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Erhofft sich deutlich ruhigere 90 Minuten als am letzten Sonntag: Christopher Strauch, Torwart des SV Rot-Weiß Hadamar, war angesichts von fünf Gegentreffern in Fernwald nicht rundum glücklich.

Fußball-Hessenliga

Kühne will kein zweites Defensiv-Desaster

In der Fußball-Hessenliga freut sich der SV Rot-Weiß Hadamar zum zweiten Mal auf Flutlichtflair: Am Freitagabend, 19.30 Uhr, geht es für die Mannschaft von Trainer Stefan Kühne an der Faulbacher Straße gegen den FC Eddersheim. 

VON PATRICK JAHN

Einmal tief durchatmen, hieß es am letzten Sonntag im Lager der Fürstenstädter. Das verrückte 6:5 beim FSV Fernwald bedeutete für die Spieler von Trainer Stefan Kühne den ersten (so wichtigen) Sieg. Dennoch war der Coach des SV Rot-Weiß Hadamar nicht wirklich zufrieden: „Auch wenn es für die Zuschauer ein Spektakel war, hätten wir den Gegner nicht zum Toreschießen einladen dürfen. Wir haben im Training darüber gesprochen und daran gearbeitet.“ 

Mit dem Freitagsgegner, dem FC Eddersheim, lassen sich beim Blick auf die ersten beiden Spiele Parallelen ziehen. Sowohl Hadamar als auch Eddersheim sind mit drei Punkten in die Saison gestartet. Beide Mannschaften hatten es in ihren Partien bislang ausschließlich mit Aufsteigern zu tun. Während der SVH gegen Dietkirchen verlor (0:1) und Fernwald besiegte (6:5), kassierte der FCE bei Rot-Weiß Walldorf (2:3) eine Pleite, rehabilitierte sich dann aber gegen den SV Neuhof (5:0) gewaltig. Beim Blick auf den Widersacher weiß Stefan Kühne: „Sie haben für die Hessenliga einen sehr guten Kader. Die größte Stärke ist sicherlich das Umschaltspiel in die Offensive. Da dürfen wir uns keine Fehler im Spielaufbau leisten.“

Zweifelsfrei hat Kühne mit dieser Annahme recht, denn mit Turgay Akbulut und Christopher Krause verfügen die Kicker aus dem Main-Taunus-Kreis über sehr torgefährliche Akteure. Auch wenn in der letzten Saison beide Partien gegen den Kontrahenten verloren wurden, sind die Hadamarer guter Dinge für die anstehenden 90 Minuten. In puncto Erwartungshaltung an seine Spieler hat Stefan Kühne eine klare Forderung: „In der Offensive sollen die Jungs da weitermachen, wo sie in Fernwald aufgehört haben. Defensiv erwarte ich aber, dass wir gut arbeiten, kompakt stehen und es dem Gegner deutlich schwerer machen, Tore gegen uns zu erzielen.“ 

Am Kader der Rot-Weißen wird sich allem Anschein nach nichts ändern. „Wir haben aus Fernwald zwar ein paar angeschlagene Spieler mitgebracht, bis zum Anpfiff dürften die Blessuren aber geheilt sein“, ist der Trainer optimistisch. Erfreulich: Mit Jean Bosco Makengo und Raymond Aschenkewitz haben gleich zwei Neuzugänge letzten Sonntag ihre ersten Pflichtspieltreffer erzielt. Wenn der dreifache Torschütze und Kapitän Jonas Herdering einen ähnlich guten Tag erwischt, sollten die Wunden von der 0:1-Derbyniederlage gegen den TuS Dietkirchen wohl endgültig geleckt sein.

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