Volleyball-Oberliga

Laura Schulz sorgt für Klarheit

Das Spitzenduo siegt im Gleichschritt, lässt aber mit 3:2-Siegen jeweils Federn – drei Spiele vor Oberliga-Rundenschluss.

Eine echte Zitterpartie entschieden die Volleyballdamen des SSC Bad Vilbel II in der Oberliga Hessen gegen die TG Naurod letztlich knapp mit 3:2 (25:19, 20:25, 19:25, 27:25, 15:8) für sich. Wenn es auch für den Tabellenzweiten nur zwei Punkte für diesen Sieg gab, so änderte sich am Vier-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter 1. VC Wiesbaden III dennoch nichts – der musste tags darauf gegen Schlusslicht HVV-Auswahl ebenfalls mit einem 3:2 (25:15, 24:26, 25:17, 16:25, 15:10) zufrieden sein. Noch drei Spieltage stehen an.

Der SSC war gegen Naurod mit Pia Nau (Zuspiel), Linda Feil und Laura Schulz (Außen), Christina Jadatz, Ruth Wagner (Mitte), Hannah Knopp (Diagonal) und Lilia Heinrich als Libera gestartet – besser als ihr Gegner. Nach einer Aufschlagserie von Pia Nau hieß es 4:0. Mit druckvollen Aufschlägen und starken Angriffen setzten sie Naurod unter Druck und hatten den Satz nach nur 22 Minuten mit 25:19 entschieden.

Mit gleichem Druck sollte es dann weitergehen, aber nun war die TG Naurod das bessere Team. Auf Vilbeler Seite schlichen sich Eigenfehler im Aufschlag ein, im Angriff kam man nicht mehr so gut durch. Zugleich hatte der SSC mit druckvollen Nauroder Aufschlägen zu kämpfen. Man lief durchweg einem Rückstand hinterher. Auch ein Wechsel auf der Außenposition (Andrea Craatz für Linda Feil) brachte nicht die erhoffte Wirkung. Der Satz ging mit 20:25 verloren.

Für den dritten Durchgang sollte durch den Wechsel auf der Zuspielposition (Daniela Fritsch für Pia Nau) frischer Wind ins SSC-Spiel kommen. Das aber gelang nicht recht. Naurod machte immer mehr Druck und brachte die Vilbelerinnen mit starker Abwehrleistung immer wieder zum Verzweifeln. Wieder lief der SSC ständig einem Rückstand hinterher. Zwar konnte man durch eine Aufschlagserie von Hannah Knopp noch einmal aufholen, am Ende reichte es aber nicht mehr – 19:25 und 1:2.

SSC-Trainer Michael Straub stellte nun um. Mittelblockerin Ruth Wagner wechselte auf die Außenposition, auf der bis dahin nicht genug Druck aufgebaut worden war. Auf der Mittelposition kam Lisa Hornung ins Spiel. Die Fans spürten, dass ihr Team angefeurt werden musste und griffen zu den Trommeln. Es sollte sich der spannendste Satz des gesamten Spiels entwickeln. Bad Vilbel lag mit 22:24 hinten, wehrte dann zwei Matchbälle ab. Beim 24:24 erkämpfte sich Naurod den dritten Matchball – auch diesen konnten die SSC-Mädels grandios abwehren. Im nächsten Ballwechsel hatten dann die Vilbelerinnen das bessere Händchen und erkämpften sich beim 26:25 den Satzball. Es gab nun noch einmal einen Wechsel auf der Aufschlagposition (Daniela Heyer für Christina Jadatz), und der zahlte sich aus. Der Aufschlag hatte genug Druck, um die Nauroder Annahme wackeln zu lassen. Diese ging nicht perfekt zur Zuspielerin, das Notzuspiel wurde als „technischer Fehler“ abgepfiffen. In letzter Sekunde hatte sich der SSC das 2:2 und damit einen Tiebreak erkämpft.

Im fünften Satz ging es dann sehr schnell. Durch eine Aufschlagserie von Laura Schulz lag der SSC flugs mit 10:2 vorne. Naurod hatte den druckvollen Aufschlägen und Angriffen Bad Vilbels nicht mehr viel entgegenzusetzen. Bald schon hieß es 15:8 und 3:2 für den SSC, der damit Platz zwei gehalten hat.

SSC Bad Vilbel II: Andrea Craatz, Linda Feil, Daniela Fritsch, Lilia Heinrich, Daniela Heyer, Lisa Hornung, Christina Jadatz, Hannah Knopp, Pia Nau, Laura Schulz, Ruth Wagner, Katharina Weislogel. gg

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