SC 80 siegt in Köln

Auf den letzten Drücker

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Auch im siebten Match seit Einführung des Play-off-Systems besiegten die „80er“ den ASV Köln. Doch erstmals musste der Favorit um den Erfolg bangen.

Es lief die letzte Minute. Timothy Manawatu schritt zur Tat, wie er das schon hunderte Mal in seiner Laufbahn als Rugbyspieler gemacht hat. Und der Neuseeländer traf per Strafkick zwischen die Stangen und sicherte dem SC 80 Frankfurt den 22:20 (12:0)-Saisonauftaktsieg beim ASV Köln. „Man kann zufrieden sein“, war Abteilungsleiter Christoph Trebbin die Erleichterung anzumerken.

Dabei hatte der 54-Jährige den Routinier Manawatu schon gar nicht mehr auf der Rechnung. „Wir hatten Ausfälle und Verletzte“, kommentierte Trebbin den Einsatz des 33-jährigen Assistenz- und Jugendtrainers, der nun doch „sporadisch“ mitwirken soll. Fest stehe inzwischen, dass seine neuseeländischen Landsmänner Henry Youngman, Jake McEwan und David Robinson-Polkey sich auch um den Frankfurter Nachwuchs kümmern, bestätigte Trebbin nun das, was vor Wochen noch für ihn als offen galt.

Robinson-Polkey gab als einziger aus diesem Trio in Köln sein Debüt. Und er trug dazu bei, in Abschnitt eins größtenteils die Spielkontrolle zu wahren. Diese verlor der SC 80 allerdings nach der Pause: Zum einen erhielt Mark Sztyndera, der abermals spät sein Bleiben an der Feldgerichtstraße kundtat, die Gelbe Karte (50.). Und zum anderen bekamen die Gäste kurz vor der Pause einen Versuch nicht anerkannt. „Wir konnten die Entscheidung nicht verstehen“, sagte Dritte-Reihe-Stürmer Benjamin Krimer, der „einen kleinen Bruch“ im Spiel seines Teams erkannte.

Die Rheinländer nutzten dies aus und gingen sogar nach 59 Minuten (17:12) und nochmals in der Endphase (20:19) in Führung. Doch Timothy Manawatu, der Erfahrenste und Versierteste auf dem Feld, sorgte für ein Frankfurter Happy End. „Ausbaufähig“ charakterisierte Krimer den ersten Auftritt. Eine Steigerung ist allerdings vonnöten, sonst könnte das erste Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den TSV Handschuhsheim unliebsam enden.

SC 80: Klinghammer (Tokgay), Wolter, Robinson-Polkey – Läpple, Rayan – Slattery, Krimer (5/Fubel), Josh Aiken – Guerrero (Baudler-Voigt) – Timothy Manawatu (10) – Mazare (5), Sztyndera, Sheehan (2), Lange (Behringer) – Anton Ewald.

(fri)

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