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Verstärkung für den Rückraum: Kim Winkes kam vom TV Hüttenberg nach Ober-Eschbach.

3. Handball-Liga

„Mannschaftlich viel geschlossener“

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Die Neuzugänge passen, die Defensivarbeit erst recht: Für die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach kann die neue Drittliga-Saison beginnen.

Auf ein Neues, sagen sich die Handballerinnen der TSG Ober-Eschbach und ihr Trainer Marc Langenbach, die „richtig froh sind, dass es jetzt endlich losgeht“ in der 3. Liga West. Elf harte Trainingswochen liegen hinter den rundum erneuerten Pirates, die acht Abgänge durch acht Verstärkungen kompensiert haben. Fazit des Trainers: „Ich bin wirklich positiv überrascht, wie gut wir harmonieren, wie gut es in den Tests – vor allem gegen die Zweitligisten Nellingen und Trier – gelaufen ist.“

Vornehmlich von der Abwehrarbeit seiner Schützlinge, die am Samstag (17.30 Uhr) bei Titelanwärter HSV Solingen-Gräfrath starten, ist Langenbach angetan: „Die Defensive hat sich als unser Prunkstück herauskristallisiert. Besaßen wir vergangene Saison individuell starke Spielerinnen, geht’s jetzt mannschaftlich viel geschlossener zu. Was auch damit zu tun hat, dass es nach der erneut hohen Fluktuation im Kader keine sprachlichen Barrieren mehr gibt. Auch das fördert Zusammenhalt. „Woran es noch zu feilen gilt“, wendet sich Langenbach, typisch Trainer, einem neuralgischen Punkt zu, „ist das Umschaltspiel“. Das könne besser sein, um das Primärziel zu packen: den Klassenerhalt. Dieser werde im Vergleich zur Vorsaison nicht leichter: „Statt eine 14er-Liga haben wir ja nur noch elf Gegner, aber die Leistungsdichte ist viel höher als 2014/15“, sagte Langenbach.

Der Coach weiß mit Sigi Roch, Torfrau Petra Diener und Salina Schmidt ein Betreuertrio an seiner Seite. Das Trainerteam ist mit dem Status quo der Newcomer „mehr als happy“. So hätten sich die Linksaußen Lisa Lichtlein (HSV Bergtheim) und Janina Timmermann (TV Hüttenberg) sowie die 1,80 Meter lange Rückraumspielerin Kim Winkes (TV Hüttenberg) als „absolute Verstärkungen erwiesen“. Die Erwartungen sogar weit übertroffen habe Lilla Orban. Die 22-jährige Ungarin sei laut Langenbach „hier genau richtig – bei uns und in der Liga“. Von den Gebliebenen stellt Langenbach Juliane Grauer als „unverzichtbar“ heraus. Sie finde zu alter Treffsicherheit zurück. Eine tolle Entwicklung attestiert er Beyza Toprak: „Sie schöpft ihr Potenzial im Rückraum links immer mehr aus. Klar, mit 19 macht sie noch Fehler. Darf sie aber. Stimmt der Einsatz, lässt sich vieles verkraften – stimmt er nicht, hat man ein Problem mit mir.“

Zugänge: Charline Röhr (TV Travemünde), Lisa Lichtlein (HSV Bergtheim), Lilla Orban (Kispest NKK), Kristina Bils (SG Bretzenheim), Kim Winkes, Janina Timmermann (bd. TV Hüttenberg), Thekla Budde, Julia Saper (bd. SG Bruchköbel). Abgänge: Celine Gehrke, Sladjana Ivetic (beide HSG Eibelshausen/Ewersbach), Agnieszka Jezierska (Polen), Lucia Weibelova (DJK/MJC Trier), Milica Vlahovic (Montenegro), Yvonne Petek, Inga Feuchtmann Perez (beide FSV Mainz 05), Sophia Kemmler (Ziel unbekannt). Der Kader, Tor: Sarah Harnisch, Charline Röhr, Petra Diener, Julia Saper. – Feld: Lisa Lichtlein, Lilla Orban, Kristina Bils, Kim Winkes, Ronya Pauler, Angelika Luberecka, Beyza Toprak, Juliane Grauer, Petronela Kovacikova (Zweitspielrecht), Thekla Budde, Janina Timmermann. Trainer: Marc Langenbach (2. Saison). Saisonziel: Auf der Basis einer vergleichsweise größeren mannschaftlichen Geschlossenheit gut mitspielen. Auf eine Wunschplatzierung legt sich der Verein nicht fest. TZ-Prognose: Mit dem Abstiegskampf wird das Team nichts zu tun haben. Die Neuzugänge haben sich schon gut integriert.

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