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Kommen aus dem Jubeln gar nicht mehr raus: die Spieler des RSV Würges.

Fußball-Gruppenliga Wiesbaden

Mannschaft der Stunde: RSV Würges

In der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden sorgte der RSV Würges für einen weiteren Paukenschlag und siegte gegen Spitzenreiter Eltville zum sechsten Mal in Folge.

Der 3:2-Erfolg der Würgeser gegen Tabellenführer Eltville riecht nach Klassenerhalt. Geht dem RSV Weyer auf der Zielgeraden die Luft aus? Zumindest durchlief er eine kleine Schwächephase und spielte beim FC Eddersheim 2 nur 3:3 – nach dreimaliger RSV-Führung. Die SG Kirberg/Ohren/Nauheim erzielte ein 1:1 gegen Hornau – zu wenig, um in der Liga zu überleben. RW Hadamar 2 kam gegen die noch erbittert gegen den Abstieg kämpfende SG Hoechst nicht über ein 1:1 hinaus.

FC Eddersheim 2 – RSV Weyer 3:3 (1:2). Die leichte Überlegenheit des RSV führte nach einer halben Stunde zum 0:1 durch Michael Schmitz, der nach Zuspiel von Andi Petri den Keeper getunnelt hatte. Die Reaktion der Einheimischen, die bereits nach 20 Minuten per Freistoß an Keeper Leotrim Hisenay gescheitert waren, ließ nicht lange auf sich warten: Ein Steilpass durch die Mitte fand Umut Polat, und der erzielte den verdienten Ausgleich. Die Reaktionszeit der Weyerer war allerdings noch kürzer: Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich legte der RSV wieder vor; Torjäger Schmitz stoppte eine Flanke mit der Brust und überlupfte den verblüfften Torwart zum 1:2-Halbzeitstand. Der FCE kam mit viel Wut im Bauch aus der Kabine und drängte massiv auf den erneuten Gleichstand, der nach scharfer Hereingabe und abgefälschtem Ball von Tim Sawall auch schnell gelang (50.). Nach etwas mehr als einer Stunde bot sich die erneute Chance zur Führung, aber Luca Seibel scheiterte mit einem an Zubair Din verwirkten Foulelfmeter (64.). In der Schlussphase nahm David Seibel herrlich eine Flanke mit rechts an und schloss mit links zur erneuten, dritten Führung des RSV abschloss. Da der FCE in der Schlussphase in Unterzahl agieren musste, rechneten alle mit dem Auswärtssieg der Grün-Weißen, doch Timo Grünewald spitzelte in der Nachspielzeit Leotrim Hisenay den Ball vom Fuß und traf.

Weyer: Hisenay, Orani, Din (71. Wecker), Sawall, Haberkorn, Uran, L. Seibel, D. Seibel, Schmitz (56. Schmidt), Kolodziejczyk, Petri (66. Wind) – SR: Gökcer (Büttelborn) – Zuschauer: 130 – Tore: 0:1 Michael Schmitz (31.), 1:1 Polat (37.), 1:2 Michael Schmitz (39.), 2:2 Tim Sawall (50./ET), 2:3 David Seibel (84.), 3:3 Grünewald (90.+1).

RSV Würges – Spvgg. Eltville 3:2 (0:0). Im Spiel zwischen des Tabellenersten beim bis dato seit fünf Spielen siegreichen RSV ging es zunächst vorsichtig zu. Viele Ballbesitzwechsel und Zweikämpfe im Mittelfeld prägten die erste Viertelstunde. Würges störte die Spvgg. früh im Spielaufbau. Erst in der 65. Minute nahm die Partie Fahrt auf, als die „Roten“ über Nick Erwe gleich zweimal gut vor das gegnerische Tor kamen. Den Schuss von N. Hecht parierte der Keeper jedoch. Nun erhöhte auch Eltville die Schlagzahl, aber Jens Rock hielt seinen Kasten sauber. Trotzdem kommt Eltville jetzt immer häufiger zu guten Chancen. In der 72. Minute setzte sich Nick Erwe zentral durch, seinen Pass auf Jermaine Pedraza verwandelte dieser zum 1:0. Das zweite RSV-Tor fiel unter umgekehrten Vorzeichen (78.): Pedraza flankte von links auf den freistehenden Nick Erwe, der mustergültig per Kopf zum 2:0 verwandelte. In der 83. Minute kam Eltville durch E. Bender zum Anschlusstreffer. Postwendend erhöhte Würges (85.): Alen Nukovic legte auf Pedraza quer, der aus sieben Metern keine Probleme hatte. Doch der Spitzenreiter kam noch einmal heran auf 3:2, doch dabei blieb es. Die Zuschauer wurden durch eine mitreißende Schlussphase für ihr Kommen belohnt.

Würges: J. Rock, N. Hecht, D. Helling, T. Böhmer (45. T. Glasner), A. Kazerooni (72. A. Nukovic), M. Fries, N. Erwe, M. Chapparo, R. Schmick (45. H. Harmouch), M. Meuth, J. Pedraza – Tore: 1:0 Jermaine Pedraza (72.), 2:0 Nick Erwe (78.), 2:1 E. Bender (83.), 3:1 Jermaine Pedraza (85.), 3:2 (89.).

