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Letztes Heimspiel - aber „Wörsis“ Abschied steht über allem

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Von: Marion Morello

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Emotionaler Moment vor dem Anpfiff: Ulrich Schmitt, Vorsitzender des TuS Dietkirchen (rechts), bedankt sich beim scheidenden Trainer Thorsten Wörsdörfer.
Emotionaler Moment vor dem Anpfiff: Ulrich Schmitt, Vorsitzender des TuS Dietkirchen (rechts), bedankt sich beim scheidenden Trainer Thorsten Wörsdörfer. © Patrick Jahn

In der Aufstiegsrunde der Fußball-Hessenliga hat der TuS Dietkirchen in seinem letzten Heimspiel der Saison – und zur offiziellen Verabschiedung von Trainer Thorsten Wörsdörfer und Spieler Marco Müller – mit 1:3 gegen Aufstiegsanwärter SG Barockstadt Fulda-Lehnerz verloren. Zehn üble Minuten im ersten Durchgang kosteten den TuS ein besseres Ergebnis.

TuS Dietkirchen – SG Barockstadt Fulda-Lehnerz 1:3 (0:3). Wer weiß, welchen Ausgang das Spiel hätte nehmen können, wäre der TuS Dietkirchen nach acht Minuten in Führung gegangen. Matteo Enders hatte Dennis Leukel per Hacke bedient, bei dessen Hereingabe war Robin Dankof einen Schritt zu spät gekommen und wurde geblockt. Vermutlich hätte ein Führungstor die eine oder andere Kopfbremse gelöst. Makulatur. Quasi im direkten Gegenzug klingelte es auf der anderen Seite: Patrick Schaaf hatte einen überragend getimeten Ball geschlagen, Marius Löbig setzte sich vielleicht nicht ganz regelkonform gegen Kevin Kratz durch, legte die Kugel uneigennützig quer, und Torjäger Dominik Rummel musste nur noch einschieben – 0:1 (9.).

Mit dem Gegentreffer starteten zehn – für die Schwarz-Roten schlimme – Minuten, in denen gar nichts ging, nein, sogar alles schief ging. Zunächst scheiterte Dominik Rummel mit seinem Drehschuss noch am aufmerksamen, sich verletzungsbedingt durchs Spiel schleppenden Keeper Raphael Laux (13.), der dann aber machtlos war: Leon Pomnitz’ scharfe Hereingabe lenkte Patrick Kuczok – zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder in der Startelf – unglücklich über den Schlussmann hinweg ins eigene Tor zum 0:2 (16.).

Dann war wieder Raphael Laux zur Stelle, als Marius Löbig abgeschlossen hatte (17.). Und wiederum nur 120 Sekunden danach lag die Kugel schon wieder im Netz: Nach einer Ecke köpfte Barockstadt-Kapitän Patrick Schaaf eigentlich recht harmlos Richtung Tor, doch der auf der Linie klären wollende Fabian Lengwenus wurde Opfer eines Platzfehlers, traf den Ball nicht – es hieß 0:3 (19.). Ab diesem Zeitpunkt schraubte der turmhoch überlegene Tabellenzweite zwei Gänge zurück, während bei Dietkirchen der Wille erkennbar war, sich wehren zu wollen. Gefährlich wurde es erst wieder in der Schlussminute, als Dominik Rummel freistehend zu hoch zielte (45.).

Nach Wiederbeginn änderte sich wenig; beide Teams boten „Sommerfußball“. Ein erster Abschluss des eingewechselten Max Zuckrigl – allerdings deutlich zu hoch angesetzt – meldete die Reckenforstler zumindest in der Offensive an. Fulda-Lehnerz investierte nicht mehr allzu viel, hatte binnen einer Minute allerdings zwei gute Gelegenheiten zum Ausbau, als Raphael Laux gegen Dominik Rummel parierte (70.) und bei einem Kopfball von Patrick Schaaf die Latte „Pate“ stand (71.). Immerhin: Vier Minuten vor Ultimo jubelte Schwarz-Rot, als Max Zuckrigl einen Eckball scharf Richtung Tor köpfte und Dennis Leukel den „Schädel“ hinhielt – 1:3 (86.).

Thorsten Wörsdörfer sagte nach Spielende: „Ich hätte es gerne gesehen, wenn wir in Führung gegangen wären. Nach den Nackenschlägen der letzten Wochen wäre das vielleicht die Möglichkeit gewesen, wieder Begeisterung zu entfachen. Dann bekommen wir das 0:1, wo meiner Ansicht nach im Vorfeld ein Foulspiel vorliegt. Das zweite Gegentor ist ein Eigentor, und beim 0:3 verhalten wir uns fast schon dilettantisch. Hut ab vor der zweiten Halbzeit, da haben wir Moral bewiesen. Im letzten Spiel wollen wir unbedingt drei Punkte, denn mit der Ausbeute sind wir alles andere als glücklich.“

Dietkirchen: Laux, Müller (82. Mink), Hautzel, Kratz, Leukel, Dankof, Bergs, Kuczok (67. Schmitt), Moritz (50. Zuckrigl), Enders, Lengwenus – Fulda-Lehnerz: Markovic, Tavares Ganime Bastos, Pecks, Wüst, Pomnitz (82. Müller), Reinhard (62. Göbel), Rummel (74. Trägler), Schaaf, Grösch, Löbig, Hillmann – SR: Metzger (Wolfhagen) – Tore: 0:1 Rummel (9.), 0:2 Patrick Kuczok (16., Eigentor), 0:3 Patrick Schaaf (19.), 1:3 Dennis Leukel (86.) – Zuschauer: 200.

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