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Eisbachtals Assistenzcoach Paul Lauer (links) und Trainer Marco Reifenscheidt hätten gegen den Bundesligisten FSV Mainz 05 gerne auf dem heimischen Rasen in Nentershausen gespielt - doch daraus wird nichts, die Spuren der Hitze sind groß.

Fußball-Oberliga

Eisbachtaler Sportfreunden testen gegen Bundesligisten FSV Mainz 05

Testspiele gegen den Bundesligisten FSV Mainz 05 scheinen für Oberliga-Aufsteiger aus Eisbachtal unter keinem guten Stern zu stehen.

Nentershausen - Nicht wie lange geplant in Nentershausen, sondern im Bruchwegstadion findet heute (19 Uhr) das Testspiel zwischen den Eisbachtaler Sportfreunden und dem FSV Mainz 05 statt. Der Rasen im Eisbachtalstadion ist unbespielbar.

Auch schon vor fünf Jahren gab es (Wetter-)Kapriolen. Im Juni 2014 gastierten die Profis aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt - das Nachwuchsleistungszentrum der 05er unterhält eine Kooperation mit den Sportfreunden - für ein Freundschaftsspiel in Nentershausen. Alles war angerichtet für ein großes Fußballfest, doch ausgiebige Regengüsse kosteten den "Eisbären" seinerzeit sicherlich einige Zuschauer.

Nun, bei der zweiten Testspielauflage gegen die Mainzer, sollte alles besser laufen, doch wieder machte das Wetter den Eisbachtalern einen kräftigen Strich durch die Rechnung. Gab es 2014 noch zu viel vom himmlischen Nass, so machten die Hitze und fehlende Niederschläge der vergangenen Wochen den Rasenplatz in Nentershausen unbespielbar. Statt in sattem Grün präsentiert sich das Geläuf eher in Braun- und Gelbtönen. Ein Ausweichen auf den benachbarten Kunstrasen kam für die Profis aus Mainz allerdings nicht in Betracht, so dass kurzerhand das Heimrecht getauscht wurde.

Ein bisschen Wehmut kann Eisbachtals Trainer Marco Reifenscheidt nicht verbergen, obwohl er froh ist, dass überhaupt gespielt wird. Der 37-Jährige hätte schon gerne zu Hause gespielt. "Sicherlich ist das für den Verein und die Fans bitter, weil wir hier einen Bundesligisten in Nentershausen begrüßt hätten. Ich glaube auch, wenn das Wetter mitgespielt hätte, dann wären schon ein paar Leute gekommen", sagt Reifenscheidt. Er kann dem Ganzen aber auch etwas Gutes abgewinnen: "Andererseits haben von uns bisher auch nur wenige im Bruchwegstadion gespielt. Das ist bestimmt ein ganz besonderes Feeling, da durch die Katakomben einzulaufen." Dort trug der FSV 05 lange seine Bundesliga-Spiele aus.

Reifenscheidt will seinem kompletten Kader in Mainz die Chance geben, sich auf dem Platz zu beweisen; es fehlen nur die angeschlagenen Max Olbrich und Robin Müller. "Das Ergebnis ist da zweitrangig. Wir wollen aber so lange wie möglich Paroli bieten", hofft der "Eisbären"-Trainer. Mit Blick auf die Mainzer erwartet Reifenscheidt, dass "sie das als gute Trainingseinheit aufnehmen werden und einfach fitter und schneller sein werden. Sie haben schon überragende Kicker in ihren Reihen."

Die Rheinhessen haben sich auch in der Sommerpause kräftig verstärkt. So wechselten unter anderem der schweizerische Nationalspieler Edimilson Fernandes (7,5 Millionen Euro, West Ham United) und Defensivmann Ronael Pierre-Gabriel (5,5 Millionen Euro, AS Monaco) zum selbst ernannten Karnevalsverein. Beide sollen gegen Eisbachtal dem Vernehmen nach im Kader stehen - was freilich nicht für alle Mainzer Profis gilt.

So kann etwa der spanische U21-Europameister Aaron Martin noch seinen wohlverdienten Sommerurlaub genießen, während am Mittwochabend der Großteil seiner Teamkameraden gegen die Westerwälder ran muss. Mainz-Trainer Sandro Schwarz wird hier wohl auf zwei verschiedene Teams pro Halbzeit setzen, die an das 12:0 (2:0) gegen eine Rheinhessen-Auswahl vom vergangenen Samstag anknüpfen sollen.

Dass die "Eisbären" es besser können, haben sie bereits beim letzten Test gegen Mainz 05 gezeigt: Damals lagen sie durch einen "Beinschuss" von Tobias Schuth gegen den damaligen FSV-Schlussmann Loris Karius bis sieben Minuten vor dem Ende vorne, ehe der Bundesligist noch die Wende schaffte (2:1).

So oder so: Für die Eisbachtaler Spieler wird die Begegnung am Bruchweg nicht nur wegen der 90 Minuten auf dem Platz zu einem Highlight: Nach dem Spiel werden die Akteure des Oberligisten mit den Mainzer Profis bei einem gemeinsamen Essen den Abend ausklingen lassen. sfe

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