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Die Cheerleader stehen für die Sentinels Spalier. Bad Homburgs Footballer kommen auf eine immer größere Team-Stärke und halten Ausschau nach Trainingsmöglichkeiten.

Football

Für die 3. Liga müssen die Bad Homburger Sentinels erneut improvisieren

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Die aufstrebenden American Footballer aus der Kurstadt wollen im Frühjahr ihre Siegesserie auch in der 3. Liga fortsetzen. Mit der Infrastruktur stoßen die Sentinels jedoch an ihre Grenzen.

Die Katze ist aus dem Sack, die Einteilung für die Spielklassen der Football-Saison 2019 steht. So selbstverständlich wie in anderen Sportarten ist das nicht. Der Football in Hessen und den angrenzenden Bundesländern obliegt Veränderungen. In jedem Jahr melden sich neue Teams an und bisherige wieder ab. Die Bad Homburg Sentinels werden von April bis September in der Regionalliga Mitte antreten, der dritthöchsten Liga in Deutschland.

Homburgs „Wächter“ müssen sich in jener 3. Liga mit den Frankfurt Pirates, den Mainz Golden Eagles, GFL-II Absteiger Montabaur Fighting Farmers, den Trier Stampers und den Kaiserslautern Pikes auseinandersetzen. Geplant sind zehn Saisonspiele (Hin- und Rückrunde), wobei der Meister die Relegation um den Aufstieg in die 2. Bundesliga (GFL II) erreicht.

„Auch im kommenden Jahr wollen wir beim Kampf um den Aufstieg ein gewichtiges Wörtchen mitreden“, gibt sich Max Schwarz, der Zweite Vorsitzende der Sentinels, gewohnt selbstbewusst. Nicht ohne Grund, denn seit ihrer Gründung am 28. Juni 2015 haben die „Wächter“ im Sauseschritt alle sportlichen Hürden souverän genommen. Angefangen haben sie 2016 in der Verbandsliga Mitte und sind nach dem Durchmarsch durch die Landesliga Mitte (2017) und die Oberliga Hessen (2018) inzwischen in der 3. Liga angekommen.

Nicht mitgehalten mit dieser gewaltigen Entwicklung – aktuell gehören 298 Mitglieder dem AFC Sentinels an, davon ein Drittel Jugendliche – hat die Infrastruktur. „Aus dem Bau einer Kita auf dem Sportplatz an der Langen Meilen in Gonzenheim wird ja leider nichts und deshalb auch nichts mit dem dort geplanten Kunstrasenplatz“,sagt Schwarz. Er stellt sich darauf ein, dass in Sachen Training weiterhin improvisiert werden muss – zwischen Sportzentrum Nord-West, Sportanlage am Massenheimer Weg in Ober-Eschbach und der Albin-Göhring-Halle.

„Wir trainieren je nach Wetterlage ab Januar, spätestens Februar wieder auf dem Platz und ansonsten weiterhin sonntags in der Albin-Göhring-Halle“, hat Headcoach Tim Micovich die Termine bereits festgelegt.

Auch die Durchführung der Punktspiele ist bei den Sentinels derzeit ein Thema. „Bezüglich der Heimspiele müssen wir uns intensive Gedanken machen“, sagt Schwarz, der um die Probleme weiß, die hinsichtlich der Parkplatzsituation im Sportzentrum Nord-West bestehen. Der Verein bietet zwar einen Shuttle-Service an, der aber von den Anhängern nicht besonders gut angenommen wird. „Kuschelig“ wurde es in den unteren Spielklassen angesichts von 1000 Anhängern und mehr manchmal auch auf den Rängen. Der Zuspruch in der Regionalliga wird eher steigen, auch weil die Gäste-Teams ihre Fans mitbringen.

Awards für beste Spieler

Schlichtweg überwältig war Sentinels-Präsident Miscovich von der Resonanz bei der Weihnachtsfeier im Kurhaus. „Vor dreieinhalb Jahren hatten wir den Verein mit gerade mal 10 Leuten ins Leben gerufen und jetzt waren schon mehr als 200 Mitglieder und Fans bei unserer Jahresabschlussfeier“, erzählt der US-Amerikaner. In stimmungsvollem Ambiente wurden fünf Spieler für ihre Leistungen in der Saison 2018 ausgezeichnet. Daniel Ludwig mit dem „Dagmar-Schwarz-Award“ für die beste Einstellung und größte Hilfsbereitschaft, Niklas Neumann als „Offensive Rookie of the Year“, André Boyd als „Defensive Rookie of the Year“, Jamal Schenk als „Offensive MVP“ und Rudi Warkentin als „Defensive MVP“.

Vier Neuzugänge

Mit dabei waren auch die vier Neuzugänge, durch die der Kader verstärkt wird: Defensive Back Dominique Mambo, der früher für Frankfurt Universe gespielt hat, sowie Chris Lepper, Fabrice Irandoosti und Janik Döbereiner vom Hessen-Rivalen Marburg Mercenaries. „Wir haben Bereiche verstärkt, wo wir nach der letzten Saison Verbesserungsbedarf sahen und sind sehr froh, so früh bereits mit den Jungs arbeiten zu können – alle vier sind hochtalentierte Spieler“, ist Miscovich überzeugt, dass dieses Quartett perfekt ins Team passt.

Einziger Abgang ist Linebacker Franco Ingravalle, der sich beruflich in die Gegend von Marburg verändert hat und sich voraussichtlich den Mercenaries anschließt.

Parallel zu den Männer, die mit Offense Coordinator Florian Bambach (vom Bundesligisten Frankfurt Universe) und mit dem US-Amerikaner Connor Shannon als Defensive Coordinator auch im Trainerstab an Qualität gewonnen haben, wird großer Wert auf die intensive Nachwuchsarbeit gelegt. In der Saison 2019 spielt die U19 in der Landesliga Hessen, die U16 in der Regionalliga sowie die U13 ebenfalls auf Hessenebene.

Super-Bowl-Party: 135 Tickets schon weg

Der Fokus der Vorstandsmitglieder liegt schon auf dem ersten Football-Highlight der Sentinels im Jahr 2019: der Super-Bowl-Party am 3. Februar im Bad Homburger Kurhaus. Für 49 Euro Eintritt können die Besucher auf einer Großbildleinwand das bedeutendste Ereignis im amerikanischen Sport verfolgen sowie ein „All You Can Eat & Drink“-Buffet genießen. Zudem treten die Sentinels-Cheerleader auf. 135 Karten sind bereits abgesetzt worden. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung vorzeitig ausverkauft. Tickets erhält man ausschließlich über die Vereins-Homepage www.afc-sentinels.com.

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