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Gibt am Brentanobad nicht die Richtung vor: Lars Schmidt.

Rot-Weiss Frankfurt

Lars Schmidt muss gehen

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Zwei Spieltage vor dem Saisonende haben die Fußballer von Rot-Weiss Frankfurt Platz zwei in der Verbandsliga Süd und damit die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Hessenliga sicher – aber keinen Trainer mehr.

Während es auf der Internetseite des Vereins heißt, der Trainer sei zurückgetreten, gab Pressesprecher Ebbi Ditter die Entlassung von Lars Schmidt bekannt. Wahrscheinlich ist das reine Auslegungssache. Laut Ditter kamen Präsident Ottmar Klauß und der 49 Jahre alte Ex-Profi Schmidt in ihrem Gespräch übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass es so wie zuletzt nicht mit großen Erfolgsaussichten weitergehen kann. „Man kam einvernehmlich zu dem Schluss, dass etwas nicht stimmt. Die Mannschaft war im Vergleich zur Hinrunde zuletzt ja nicht wiederzuerkennen. Der Trainer wollte früh genug Platz machen, damit der Verein noch reagieren und die wichtigen Aufgaben der nächsten Tage und Wochen angehen kann“, erläuterte Ditter.

Wie es nun weiter geht, stand zumindest bis zum heutigen Mittwoch in den Sternen. Co-Trainer Karlo Wöll muss wie Schmidt gehen, der Trainer der Zweiten Mannschaft Bayram Mechmet ist mit seinem Team bereits am Saisonende angekommen und damit mit seinem Engagement bei den „Roten“ eigentlich durch – er hatte in den vergangenen Tagen seinen Abschied verkündet. Zumindest gestern war er laut Klauß aber doch dafür vorgesehen, das Training zu leiten. Und ebenfalls laut dem Vereinsoberhaupt wird es bis zu den Aufstiegsspielen eher keine externe Lösung geben. „Einen neuen Trainer werden wir so schnell nicht aus dem Hut zaubern“, sagte er.

Nicht verwunderlich wäre es, wenn man sich am Brentanobad an das Ende der vergangenen Saison erinnerte, als die „altgedienten“ Rot-Weiss-Spieler Niko Arnautis und Zissis Petkanas das Team zu vier Siegen in vier Spielen und so fast noch in die Relegation geführt hatten. Ein Problem gibt es da aber doch: Während Petkanas noch bis zuletzt in der Zweiten Mannschaft gespielt hat, ist Arnautis als Co-Trainer bei der U17-Bundesligamannschaft von Eintracht Frankfurt engagiert. Wobei: Die Saison dort ist bereits zu Ende. Klauß äußerte sich zu möglichen Personalien zwar nicht, schloss aber einen Lösung „aus der Mannschaft heraus“ auch nicht aus.

(rst)

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