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Jubel bei Franziska Chmurski (rechts) und den Pirates der TSG Ober-Eschbach.

Handball, 3. Liga Ost

Lebenszeichen von den Pirates: Schwarze Serie mit 29:27-Sieg gestoppt

Der Handball-Drittligist aus dem Taunus gewinnt 29:27 gegen Nieder-Roden. Es war der erste Sieg des dezimierten Kaders nach acht Spielen.

Statt der weißen Fahne, die bei den Drittliga-Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach zu Jahresbeginn beinahe gehisst worden war, weht seit Samstag wieder die Freibeuter-Flagge über der Albin-Göhring-Halle. Vor knapp 300 Zuschauern schlugen die Pirates die HSG Rodgau Nieder-Roden mit 29:27 (15:16) - der erste Sieg für das vom Abstieg bedrohte Team seit acht Partien. Zugleich überholte man den Gegner und verwies ihn auf den drittletzten Platz.

"Das hat uns allen richtig gutgetan", freute sich Lisa Lichtlein. Doch zunächst musste die TSG-Kapitänin mit ihrem Team einen Rückstand hinnehmen. Nach sieben Minuten hieß es 2:6. Die Köpfe gingen aber nicht nach unten, der Blick blieb aufs Wesentliche gerichtet. "Wir waren nicht nervös, haben nach den vergangenen Monaten ohnehin keinen Druck mehr verspürt", sagt Lichtlein, "stattdessen waren wir heiß aufs Spiel. Nach anfänglich zehn verworfenen Dingern wusste ich, dass es nicht so weitergehen wird."

In der 25. Minute konnten die Pirates erstmals in Führung gehen (13:12). Zwar blieb es bei dieser nicht bis zum Kabinengang nicht (Halbzeitstand 15:16), aber allen in der Halle, so Lichtlein, sei bewusst gewesen: "Da geht heute was." In der Defensive abgesichert durch die erneut starke Torfrau Yvonne Petek und im Angriff angeführt von der wurfsicheren Andrea Mertens lieferte man sich mit Nieder-Roden ein Kopf-an-Kopf-Duell. Nach vier Führungswechseln stand es in der 44. Minute 21:21. Dann stieß Ober-Eschbach den Bock um: Greta Bucher, Andrea Mertens, Gabriela Djini, Lena Rosenberg und nochmals Djini erhöhten innerhalb von sieben Minuten auf 26:21.

"Man spürte, dass die Mädels gebrannt haben", schwärmt Abteilungsleiterin Antje Salzer, "sie haben mit viel Leidenschaft gespielt und hochverdient gewonnen." Dass es auch Ballverluste und vergebene Chancen gab, trübte das Bild nicht. "Unser Trainer hat uns vorm Spiel gesagt, dass wir mit der richtigen Einstellung und ohne Angst auftreten müssen", verriet Lichtlein. Dieser Marschroute von Slobodan Jankovic folgte man, und so beschenkten die Pirates ihren neuen Steuermann nachträglich zum Geburtstag mit zwei Punkten. Der Coach feierte tags zuvor seinen "60.". Und alle gemeinsam feierten sie samstags den Befreiungsschlag.

Spielfilm:0:2 (2.), 2:6 (8.), 10:10 (17.), 14:14 (27.), 15:16 (30.), 19:20 (40.), 26:21 (50.), 28:26 (57.).

TSG Ober-Eschbach:Petek; Mertens (10/2), Rosenberg (4), Gehrke (4/1), Bucher (3), Lichtlein (3/1), Djini (2), Chmurski (2), Wäscher (1).

ROBIN KUNZE

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