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Limburg hat einen Kanu-Weltmeister: Philip Josef

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Engagierte Fahrt zum Titel im Kanu-Freestyle: Der Limburger Philip Josef wird in Nottingham Weltmeister.
Engagierte Fahrt zum Titel im Kanu-Freestyle: Der Limburger Philip Josef wird in Nottingham Weltmeister. © Rüdiger Hauser

Riesenerfolg für Philip Josef vom Kanuclub im ESV Blau Weiß Limburg: Bei der Weltmeisterschaft im Kanu-Freestyle in Nottingham (Groß-Britannien) gewann er die Goldmedaille.

Der Titel ist auch der Lohn für eine akribische Vorbereitung. Schon vor einem Monat reiste Philip Josef nach Nottingham, um sich intensiv auf die Weltmeisterschaft vorzubereiten. Auf der dortigen Wildwasserstrecke trafen sich in dieser Woche mehr als 200 Athleten samt Betreuer, um in verschiedenen Disziplinen gegeneinander anzutreten.

Beim Kanu-Freestyle müssen die Paddler in einer Wasser-Walze ihre Tricks, sogenannte Moves zeigen. Ähnlich anderen Freestyle Sportarten wie Snowboard oder BMX werden diese je nach Schwierigkeitsgrad von drei Schiedsrichtern bewertet. Über Vorläufe, Halbfinale und Finale mit jeweils 45 Sekunden langen Präsentationen werden schließlich die Besten ermittelt.

Philip Josef war in diesem Jahr der einzige Limburger im deutschen Team und trat in zwei Kategorien an. Zunächst im geschlossenen Einercanadier (C1), der knieend mit Stechpaddel gefahren wird. Hier konnte Philip Josef einen hervorragenden siebten Platz im internationalen Starterfeld erreichen.

Seine zweite Disziplin ist die im offenen Canadier (OC1). Ein Boot, das besonders schwer zu beherrschen ist, da es aufgrund seiner offenen Struktur während des Wettkampfes bis zu 40 Liter Wasser aufnehmen kann. Philip Josef gewann in dieser Disziplin bereits 2019 bei der WM in Sort (Spanien) die Bronzemedaille und galt als einer der Favoriten.

In den Vorläufen und dem Halbfinale lief es auch wie geschmiert, so dass der Limburger im Finale als Letzter in die Wettkampfwalze startete. Dort hatten die Sportler drei Durchläufe, deren bester gewertet wurde. Nach zwei Runden hatte er sich hinter dem Kanadier Zachary Zwanenburg auf Platz zwei positioniert. Im letzten Lauf behielt Philip Josef die Nerven und setzte alles auf eine Karte. Ihm gelangen die erhofften High-Score Moves und damit waren Platz eins und die Goldmedaille gesichert. Die Begeisterung im Team - und auch zu Hause in Limburg, wo die Vereinskameraden die Wettkämpfe live im Bootshaus verfolgten - war riesig: Seit 2007 hatte kein Deutscher mehr eine Weltmeisterschaft in dieser Disziplin gewonnen. red

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