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Sie werden ab Samstagabend nicht mehr zum Kader des SV Rot-Weiß Hadamar gehören (von links): Oliver Pandov, Mohamed Zouaoui, Alexander Schraut, Jann Bangert, Marius Löbig und Dennis Winter. Es fehlt: Yves Böttler.

Fußball-Hessenliga

Ein letztes Mal Vollgas

Zum Abschluss einer fantastischen Saison in der Fußball-Hessenliga reist der SV Rot-Weiß Hadamar am Samstag zum FC Ederbergland (Anstoß: 15 Uhr).

VON PATRICK JAHN

Nach der hektischen Zeit mit dem Rücktritt von Trainer Torsten Kierdorf ist es in den letzten Tagen doch deutlich ruhiger geworden um den SV RW Hadamar. Die Verantwortlichen sind auf der Trainersuche mit Stefan Kühne fündig geworden (siehe gesonderten Bericht). Kapitän und Interimscoach Jonas Herdering: „Die Stimmung in der Mannschaft ist nach wie vor sehr gut. Das 6:0 in Neu-Isenburg hat gezeigt, dass das Team gefestigt ist und sich auf das Wesentliche konzentrieren kann. Das Thema Torsten Kierdorf füllt nicht mehr so viel Raum wie noch vor zwei Wochen. Die Jungs sind erfahren genug, um zu wissen, dass bereits in fünf Wochen die Vorbereitung zur neuen Saison startet mit dem neuen Trainer und neu gemischten Karten.“

Nach dem letzten – spielfreien – Wochenende ließen es Herdering & Co. ein Stück weit gelassener angehen. Herdering: „Als Belohnung für die guten letzten Wochen haben wir nur zweimal trainiert. Trotzdem ziehen die Jungs super mit, und wir haben sehr konzentriert gearbeitet.“ Im Hinblick auf das nun anstehende letzte Saisonspiel, das wohl nur noch statistischen Wert hat, soll natürlich dennoch ein Sieg her.

Der FC Ederbergland befindet sich mit 20 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz und steigt in die Verbandsliga ab. Auch die Statistik der letzten Wochen und Monate liest sich aus Sicht der Kombination aus Battenberg und Allendorf/Eder erschreckend: Die letzten zehn Spiele gingen allesamt verloren. Trotz dieser Fakten werden die Hadamarer ihren Kontrahenten nicht unterschätzen: „Ich schätze sie – auch aufgrund der extrem schlechten Platzverhältnisse – weitaus unangenehmer ein als Neu-Isenburg. Wir spielen selbstbewusst nach vorne und wollen die Punkte selbstverständlich mitnehmen. Gelingt es, unsere Qualität auf den Rasen zu bringen, werden wir gewinnen.“

Als warnendes Beispiel sollte den Rot-Weißen das Hinspiel in Erinnerung bleiben. Anfang November gab es gegen den FCE zwar einen 4:2-Sieg, die Leistung damals war aber alles andere als berauschend, und der „Dreier“ hing bis zum Schluss am seidenen Faden.

Aus personeller Sicht stehen für das Trainer-Duo Ralf Schuchardt/Jonas Herdering einige Fragezeichen hinter der Aufstellung. Christian Jindra ist nach wie vor verletzt, David Sembene im Urlaub und Mirko Dimter, Oliver Pandov sowie Markus Neugebauer sind angeschlagen. Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten: Alexander Schraut hat nach seiner Oberschenkelverletzung wieder komplett mittrainiert und hofft auf einen Einsatz in seinem letzten Pflichtspiel für Hadamar.

Kapitän Herdering zur Aufstellung: „Vielleicht wird sich in der Vierer-Kette etwas ändern, aber das können und werden wir erst ganz kurzfristig entscheiden.“ Wichtig ist es Herdering, sich noch einmal an die treuen Zuschauer zu wenden: „Die Mannschaft möchte sich bei den Fans bedanken, die häufig den kompletten Samstag opfern, um uns bis beispielsweise nach Kassel zu begleiten und uns anzufeuern. Das ist alles andere als selbstverständlich.“

Samstag:

Buchonia Flieden - Hessen Kassel

15.00

Spvgg. Neu-Isenb. - SC Waldgirmes

15.00

FC Ederbergland - SV RW Hadamar

15.00

FC Eddersheim - Viktoria Griesheim

15.00

Hünfelder SV - FV Bad Vilbel

15.00

FSC Lohfelden - VfB Ginsheim

15.00

FC Gießen - Bayern Alzenau

15.00

Türk Gü. Friedberg - KSV Baunatal

15.00

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