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Ibrahim Cigdem, Trainer des TSV Vatanspor Bad Homburg

Fußball, Verbandsliga

Die Macher des TSV Vatanspor Bad Homburg geben auf

Nach dem fast besiegelten Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga Süd hatten die Verantwortlichen zunächst beteuert, dass es auf jeden Fall weitergehen werde. Jetzt gibt der Sportliche Leiter des TSV Vatanspor bekannt, dass sogar die Auflösung des Vereins bevorstehe.

Aus und vorbei. Nicht nur für die Mannschaft, sondern womöglich auch für den Verein. Wie die Taunus Zeitung von Stefan Lang, dem Sportlichen Leiter des TSV Vatanspor Bad Homburg erfahren hat, stellen die wenigen verbliebenen Verantwortlichen die Bemühungen ein, dem TSV neues Leben einzuhauchen. Die (fast abgestiegene) Mannschaft, am Sonntag um 15 Uhr bei Germania Ober-Roden im Einsatz, werde die Runde in der Verbandsliga Süd ordentlich zu Ende spielen, sagte Lang. Danach solle der Spielbetrieb eingestellt werden und es um die Auflösung des Vereins gehen.

Die türkische Gemeinde in Bad Homburg gründete 1983 den TSV Vatanspor, zu deutsch Heimatsport. Nach Fortschritten in der Integration drückten die türkischstämmigen Vereinsmitglieder 2014 ihre Verbundenheit mit der Stadt Bad Homburg aus, indem sie in ihrem Vereinswappen die türkische Flagge gegen das Homburger Stadtwappen austauschten. Die vergangenen vier Jahre in der Verbandsliga Süd waren der sportliche Höhepunkt seit dem Bestehen des Vereins. Man war vor eineinhalb Jahren sogar zeitweise Tabellenführer in der zweithöchsten hessischen Liga. Ein Blick noch weiter hoch in die Hessenliga war damals erlaubt.

Nach dem Rückzug von Sponsoren nach der vergangenen Saison und wenig Unterstützung von außen hatte das Trio Miroslav Crnoja (1. Vorsitzender), Ibrahim Cigdem (2. Vorsitzender und Trainer) und Stefan Lang (Sportlicher Leiter) schwer darum gekämpft, dass es mit dem Verein weitergeht. Offensichtlich vergebens. 

Wir berichten in unserer Print-Ausgabe am Montag ausführlich über die Hintergründe.

WOLFGANG KULLMANN

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