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Kühne spürt das Kribbeln und „Wörsi“ hat die Haare schön

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Die Fan-Utensilien liegen bereit beim SV Rot-Weiß Hadamar und beim TuS Dietkirchen.
Die Fan-Utensilien liegen bereit beim SV Rot-Weiß Hadamar und beim TuS Dietkirchen. © Vereine/mor



Vorhang auf für die Play-offs der Fußball-Hessenliga! Ohne sich Abstiegssorgen machen zu müssen, greifen der SV Rot-Weiß Hadamar (14 Uhr gegen FSV Fernwald, in Niederhadamar) und der TuS Dietkirchen (16 Uhr beim 1. FC Erlensee) wieder in den Pflichtspielbetrieb ein. Während die Fürstenstädter möglichst lange ganz oben mitmischen möchten, hofft die Elf vom Reckenforst vor allem in den ersten Spielen auf Punkte, um den Spannungsbogen hochzuhalten.

SV Rot-Weiß Hadamar - FSV Fernwald. Beim Rückblick auf die Vorbereitungszeit bekommt SVH-Coach Stefan Kühne schon ein bisschen Bauchschmerzen: „Wir hatten gleich in der ersten Woche vier Corona-Fälle, was die Planung natürlich extrem erschwert hat. Auch wenn viele Testspiele abgesagt worden sind, haben wir das Beste aus der Situation gemacht und immerhin noch drei ordentliche Spiele absolviert. Jetzt ist aber die Vorfreude da. Für alle sind die Play-offs in dieser Form Neuland - wir haben zehn Endspiele.“

Dass nicht alles Neue auch immer gut ist, versteht sich von selbst. Beim Blick auf den Modus weiß auch der Ex-Profi, dass durchaus schnell Langeweile aufkommen könnte: „Wenn wir die ersten beiden Spiele verlieren, könnten die restlichen Aufgaben reinen Freundschaftsspielen gleichen. Dann kann es nur noch darum gehen, die Spitzenmannschaften ein bisschen zu ärgern.“ Und genau um diese durchaus denkbare Situation zu vermeiden, ist es dem Trainer umso wichtiger, erfolgreich zu starten, denn die Rot-Weißen haben den Anspruch, möglichst lange ganz oben mitzumischen. „Das ist ganz klar unser Ziel. Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, gibt sich Stefan Kühne angriffslustig.

Bei genauerer Betrachtung des ersten Widersachers, FSV Fernwald, weiß Stefan Kühne, was seine Mannschaft in den 90 Minuten umsetzen muss: „Wir müssen unser Spiel durchbekommen, konzentriert sein, sauberes Passspiel an den Tag legen und schnell nach vorne spielen.“ Beim 1:1 im Test vor gut drei Wochen hat der SVH-Cheftrainer zudem die Erkenntnis gewonnen, „dass Fernwald es sich verdient hat, in der Aufstiegsrunde dabei zu sein und im Spiel gegen den Ball sehr gut verschiebt“. Dennoch sei die Truppe von Trainer Daniyel Bulut „ein Gegner, den wir an einem guten Tag schlagen müssen“. Kurioserweise starten beide Teams mit dem identischen Torverhältnis von 13:18 in die Runde, wobei die Rot-Weißen sechs Zähler mehr auf der Habenseite aufweisen. Auch die Pflichtspiel-Statistik spricht für Hadamar: Aus fünf Partien gab es viermal einen Erfolg, nur einmal gingen die Punkte an die Gießener. Bis auf Jerome Zey, der noch einige Wochen ausfallen wird, ist der Kader komplett. - Redaktionstipp: 3:1.

1. FC Erlensee - TuS Dietkirchen. „Ich war extra beim Frisör“, frotzelt TuS-Trainer Thorsten Wörsdörfer vor dem Auftaktspiel beim 1. FC Erlensee - zweifelsfrei das Duell zweier Überraschungsteams, das es im Übrigen in Hessens Belétage noch nie gegeben hat. Die Vorfreude ist groß, demnach ist es dem Coach auch wichtig, gut zu starten: „Die ersten Spiele sind richtungsweisend, sonst steht ziemlich schnell fest, dass es für uns um nichts mehr geht.“ Doch selbst wenn es so kommen sollte, hat „Wörsi“ eine klare Botschaft an seine Männer: „Ich will nicht hören, dass wir keinen Druck haben. Den haben wir, denn wir wollen jedes Wochenende drei Punkte holen, um den Spannungsbogen hochzuhalten. Die Mannschaft soll sich weiterentwickeln und so viele Erfolge wie möglich mitnehmen. Die Jungs haben Charakter, deswegen stehen wir jetzt da, wo wir stehen.“

In der Winter-Vorbereitung war beim TuS, im Vergleich zu vielen anderen Vereinen, nahezu alles glatt verlaufen. „Wir hatten zum Glück nicht viele Corona-Fälle, was aber auch dem sehr verantwortungsbewussten Handeln der Spieler geschuldet war. Wir konnten optimal trainieren und auch viele Testspiele bestreiten.“ Dass diese - abgesehen vom ganz starken 3:0 gegen den FC Eddersheim - nicht wirklich optimal verlaufen sind, hat für Thorsten Wörsdörfer einen einfachen Grund: „Anders als sonst im Mai oder Juni hatten wir unseren Saisonhöhepunkt schon im Dezember. Wir müssen quasi mitten in der Runde wieder hochfahren. Vielleicht hat in den Testspielen auch deshalb ein Stück weit die Motivation gefehlt.“

Damit dies in Südhessen nicht passiert, fordert der Trainer: „Wir wollen genauso kompakt spielen wie gegen Eddersheim. Dennoch sehe ich uns als Außenseiter, denn Erlensee spielt einen sehr offensiven Fußball und ist die Überraschungsmannschaft schlechthin. Dort haben alle Neuzugänge voll eingeschlagen.“ Die Langzeitverletzten Raphael Laux, Nicola Meloni, Mario Dietrich und Patrick Kuczok fehlen nach wie vor, und auch Jonathan Mink wird nicht mitwirken können. Sollte auch Torwart Max Gotthardt ausfallen, stünde „Geheimwaffe“ Sebastian Bouillon für sein Hessenliga-Debüt parat. - Redaktionstipp: 2:2. PATRICK JAHN

Starttabelle der Hessenliga-Aufstiegsrunde

SV RW Hadamar - FSV Fernwald Sa. 14:00

Hessen Dreieich - SGB Fulda-Lehnerz Sa. 15:00

SC Waldgirmes - Eintr. Stadtallendorf Sa. 15:00

FC Erlensee - TuS Dietkirchen Sa. 16:00

FC Eddersheim - SV Neuhof So. 15:00

1. Eintr. Stadtallendorf 8 5 2 1 18:7 17

2. FC Eddersheim 8 4 1 3 15:11 13

3. SGB Fulda-Lehnerz 8 4 1 3 13:13 13

4. SV RW Hadamar 8 4 1 3 13:18 13

5. Hessen Dreieich 8 4 0 4 15:15 12

6. SC Waldgirmes 8 3 2 3 17:15 11

7. FC Erlensee 8 3 2 3 12:12 11

8. TuS Dietkirchen 8 2 2 4 15:16 8

9. FSV Fernwald 8 1 4 3 13:18 7

10. SV Neuhof 8 2 1 5 9:15 7

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