Lukas Euler wird auf der Suche nach seiner Form nicht fündig

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Der als einer der Mitfavoriten gestartete Vorjahreszweite Lukas Euler vom Frankfurter Golf Club war am Finaltag auf Gut Neuhof nicht mehr dabei.

Der als einer der Mitfavoriten gestartete Vorjahreszweite Lukas Euler vom Frankfurter Golf Club war am Finaltag auf Gut Neuhof nicht mehr dabei. Der 22-Jährige schaffte nicht den Cut und belegte nach schwachen Runden von 77, 77 und 75 Schlägen nur den 71. Platz. Zum Reden war ihm nach seiner dritten Runde nicht zumute: Er wollte eigentlich nur noch eins: Schnell nach Hause.

Doch er nahm sich die Zeit, zu seinem Spiel Stellung zu nehmen. „Natürlich habe ich auf ein besseres Abschneiden gehofft. Aber erwartet habe ich es nicht wirklich. Ich kämpfe seit meiner Rückkehr aus den USA Ende Mai mit meinem Spiel und suche meine Bestform“, gestand Euler. Dabei habe er während seiner dritten College-Saison sehr gut gespielt, sein Golf erheblich verbessert. In die USA will er sofort nach der Bundesliga-Runde zu seinem letzten Semester fliegen. An der University of Kentucky will er 2019 intensiv seinem Sport nachgehen, aber auch seinen Bachelor im Finanzwesen machen. „Das Examen wird voraussichtlich gut ausfallen. Ich bin nach Amerika geflogen, weil es die Chance war, meinen Sport zu betreiben, aber auch eine Grundlage für einen Job zu finden. Wenn ich nächstes Jahr nach Deutschland komme, werde ich mich entscheiden: Entweder Golf-Pro oder Beruf.“

Golf-Profi werden will er nur, wenn er es sich finanziell leisten kann (über Sponsoren) und die Leistung stimmt. Ansonsten würde er einen zivilen Beruf vorziehen und Golf, das er als Sechsjähriger zu spielen begann, auf ansprechendem Amateur-Niveau weiter betreiben.

Nach Neuhof kam Lukas Euler mit dem zweitbesten Handicap aller Teilnehmer. Er habe sich nach einer zweiwöchigen Pause gut vorbereitet, sei nicht überspielt gewesen. Eigentlich habe er vom Gefühl her in Neuhof besser gespielt, als es das Resultat ausdrückt. In allen drei Runden verdarb er sich seinen Score mit einem dürftigen Finish. „Ich habe auf den Grüns viel liegengelassen. Ich hatte Probleme, die Grüns richtig zu lesen. Puts aus zwei Metern fielen nicht, oft haben die Bälle die Lochkante rasiert“, sagte Euler.

In der dritten Runde riskierte er dann alles. Nach zehn Bahnen lag er einen Schlag unter Par. „Ich wusste, dass ich mit mindestens einem Par-Score ins Clubhaus kommen muss, um weiter im Wettbewerb zu bleiben“, so der Frankfurter Auf der Bahn 15 gelang ihm ein Birdie, doch dann blieb ein Abschlag unmittelbar an einem Baum und einer direkt an einem großen Busch liegen, am Ende wurden es drei Schläge über dem Platzstandard von 72 – und das reichte nicht.

(löf)

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