SV RW Hadamar 2 – SG Hoechst 1:1 (0:0). Die Hessenliga-Reserve traf auf einen Gegner, der von der Spielanlage und der Qualität der einzelnen Akteure durchaus ebenbürtig war. Bei den Hausherren, die auf einige Stammakteure verzichten mussten, vermisste man über weite Strecken Zielstrebigkeit und klare Aktionen im Offensivbereich. So dauerte es bis zur 15. Minute, ehe Sammy Kilic den ersten Torschuss für Hadamar verzeichnete. Fünf Minuten später war es Niklas Kern, der knapp das Ziel verfehlte und auch in der 37. Minute freistehend kein Glück hatte. Dazwischen vergab die SG durch Thomas Gräf das 0:1 (Pfosten). Nach einem Konter scheiterte A. Antinac an SV-Keeper Manuel Durek, der zur Ecke abwehrte. In den folgenden zehn Minuten waren die Hausherren dem Führungstreffer nah. Niklas Kerns Schuss wurde zur Ecke geblockt (57.), Sammy Kilic scheitert an Torwart Fuhrmann (64.), Christian Makana verfehlte das Gehäuse ganz knapp (66.). Fast im Gegenzug gelang der SGH das 0:1, weil Manuel Durek einen Ball unglücklich genau auf den Körper des Torschützen Gräf abwehrte, von wo das Leder ins Tor ging. Weller verpasste (75.) per Kopfball knapp das 0:2. Mit der nächsten Angriffsaktion gelang Hadamars Torjäger Niklas Kern nach Flanke von Vincenzo Lo Guasto mit einer Kopfball Bogenlampe das 1:1, ehe Yuki Noguchi freistehend aus zehn Metern nur neben das Gehäuse. Manuel Durek rettete seinem Team gleich zweimal mit Glanzparaden den Punkt.

Hadamar: Durek, Ladipo, Lo Guasto, Steinebach, Kuczok, Makana, Zouaoui, Noguchi, Pandov, Kilic, Kern – Tore: 0:1 Gräf (67.), 1:1 Niklas Kern (75.) – SR: Kakmaci (Niedernhausen).

SG Kirberg/Ohren/Nauheim – TuS Hornau 1:1 (0:0). Gleich zu Beginn hatte Kirberg/Ohren/Nauheim eine Doppelchance, eine davon per direktem Freistoß, den TuS-Keeper Julius Petry auf Kosten einer Ecke glänzend parierte. Danach kam zunächst Hornau etwas besser ins Spiel, musste aber nach gut 20 Minuten nur noch mit zehn Akteuren weiterspielen, da Arijan Goharnia nach einer Spuck-Attacke mit Rot des Feldes verwiesen wurde. Trotzdem spielten die Hornauer diszipliniert weiter und hatten kurz vor dem Seitenwechsel eine gute Möglichkeit nach einem Schuss von Marvin Schön, den Yannick Großmann im Tor der Heimelf entschärfte. Nach dem Seitenwechsel waren beide Mannschaften bemüht, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Hornau war in Unterzahl darauf bedacht, keinen Gegentreffer zu kassieren und versuchte, mit schnell vorgetragenen Angriffen zum Erfolg zu kommen. Die Hünfeldener spielten die sich bietenden Gelegenheiten nicht sauber genug bis zum Ende, um ihrerseits in Führung gehen zu können. So fielen beide Treffer nach Standards. Nach einem Eckstoß des TuS und einem Gerangel im Strafraum entschied Schiedsrichter Philipp Götzel auf Strafstoß, den Gerret Niederschlag zum 0:1 verwandelte. Den Ausgleich (89.) markierte Daniel Kraft: Nach einem Freistoß hob er den Ball über Schlussmann Julius Petry in die Maschen.

Kirberg/Ohren/Nauheim: Großmann, Kraft, Schulz, Pfeiffer, Enderich, Dylong, Scheib, Butzbach, Azemi, Scheu, Mantel (Fries, Yücel, Stephan, Gapp) – Tore: 0:1 Gerret Niederschlag (72.), 1:1 Daniel Kraft (89.) – SR: Götzel (Hanau) – Zuschauer: 65.

SV Elz – FC Bierstadt 2:1 (1:0). Das Spiel begann direkt mit ordentlich Tempo. Adrien Born drang mit viel Schwung in die „Box“ ein, legte mustergültig quer, und am langen Pfosten brauchte Dennis Dietrich nur noch einzuschieben (5.). Danach blieb Elz dran, verpasste es allerdings, das 2:0 nachzulegen. Born und Günes vergaben Chancen dazu. Bierstadt blieb in Halbzeit eins weitestgehend ungefährlich, scheiterte entweder an Kim Schmitt im SVE-Tor oder an der Elzer Hintermannschaft. In Halbzeit zwei erhöhte Bierstadt den Druck, blieb aber viel zu ideenlos. Elz verteidigte gekonnt und clever, der FCB agierte zu schwach. Den Gelb-Schwarzen boten sich im Laufe des Spiels immer wieder Konterchancen, die jedoch zu leichtfertig ausgespielt wurden. In der 85. Minute drang Mustafa Günes in den Strafraum ein, umkurvte den Torwart und schob zum 2:0 ein. Der Treffer wurde allerdings nach Rücksprache mit dem Linienrichter zurückgenommen. In der Nachspielzeit steckte Mehmet Dragusha auf Dennis Dietrich durch, der blieb vor dem Tor eiskalt und schob zum umjubelten 2:0 ein (90.+2). Das 2:1 durch Volkan Zer fiel nicht mehr ins Gewicht. Das waren drei wichtige und verdiente Punkte im Abstiegskampf. Jetzt müssen die Elzer in den nächsten Spielen nachlegen.

Elz: Schmitt, Born, Reichwein, Häckel, Born (90. Giedrowicz), Peters (70. Neis), Dragusha, Schlag, Lüpke, Dietrich, Günes – Tore: 1:0 Dennis Dietrich (5.), 2:0 Dennis Dietrich (90.+1), 2:1 Volkan Zer (90.+4) – Gelb-Rot: Zer (90.) – SR: Scharf.

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