (90. Königstein), Hautzel, Kratz, Leukel, Müller, Zuckrigl, Schäfer (86. Granja), P. Schmitt, Bergs, Kuczok - Baunatal: Bielert, Künzel (46. Durak), Wolf, Üstün, Pforr, Möller, Schrader (77. Kardovic), Blahout, Borgardt, Krengel, Szczygiel (63. Sattorov) – SR: Haustein (Buseck) – Tore: 0:1 Nico Schrader (5.), 1:1 Raphael Laux (17./FE), 1:2 Rolf Sattorov (81.) – Zuschauer: 320.

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