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Leonardo Bianco (links) war maßgeblich an beiden Zeilsheimer Toren beteiligt. Dennoch ging seine Mannschaft in Fernwald am Ende leer aus.

Verbandsliga-Mitte

Kurzschluss nach dem Schlusspfiff

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  • Romina Kunze
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Für Viktoria Kelsterbach und Germania Schwanheim könnte es im Abstiegskampf brenzlig werden. Der SV Zeilsheim dürfte sich aus dem Aufstiegsrennen schon verabschiedet haben.

Keine Punkte gab es in der Verbandsliga Mitte für die drei Teams aus dem Main-Taunus-Kreis.

FSV Fernwald – SV Zeilsheim 3:2 (1:2). – Nach der ärgerlichen Niederlage platzte Dominik Reining der Kragen. Der Zeilsheimer Torwart schlug nach dem Schlusspfiff den Ball weg und sah dafür die Gelb-Rote Karte. „Der Frust saß bei allen Zeilsheimern tief“, versuchte sich Peter Strauch in einer Erklärung. Der Vorsitzende des SV hatte also ansatzweise Verständnis für seinen Keeper. Beim 0:1 von Andre Marius Joerg war Reining machtlos (3.). „Da hat die gesamte Mannschaft noch geschlafen“, kritisierte Strauch. Erst später fanden die Gäste in die Partie und bestimmten das Geschehen auch. Leonardo Bianco traf in der 36. Minute mit einem gefühlvollen Schuss zum 1:1 in den Torwinkel. Keine drei Minuten später kam das Spielgerät über Raffael Grigorian wieder zu Bianco. Und wieder bewies die einzige Spitze viel Gefühl – sein Heber wäre wohl auch ohne das Zutun von Danny Fischer ins Tor gesprungen. Der Fernwälder war aber als Letzter am Ball und fabrizierte somit ein Eigentor. Malte Simon schockte die Amstätter-Elf dann in der 50. Minute mit dem 2:2. Im Gegenzug hätte Bianco das 3:2 markieren können, sein Schuss streifte aber nur die Latte. So reichte den engagierten Hausherren ein Schlenzer von Helmut Schäfer ins lange Eck zum Sieg (80.).

SSV Langenaubach – Viktoria Kelsterbach 3:1 (1:1). – „Fußball ist Kopfsache und in so einer Phase fehlt einem dann einfach die Überzeugung, dass man nach sieben sieglosen Spielen in der Fremde gewinnen kann“, sagte Viktoria-Trainer Ralf Horst, „dabei sind wir so gut ins Spiel reingekommen.“ Dominic Machado besorgte schon in der achten Minute die Führung. Philipp Langelotz hatte den Ball erlaufen und das 1:0 eingeleitet. Dann übernahm aber der Gegner das Kommando. Weil sich die Abspielfehler bei der Viktoria häuften, war das 1:1 zur Pause für den Gästecoach „okay“. Abbas Attia profitierte von einem Kelsterbacher Ballverlust und glich in der 27. Minute aus. Zwar war Horsts Team nach dem Seitenwechsel wieder spielbestimmend, aber Machado scheiterte mit einem 16-Meter-Schuss am stark reagierenden SSV-Schlussmann Jens Weber. „Ein Doppelschlag hat uns dann das Genick gebrochen“, ärgerte sich der scheidende Viktoria-Übungsleiter. Weil seine Spieler die Zweikämpfe in der 65. und der 70. Minute nicht mit der letzten Konsequenz führten und deswegen verloren, ließen Sebastian Schneider mit dem 2:1 und wieder Attia mit dem Treffer zum Endstand das Pendel mit ihren Treffern zugunsten der Hausherren ausschlagen. „Davon haben wir uns nicht mehr erholt“, gestand Horst.

FV Biebrich – Germania Schwanheim 1:0. – Das taktische Konzept von Gästetrainer Tomas Pelayo, erst einmal abwartend und defensiv diszipliniert zu agieren und auf Konter zu lauern, ging zunächst auf: Die Hausherren bissen sich am Schwanheimer Defensivbollwerk zumeist die Zähne aus. Einzig Okun Zer hatte eine vielversprechende Gelegenheit, Fabio Begher parierte aber den Kopfball (42.). Auf der Gegenseite versuchte sich zwei Minuten Aaron Müller, doch sein Schuss ging vorbei. Erst nach gut einer Stunde, entschlossen sich beide Teams mehr Risiko zu gehen und legten den Vorwärtsgang ein. Die sich dadurch öffnenden Räume wussten die Hausherren jedoch besser zu nutzen: Julian Gerwalt traf erst noch die Latte (70.), ehe Zer im zweiten Versuch gegen Begher die Partie für Biebrich entschied (82.).

(awo,rku)

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