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Max Lehl in Aktion: Das Wehrheimer Stabhochsprung-Talent schrammt bei den Deutschen U-18-Meisterschaften knapp an einer Medaille vorbei.

Leichtathletik

Max Lehl: Fürs Podest fehlt nicht viel

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Sein bestes Resultat auf nationaler Ebene erreicht U-18-Stabhochspringer Max Lehl von der TSG Wehrheim. Bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock waren eine Menge weiterer Talente aus dem Hochtaunus am Start.

Eine weite Anreise hatten die 121 hessischen Leichtathleten, die sich für die deutschen Jugend-Meisterschaften der Altersklassen U 20 und U 18 qualifizieren konnten. Zum Greifen nah war in Rostock eine Medaille für Max Lehl. Der U-18-Stabhochspringer von der TSG Wehrheim hatte sich in diesem Jahr auf starke 4,60 Meter gesteigert, war damit die Nummer drei der Meldeliste und gehörte zu den klaren Endkampfanwärtern im dreizehnköpfigen Feld.

Die beiden ersten Höhen (4,00 und 4,15 Meter) meisterte der Hessenmeister auch locker im ersten Versuch, die 4,30 dann im zweiten Durchgang, die 4,40 wieder auf Anhieb. Die 4,50 klappten erst im zweiten Versuch, was letztendlich den Ausschlag bei der Medaillenvergabe geben sollte. Da Ole Perske (SC Potsdam) und Jannick Voß (LC Hansa Stur) gleich im ersten Durchgang diese Höhe bezwangen, hatte Lehl einen Nachteil gegenüber den beiden Konkurrenten.

Auch eine Einstellung von Lehls persönlicher Bestmarke (4,60 Meter) hätte nicht zum Gewinn von Bronze gereicht. So blieb der vierte Platz zusammen mit Luca Jakob (TSV Tagesheim). Es siegte Joshua Fadire (TV Löhne) vor Ole Perske (SC Potsdam), der sich Silber mit Jannick Voß (LC Hansa Stur) teilte. Das Trio schaffte je 4,60 Meter.

Ein extrem enger Wettkampf, bei dem alle Springer mit dem ständig wechselnden und böigen Wind zu kämpfen hatten. „Ich hätte schon eine neue Bestleistung springen müssen, um eine Medaille zu holen. Das ist ein kleiner Trost. Rang vier bei einer DM ist auf jeden Fall mein bisher bestes Resultat auf nationaler Ebene“, fasst Gymnasiast Max Lehl seinen Wettkampf im hohen Norden zusammen.

Nicht richtig in die Spur fand die Wehrheimerin Viktoria Koletzko. Die A-Jugendliche (U2 0) hatte die DM-Normen über 100 und 200 Meter geknackt. Ähnlich wie beim Stabhochsprung litt der Sprint unter dem Wind. In den Vorläufen blies es den Sprinterinnen entgegen. Koletzko startete mit einer Bestzeit von 12,10 Sekunden, lief in Rostock aber nur 12,72 Sekunden. Zum Einzug in die nächste Runde wären 12,59 Sekunden nötig gewesen. Eigentlich eine machbare Zeit für sie, da alle Sprinterinnen in der ersten Runde ähnlich schlechte Bedingungen hatte. Auf die 200 Meter verzichtete die TSG-Athletin dann.

Einen starken Auftritt hatte dagegen Anna Schösser vom Königsteiner LV. Die U-18-Mittelstrecklerin war in ihrem Vorlauf über 1500 Meter immer im Bilde und gewann in 4:50,06 Minuten. Auch im Finale wurde nicht auf Tempo gelaufen. Schösser „taktierte“ auf 4:41,86 Minuten Rang fünf. Anne Burkardtova (auch KLV) war bei ihrer DM-Premiere im Vorlauf 4:59,29 Minuten unterwegs.

Über zwei Endkampfteilnahmen freite sich Lara Kohlenbach. Die U-18-Siebenkämpferin aus Königstein zog überraschen ins Finale über 100 Meter Hürden ein und wurde in 14,83 Sekunden Achte. Die identische Platzierung gab es für sie mit 5,61 Metern im Weitsprung. Teamkameradin Jette Priedemuth setzte in ihrem ersten U-18-Jahr ihr Vorhaben „Endkampfteilnahme“ um. Die Hammerwerferin markierte 52,56 Meter, war beste Hessin im 19-köpfigen Feld und wurde damit als DM-Siebte zur Siegerehrung gerufen.

Bei der älteren U 20 rannte Rachel Wittich (KLV) über 100 Meter Hürden gegen den Wind in 14,74 Sekunden ins Halbfinale, wo sie sich auf 14,65 Sekunden verbesserte, was aber nicht für die Endlauf-Quali reichte.

400-Meter-Läuferin Kira Wagemans (KLV) ging den Vorlauf etwas zu schnell an, so dass sie in 58,47 Sekunden ausschied. Auch Christian Brunnenberg (U 20/50,11) schaffte es nicht in die nächste Runde. Für U-18-Hürdenspezialist Aaron Heinz vom MTV Kronberg kam im Halbfinale nach 14,90 Sekunden das Aus. Für den Endlauf wären 14,67 Sekunden nötig gewesen. Deutlich besser sah es für ihn über die 200 Meter aus. In seinem Vorlauf trieb ihn ein zulässiger Rückenwind zur neuen Bestzeit von 22,24 Sekunden (zuvor 22,27). Im B-Finale wurde der MTVler dann in 22,52 Sekunden Achter. In der ersten Runde über 200 Meter war für Axel Vajc (HTG Bad Homburg/23,40) Endstation. jp

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