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Mercedes Platz vor der Eröffnung

BV 77 Frankfurt

Bowling: Bahnen bereiteten dem BV 77 Frankfurt Schwierigkeiten

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Der vorletzte Bundesliga-Spieltag brachte Verschiebungen in der Tabelle, aber noch keine Entscheidungen. Blau-Gelb Frankfurt kämpft nun beim Abschluss in Berlin um den Klassenerhalt.

In Bamberg wollten die Bowlerinnen des BV 77 Frankfurt den Angriff aufs Treppchen starten. Am Ende blieben sie aber hinter den Erwartungen zurück. Mit nur vier gewonnenen Partien und lediglich sechs Bonuspunkten mussten sie sich mit einem Mittelfeldplatz begnügen. Nur einen Punkt dahinter landete der BC Blau-Gelb Frankfurt, der sich dem rettenden Ufer bis auf einen Punkt nähern konnte. Die ohne ihre Spitzenspielerin Lea Degenhardt angereiste FTG musste wie erwartet kleinere Brötchen backen.

Bahnen machten Schwierigkeiten

Auf den ersten Blick schienen die Bahnen in Bamberg mit der darauf angebrachten Ölung recht einfach bespielbar zu sein – doch dem war nicht so. Allein die Tatsache, dass nur fünf Spielerinnen einen Schnitt von jenseits von 200 Pins erzielen konnten, sagt alles über die Schwere der Bahnen aus. „Die Bahnverhältnisse auf der rechten und linken Seite der Anlage waren völlig unterschiedlich. Rechts konnte man erkennen, was man tun muss, um besser zurechtzukommen. Links hingegen war viel mehr Öl drauf, die Bahnen waren wesentlich schneller“, beschrieb Michaela Göbel-Janka vom BV 77 Frankfurt die hohen Anforderungen, die manchen Spielerinnen zum Verhängnis wurden. Ganz hart erwischte es ihre Teamkollegin Jeannine Barth (Schnitt 172,56 Pins), die auf den linken Bahnen die beiden letzten Begegnungen mit für eine Leistungssportlerin ganz schwachen 133 und 126 Pins beendete. „Es war zum Verzweifeln. Jeannine hat den Ball gewechselt, die Position auch, aber nichts hat geholfen.“, so Göbel-Janka (188,44). Normalerweise hätte man ausgewechselt, doch der BV 77 war ohne Ersatzspielerin angereist. Andrea Bristot fiel aus Krankheitsgründen aus, Martina Beckel hatte andere Verpflichtungen. So mussten auch Claudia Sawicki (192,89) und Alexandra Filor (186,11) durchspielen.

Zu viert auskommen musste auch der BC/FTG Frankfurt . Es fehlten nicht nur Lea Degenhardt und Jaqueline Wagener, die in der Gesamtrangliste der Liga die Plätze sieben beziehungsweise 15 belegen. Saskia Schutte (193,00), Tina Kirsch (183,89), Shirley Lazar (182,22) und Lena Wahl (167,66) gewannen fünf der neun Partien. Sie fielen in der Tabelle zurück und haben nun noch zehn Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Es fehlt an Tempo

Der BC Blau-Gelb Frankfurt spielte solide, musste aber wie auch an den vorherigen Spieltagen der fehlenden Erfahrung im Oberhaus Tribut zollen. „Wenn Teams, die jahrelang oben mitmischen, in Rückstand geraten, wissen sie sofort, was sie ändern müssen. Wir lassen uns in solchen Situationen schnell herunterziehen“, erklärte dazu Mannschaftsführerin Uta König.

Was die Anzahl der Siege anlangt, wäre der Neuling konkurrenzfähig. In Bamberg gab es zunächst vier Siege aus fünf Begegnungen. Dann ging es bergab. Das Problem ist der zu niedrige Ergebnis-Schnitt. Die fünf Bonuspunkte für den sechsthöchsten Schnitt waren das Maximum, das in der laufenden Saison erreicht wurde. Das liegt an der latenten Räumschwäche. „Uns fehlt oft das Tempo, was zu Fehlwürfen führt. Es ist nicht so, dass wir es nicht beherrschen würden. Ich glaube, dass es Nervösität ist“, meint König (183,11). Die Besten im Team waren Kanittha Pohl (187,57) und Cornelia Weitzel (187,00). Petra Schmidt spielte 181,00, Klaudia Wolf 177,44.

Entscheidung in Berlin

Die Entscheidungen werden nun alle am letzten Spieltag fallen. Die Bundesliga-Teams treffen sich am 23./24. Februar in Berlin Wedding. Im Kampf um die Meisterschaft liegt Radschläger Düsseldorf nur noch einen Punkt vor dem BSC Kraftwerk Berlin. Will der BV 77 Frankfurt den angestrebten Platz auf dem Treppchen erreichen, muss nicht nur Bremen distanziert werden, sondern auch noch der Ein-Punkt-Rückstand auf den VfL Wolfsburg gut gemacht werden.

Der Abstieg der Roma Bowlers aus Jena ist besiegelt. Doch wer begleitet die Thüringer in die Zweite Bundesliga? Der BC Blau-Gelb Frankfurt hat die schlechtesten Karten. Dass der Neuling an Regensburg bis auf einen Punkt herankam, lag hauptsächlich daran, dass das Team von der Donau in Bamberg auf zwei starke Spielerinnen verzichten musste. Da Tanja Theissen die Chefin der Bahn in Wedding ist, wird sie mit Sicherheit die Regensburger verstärken.

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