Er hat Spaß mit der Kugel am Krummstock: der siebenjährige Ian Raik-Engelmann beim Training im Albert-Collée-Stadion in Limburg.
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Er hat Spaß mit der Kugel am Krummstock: der siebenjährige Ian Raik-Engelmann beim Training im Albert-Collée-Stadion in Limburg.

Hockey

Limburger HC: Hockey-Training macht Kinder froh

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Auch der Limburger Hockey-Club war mit seinen Kindern bis 14 Jahre wieder ins Training auf dem Kunstrasen gestartet. Wir waren mit dabei.

Ruhe liegt über dem Trainingsgelände des Limburger Hockey-Clubs im Eduard-Horn-Park. Nur ab und zu sind Anweisungen zu hören, die zwei Spielern eines Leistungstrainings gelten, die Torschüsse üben. Ansonsten ist bei wenig frühlingshaften Temperaturen vor allem Stille angesagt. Doch das ändert sich schlagartig. 

Kinderlachen schallt über das Gelände im Albert-Collée-Stadions. Innerhalb kürzester Zeit sind auch die Ansagen der beiden Trainer zu hören. Sie betreuen die D-Knaben des LHC. Maximilian Flick und Fee Müller sorgen unter den wachsamen Augen des Vorsitzenden Robin Engelmann und des Corona-Beauftragten Peter Kraus dafür, dass sich das Training und die Verhältnisse rund um das Spielfeld innerhalb der behördlichen Bestimmungen bewegen.

Von Seiten des Limburger HC ist man froh, dass das Training wieder stattfinden kann – ungewiss, wie lange noch . . . Um die kostbare Zeit zu nutzen und alles in geordnete Bahnen zu lenken, haben die Verantwortlichen der Grün-Weißen alle Vorgaben des Landessportbundes umgesetzt und genügend Desinfektionsmittel besorgt.

Es hapert ein wenig bei der Koordination

Das Trainingsgelände besitzt einen Ein- und einen Ausgang, „und auch die Eltern müssen draußen bleiben“, so Robin Engelmann. Das alles interessiert die Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre natürlich wenig. Für sie steht der Spaß am Hockey im Mittelpunkt. „Es sind immer nur zwei Trainer oder Trainerinnen anwesend“, so der LHC-Boss. Nach der gewissenhaften Aufwärmung geht es hauptsächlich um die Koordination, die bei einigen der D-Jugendlichen nach der langen Pause ganze Aufmerksamkeit erfordere.

Die Zwillinge Jonathan und Julian Martin haben immer ein Auge auf die Hockeyschläger, die einsatzbereit am Spielfeldrand aufgereiht sind. Die Brüder haben sich den Spaß am Hockey „bei den Erwachsenen“ geholt, deren Spiele sie oft verfolgt haben. Einen anderen Weg schlägt dagegen Ian Raik-Engelmann ein. In der unmittelbaren Nachbarschaft des Siebenjährigen in Fachingen wohnt der ehemalige Hockey-Nationalkeeper Michael Knauth, der ihm den Hockeysport schmackhaft gemacht hat. Vor allem aber sind alle Kinder froh darüber, „mal wieder die Freunde zu sehen“. Damit das auf dem Kunstrasen funktioniert, nehmen die Eltern der etwa 150 Kinder und Jugendlichen im Verein zum Teil Fahrten aus Idstein oder Weilburg auf sich, um ihre Kids zu bringen.

Ob und wann dieses Training sich auch wieder in Punkt- oder Freundschaftsspielen bemerkbar machen kann, ist – wie überall – völlig ungewiss. Die Antwort liegt in den aktuellen, leider steigenden, Inzidenzzahlen, und wird vermutlich bei der nächsten Bund-Länder-Runde in dieser Woche konkretisiert werden. So lange es möglich ist, wird man auch beim Limburger Hockey-Club mit den Talenten trainieren, um einen kleinen Beitrag zur Rückkehr ins „normale“ Vereinsleben zu bieten. KLAUS-DIETER HÄRING

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