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Da kommt Freude auf: Spieler und Verantwortliche des VfB freuen sich über den Turniersieg. OB Felix Schwenke ((Dritter von rechts) ist ebenso begeistert wie neben ihm Vereinsboss Andreas Griesenbruch.

Hallenfußball

Der VfB Offenbach bezwingt Gemaa Tempelsee und ist neuer Stadtmeister

Der OFC blieb im Halbfinale auf der Strecke, der VfB nutzte die Gunst der Stunde.

Der VfB Offenbach hat sich zum siebten Mal den Titel des Stadtmeisters im Hallenfußball gesichert. Der Kreisoberligist gewann in der ESO Sportfabrik das Finale gegen den A-Ligisten Gemaa Tempelsee mit 2:1 nach Verlängerung. Platz drei ging an den OFC im Neunmeterschießen gegen Sparta Bürgel. Im Halbfinale war der Gemaa der große Coup gelungen, mit dem OFC den Favoriten aus dem Rennen zu werfen.

Im Finale brachte Tobias Stieglitz unter dem Jubel der lautstarken VfB-Anhänger sein Team in Führung, Moussa Yachou, Zugang von der Spvgg. Oberrad, glich aus. In der Verlängerung sicherte Marvin Leppin mit einem Distanzschuss dem VfB den Titel. „Ein Finale ist immer schwer zu spielen, da gehört auch viel Glück dazu. Aber letztlich haben wir doch den besten Fußball gespielt und wie ich finde verdient gewonnen,“ meinte VfB-Vorsitzender Andreas Griesenbruch. Als Belohnung bekommt der VfB neben dem Pokal in diesem Jahr ein Freundschaftsspiel gegen Regionalligist Kickers Offenbach. Etliche Profis der Kickers waren wie auch Trainer Daniel Steuernagel, Sportdirektor Sead Mehic und Geschäftsführer Christopher Fiori am Sonntag in der Halle.

Tempelsees Vorsitzender Stefan Mehling wirkte nach dem spannenden Endspiel keineswegs frustriert. „Das Finale ist mehr, als wir erwarten konnten. Wenn man aber im Endspiel steht, will man auch gewinnen. Das hat leider nicht geklappt.“ Die Gemaa hat sich permanent gesteigert, war 2016 und 2017 Vierter, 2018 Dritter. Vom Titel 2020 wollte Mehling angesichts dieser Tendenz aber nichts wissen.

Im Halbfinale sorgte Tempelsee mit dem 3:2 gegen Favorit Kickers Offenbach für die Überraschung. Für die aus der U19, aktuell Tabellenführer der Hessenliga, sowie vier Profis aus dem Regionalligakader zusammengestellte Mannschaft des OFC war es die einzige Niederlage des Turnieres. Edmond Latifi sorgte für die Führung des Favoriten, doch Ilias Mahyou (2) und Marvin Stratovic drehten zum Teil in Überzahl die Partie. Das 2:3 von Semih Sentürk kam zu spät. OFC-Profi Marco Ferukoski, mit neun Treffern zum Torschützenkönig, war enttäuscht: „Das war unnötig, bis zum ersten Gegentreffer hatten wir das Spiel eigentlich unter Kontrolle, haben es aber versäumt, einen zweiten Treffer nachzulegen.“

Wie schon im Vorjahr ergatterte Sparta Bürgel Platz vier, seinerzeit verlor man das Neunmeterschießen gegen die Gemaa, nun gegen die Kickers. Das Halbfinale gegen den VfB hatten die Bürgeler nach Treffern von Stieglitz und Rachid Boujraf sowie einem Eigentor von Olcay Ünal mit 1:2 verloren. In der Zwischenrunde am Sonntag zeigten die Bürgeler eine starke Leistung, kassierten keinen einzigen Gegentreffer und wurden souverän Gruppensieger vor der Gemaa.

Den Modus beibehalten

Insgesamt waren 18 Mannschaften aus Offenbach an den drei Tagen am Start, dazu kamen noch zehn Teams bei den E-Junioren. Über 2000 Zuschauer kamen zu diesem Traditionsturnier in die ESO-Sportfabrik in Bürgel. Auch Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke war sehr zufrieden: „Ich habe nur positive Resonanz erhalten, die Stimmung war ausgezeichnet.“ Und so wollen er und Manfred Ginder, Leiter des Sportmanagements der Stadt, an dem Turniermodus für das kommende Jahr auch nichts ändern.

(rjr)

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