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1. FFC Frankfurt II gegen SV 67 Weinberg

1. FFC Frankfurt II

Die Lage spitzt sich zu

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Eine Leistungssteigerung nach der Pause reicht den Frankfurterinnen nicht, um die fünfte Saisonniederlage in der 2. Liga abzuwenden. Trainerin Kulig redet sich in Rage.

Die Zweitliga-Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt II haben die Chance, sich noch in diesem Jahr aus der Gefahrenzone zu befreien, gründlich vermasselt. Auf dem Kunstrasen am Brentanobad unterlag der FFC dem fränkischen Konkurrenten SV Weinberg 1:3 (0:3) und fiel auf den zwölften Rang zurück. Dass sich die Lage 2018 noch verbessert ist unwahrscheinlich, denn in ihrem letzten Match des Jahres treten die Schützlinge von Trainerin Kim Kulig am kommenden Sonntag im Duell der U 20-Teams beim Spitzenreiter an, der Reserve des deutschen Meisters VfL Wolfsburg.

Die Frankfurterinnen konnten zwar erstmals wieder auf die von der WM zurück gekommene U 17-Nationalspielerin Madeleine Steck, die ins Team zurück gekehrte Kosovo-Nationalspielerin Valentina Limani sowie die in der „Ersten“ nicht eingesetzte Alexandra Emmerling zurückgreifen. Doch die Gäste übernahmen sofort die Initiative: In der zweiten Minute rettete für den FFC noch das Aluminium, wenig später köpfte Annika Kömm zum 0:1 ein (9.).

Der Gegner setzte mit einem starken Pressing und Zweikampfstärke im Mittelfeld die Hessinnen unter Druck, ließ sie nicht zur Entfaltung kommen und bestimmte die Partie, ohne viele zwingende Chancen zu besitzen. Wenn Weinberg jedoch in den Strafraum kam, gab es Alarmstufe eins. Zunächst erhöhte Kömm (31.), ehe Nina Heisel mit einer schönen Einzelaktion das 0:3 markierte nach einem Frankfurter Ballverlust im Mittelfeld (38.). „Eine Katastrophe“, bezeichnete Kulig die erste Halbzeit.

Nach der Pause änderte sich das Bild. Die Frankfurterinnen waren nun präsenter und gingen engagierter in die Zweikämpfe. Weinberg hatte über weite Strecken, mit Ausnahme einiger Standards, keine gefährlichen Offensivaktionen mehr zu bieten. Der FFC setzte mit präzise gespielten Bällen in die Spitze seine Stürmerinnen immer wieder gut in Szene: In der 52. Minute mündete ein derartiger Angriff zum 1:3. Die nach dem Seitenwechsel gekommene Chiara Hahn nutzte ihre Schnelligkeit und spitzelte den Ball vorbei an Torfrau Anja Treiber ins linke Eck.

Chancen, das Anschlusstor zu markieren, gab es noch einige. Hahn dribbelte sich durch die Abwehr des Gegners, doch ihr Schuss wurde geblockt (56.). Ein Schuss aus der zweiten Reihe ging knapp am Tor vorbei (65.), dann konnte die Weinberger Defensive in letzter Sekunde gegen Hahn (76.) und Limani (86.) retten. „Wenn man die Qualitäten nicht über 90 Minuten auf den Platz bringt, reicht es am Ende nicht mehr – darüber brauchen wir uns nicht zu wundern, das haben wir uns selbst eingebrockt“, betonte Kulig.

FFC Frankfurt II: Erichsen – von Drigalski (87. Berg), Steck, Engel, Walaschewski – Scharly (77. Artin), Czaplicki, Biermann, Emmerling (46. Hahn) – Limani, Krawczyk. – SRin: Steinke (Tönisvorst). – Zuschauer: 85. – Tore: 0:1 Kömm (9.), 0:2 Kömm (31.), 0:3 Heisel (38.), 1:3 Hahn (52.).

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