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42,195 Kilometer zu Fuß können beflügelnd sein: Gute Laune herrscht am Sonntagmorgen bei Iris Henche (links, SC Oberlahn) und vielen anderen Langstreckenläufern im Weiltal.

Weiltal-Marathon

Marathonis sind treue Weggefährten

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Ein Stammpublikum, das sich auch von schlechter Witterung nicht ausbremsen lässt, geht im Weiltal auf die Strecke. Der Marathonsieger übt eigentlich eine andere Sportart aus.

Zusammenrücken war angesagt, denn kurz vor dem Start um 9.30 Uhr in der Frühe herrschten vor der Hattsteinhalle in Arnoldshain frische vier Grad. Immerhin regnete es nicht. Ein paar Kilometern dürfte es gedauert haben, bis die Marathonis sich dann richtig warm gelaufen hatten, nach rund 20 Kilometer belohnten erste Sonnenstrahlen den unermüdlichen Einsatz. Den Laufspezialisten zeigte dann ein Triathlet die Hacken: Dieter Metz vom TriTeam DSW Darmstadt gewann die 14. Auflage des Weiltalweg-Landschaftsmarathons.

Der Altersklassenläufer der M 45 mischte von Beginn an in der Führungsgruppe mit, sorgte auch fürs Tempo und hatte am Ende das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. Nach 2:45:24 Stunden setzte sich der Ironman-Europameister in der Altersklasse knapp gegen Lorenz Köhl (TGM SV Jügesheim/M 50) durch, der 16 Sekunden länger unterwegs war. Platz drei ging an einen alten Bekannten. Für Frank Wiegand (Team Passtschon 98) war es der bereits 13. Marathonstart im Weiltal. Der Kelkheimer M50-Läufer wurde im Ziel auf der Hainallee mit 2:47:34 gestoppt.

Insgesamt blieben auf den klassischen 42,195 Kilometern von Arnoldshain nach Weilburg acht Langstreckler unter der „Dreistundenmarke“. Darunter auch der beste Taunusmann: Michael Eitner vom TV Burgholzhausen lief in 2:56:18 Stunden auf Rang sieben (2. M 45). Weitere „M45er“ aus dem Hochtaunus bestanden die Herausforderung mit Bravour: Rainer Schuckart (SC Oberursel/13.) in 3:04:15 (4. M 45), Knut Witt (TV Stierstadt/14.) in 3:04:59 (5. M 45) und Alexander Demandt (TSV Ober-Erlenbach/16.) in 3:07:43 Stunden (7. M 45).

Seite an Seite liefen die „Butz-Brüder“ Heinz und Kurt (M 60) nach 3:19:03 Stunden ins Ziel. 1,1 Sekunden danach finishte Jörg Koloss (TSG Wehrheim/12. M 45).

Bei den Frauen kam Anke Hoilljesiefken von Spiridon Frankfurt (W 40) in 3:04:05 Stunden zu einem nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Katja Friedländer-Tiller (Main Ausdauershop Niedernberg) konnte nach 3:15:48 (2. W 40) durchschnaufen, und Esther Delp (OCR Frankfurt) hatte den Marathon nach 3:26:58 Stunden (1. W 35) hinter sich gebracht. Silke Böhm (vereinslos, aus Weilrod) fand sich in der Frauen-Wertung durch ihre Zeit von 3:53:28 Stunden (4. W 45) auf Position 24 wieder.

Die Entscheidung um die Top-Positionen über 22 Kilometer entwickelte sich zu einer knappen Angelegenheit, denn dass Spitzentrio trennte nur 19 Sekunden. Christian Alexandru Acs (Petrosani/M-40) konnte nach 1:23:48 Stunden jubeln. Jens Laue (TriCity Darmstadt) holte sich in 1:24:04 Stunden den Sieg in der M 35 und setzte sich hauchdünn gegen Florian Heck (Tri2gether) durch, dessen 1:24:07 Stunden den Sieg bei den M-20ern bedeuteten. Achim Krombach (SC Oberursel/4.)kam in 1:25:32 knapp vor dem Anspacher Daniel Kenjeres (Team Taunus-Speed/1:25:38/3. M 35) ins Ziel.

Bei den Frauen sah es lange nach einem klaren Sieg von Nadja Löbl aus, die ein strammes Tempo vorgelegt hatte. Doch die Weilroderin (W 30) hatte sich überschätzt. Prisca Lepper-Schwarzer (RFC Oberstedten/W 45) teilte sich das Rennen besser ein. Die Duathlon-Spezialistin spielte ihre Routine aus und holte sich in 1:38:07 Minuten gegenüber Löbls 1:40:14 den 22er-Sieg. Über die 12 Kilometer gab es in 43:07 Minuten einen Taunus-Sieg durch Christian Spaich (TSG Oberursel/M 40). Die Frauenwertung wurde nach 48:33 Minuten eine sichere Beute von Sarah Haustein (Team Naunheim.de/W 20).

„Mit rund 1050 Anmeldungen hatten wir wieder eine gute Resonanz. Ungefähr 150 Läufer haben sich erst spontan entschieden“, resümierte Herbert Roos aus dem Organisationsteam der Langstreckenläufe. „Sonntagmorgens bin ich um 2 Uhr wegen des starken Dauerregens aufgewacht und dachte, die Sache fällt ins Wasser. Das Wetter hat sich zum Glück doch noch beruhigt. Auf jeden Fall haben wir hier ein sehr treues Stammpublikum, das sich auch von Nässe und kühlen Temperaturen nicht ausbremsen lässt.“ .

Die (vorläufige) Ergebnisliste ist im Internet unter abrufbar.

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