Schiedsrichter Patrick Werner zeigt Nicola Meloni (rechts) die Gelb-Rote Karte. Marco Müller (Mitte) und Raphael Laux (hinten) nehmen es ungläubig zur Kenntnis.
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Schiedsrichter Patrick Werner zeigt Nicola Meloni (rechts) die Gelb-Rote Karte. Marco Müller (Mitte) und Raphael Laux (hinten) nehmen es ungläubig zur Kenntnis.

Fußball-Hessenliga, Gruppe B

„Lucky Punch“ trifft den TuS Dietkirchen mitten ins Herz

Die „Festung“ Reckenforst bröckelt: In der Fußball-Hessenliga, Gruppe B, hat der TuS Dietkirchen sein Heimspiel gegen den SV Zeilsheim mit 0:1 verloren und dabei das Tor des Tages ärgerlicherweise auch noch in Überzahl kassiert.

TuS Dietkirchen – SV Zeilsheim 0:1 (0:0). „Wir waren – auch wenn wir gut angefangen, das Tor aber versäumt haben – nicht so griffig wie in den letzten Spielen. Zeilsheim ist dann in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gekommen, obwohl es ein typisches 0:0-Spiel war. Die Hauptperson war für mich aber der Mann im gelben Trikot“, ließ TuS-Trainer Thorsten Wörsdörfer seinem Frust freien Lauf in Richtung Schiedsrichter Patrick Werner. Um eines vorwegzunehmen: Der Unparteiische war sicherlich nicht der Schuldige an der 0:1-Heimniederlage, doch mit seiner kleinlichen Art unterband er jeglichen Spielfluss und ahndete in nahezu allen „Fifty-Fifty“-Aktionen pro Zeilsheim. Der SVZ kam besser in die Partie, doch nachdem Yves Böttler, neben Filip Pandza und Michel Gschwender einer von drei Ex-Hadamarern bei den Gästen, einen ersten Warnschuss abgegeben hatte (6.), kam der TuS langsam in die Puschen. Pech hatte Maximilian Zuckrigl, als er per Kopf den Querbalken anvisierte (8.). So richtig gefährlich wurde es nach 23 Minuten: Robin Böchers Schuss aus kurzer Distanz wurde geblockt, und aus dem Gewühl heraus landete das Spielgerät bei Robin Dankof, der relativ freistehend vorbei zielte. Auch Steffen Moritz hatte mit seiner Direktabnahme kein Glück (26.). Dass es nicht noch mehr Torgelegenheiten zu verzeichnen gab, lag mitunter daran, dass der TuS häufig den letzten entscheidenden Pass versemmelte. Von Zeilsheim ging kaum Gefahr aus. Lediglich ein direkt aufs Tor gezogener Eckball von Keanu Hagley hatte hier die Bezeichnung „Halbchance“ verdient.

Das änderte sich im zweiten Durchgang. Zeilsheim wurde aktiver. Erster Beleg hierfür war ein Freistoß Yves Böttlers, der aus halbrechter Position an den Pfosten klatschte (56.). Als Patrick Kalata (Z) mit Gelb-Rot vom Feld flog (66.), schien das Treiben zunächst wieder in die andere Richtung zu kippen. Doch weit gefehlt: Nur fünf Minuten danach landete der Ball im Strafraum bei Yassine Maingad, der mit Hilfe des Innenpfosten ins lange Eck zum 0:1 traf (71.).

Einfacher wurde es für Dietkirchen fortan nicht, denn auch Nicola Meloni musste frühzeitig zum Duschen (78.). Die Schwarz-Roten warfen in der Schlussphase zwar alles nach vorne, wirkten aber nicht zwingend genug. Auf der Gegenseite bediente Böttler den durchgestarteten Michel Gschwender, der die vorzeitige Entscheidung gegen Raphael Laux verpasste (84.). Eine Punkteteilung wäre vermutlich gerechter gewesen, doch vor allem in Zeilsheim dürfte diese Tatsache spätestens auf der Heimfahrt niemanden mehr interessiert haben. „Nach dem Platzverweis waren wir eigentlich auf Ergebnissicherung aus, aber diesen einen Lucky Punch haben wir mit unseren schnellen Leuten irgendwie immer. In dem Fall also Glück im Unglück, denn Patrick Kalata wird uns natürlich im nächsten Spiel fehlen. Auch wenn mit dem Remis vermutlich alle zufrieden gewesen wären, nehmen wir den Dreier natürlich sehr gerne mit nach Hause“, freute sich Zeilsheim-Coach Soufian Houness unmittelbar nach Abpfiff. PATRICK JAHN

Dietkirchen: Laux, Böcher (46. Hautzel, 61. Schäfer), Müller, Kratz, Leukel (85. Mink), Dankof, Zuckrigl, Bergs, Moritz, Meloni, Weis – Zeilsheim: Reining, Pitas, Hofmeier (90.+3 Aykir), Böttler (88. Neteoui Flores), Grigorian, Hagley, Fujiwara, Pandza, Kalata, Gschwender, Maingad (74. Tatchouop) – SR: Werner (Bauschheim) – Tor: 0:1 Yassine Maingad (71.) – Gelb-Rot: Patrick Kalata (Z./66./wdh. Foulspiel), Nicola Meloni (D./78./wdh. Foulspiel) – Zuschauer: 200.

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