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Marco Reifenscheidt und Paul Lauer bleiben den Eisbachtalern treu

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Blicken gemeinsam in die Zukunft: Cheftrainer Marco Reifenscheidt (vorn) und sein Co., Paul Lauer.
Blicken gemeinsam in die Zukunft: Cheftrainer Marco Reifenscheidt (vorn) und sein Co., Paul Lauer. © Andreas Egenolf

Noch steht der Pflichtspielauftakt 2022 für Fußball-Rheinland-Pfalz/Saar-Oberligist Sportfreunde Eisbachtal aus, doch die Westerwälder haben bereits jetzt für Klarheit gesorgt: Das Trainerteam Marco Reifenscheidt und Paul Lauer wird auch in der kommenden Saison 2022/23 an der Seitenlinie des Traditionsvereins aus Nentershausen stehen.

Darauf einigten sich die sportlichen Verantwortlichen des Vereins sowie das Duo nach intensiven Gesprächen. Für Marco Reifenscheidt geht es bereits in das „verflixte“ siebte Jahr als verantwortlicher Trainer bei seinem Heimatverein, für seinen Co.-Trainer Paul Lauer, der 2018 zunächst als Spieler zu den Sportfreunden gestoßen war, ist es ab Sommer die vierte Saison an der Seitenlinie.

Wenn es nach den sportlichen Verantwortlichen des Oberligisten geht, dann dürfen gerne auch noch ein paar weitere Jahre dazukommen. „Wir sind mit der Arbeit, die Marco und Paul zeigen, sehr zufrieden. Gerade in der laufenden Saison sehen wir als Verein auch eine sportliche Weiterentwicklung des Oberliga-Teams, die Lust auf mehr macht. Dabei kommt auch unsere Philosophie, eigene, spielhungrige Talente zu integrieren, keineswegs zu kurz. Von daher sind wir froh, dass beide auch in der kommenden Saison wieder an der Seitenlinie stehen werden und unsere ehrgeizige Mannschaft weiterentwickeln wollen“, freut sich Eisbachtals Sportlicher Leiter Patrick Reifenscheidt über die Zusage von Trainer und Co.-Trainer.

Dass diese keineswegs ein Selbstläufer war, macht Marco Reifenscheidt deutlich. Der 40-Jährige ist vor wenigen Wochen aus privaten Gründen von Limburg nach Wiesbaden umgezogen, was längere Fahrtzeiten zu Trainingseinheiten und Spielen mit sich bringt. „Durch den Wohnortwechsel war das nicht selbstverständlich für mich. Jedoch habe ich früh gespürt, dass der Verein weiter mit uns planen und uns auch das Vertrauen schenken will. Eisbachtal ist ein absolut spannendes Projekt. Es wird überall daran gedreht, den Verein für die Zukunft besser aufzustellen. Das ist das, was den Reiz dieser Aufgabe ausmacht“, erklärt Trainer Marco Reifenscheidt.

Unter dem 40-jährigen A-Schein-Inhaber gewannen die „Eisbären“ 2019 die Rheinlandmeisterschaft, stiegen in die fünftklassige Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf und erreichten insgesamt dreimal seit Marco Reifenscheidts Amtsantritt im Sommer 2016 das Halbfinale des Rheinlandpokal-Wettbewerbs.

Darüber hinaus präsentiert der Westerwälder Traditionsverein internationale Verstärkung: Ein Japaner und ein Nordmazedonier sollen im Abstiegskampf helfen. Aus Nordmazedonien kommt der 20-jährige Shuip Hismani, der bereits beim 2:2 im Testspiel beim Hessenligisten TuS Dietkirchen seinen ersten Einsatz feiert. Hismani spielte zuletzt in dem Balkanstaat unter anderem beim Zweitligisten FK Velazerimi 77. Über Verwandte, die in Meudt im Westerwald wohnen, ist der junge Nordmazedonier, der auf Englisch mit seinen Mitspielern kommuniziert, nunmehr zu den Sportfreunden in den Westerwald gewechselt.

„Shuip hat eine gute technische Ausbildung und ist sehr ehrgeizig. Er ist auf der rechten Außenbahn einsetzbar, ich kann mir ihn aber auch auf anderen Positionen vorstellen. Mittelfristig sehe ich durchaus, dass er das Potenzial als Stammspieler bei uns hat“, sagt Trainer Marco Reifenscheidt über den jungen Nordmazedonier.

Der zweite Neuzugang ist in der Region unterdessen kein ganz neuer Name für Fußballfans: Takuya Kakui. Der 23-jährige Japaner spielte seit Sommer 2019 bereits für den hessischen Kreisoberligisten SG Merenberg, den Bezirksligisten SG Rennerod/Irmtraut/Seck und den hessischen Gruppenligisten SV Rot-Weiß Hadamar 2. Aufgrund der ungewissen Corona-Situation war der Japaner, der fließend Deutsch spricht, im Laufe der Saison 2020/2021 wieder in sein Heimatland zurückgekehrt. Nunmehr will er in Deutschland einen neuen Anlauf wagen.

Sein neuer Trainer Marco Reifenscheidt hält große Stücke auf den 23-Jährigen: „Takuya ist ein dribbel- und abschlussstarker Spieler, der vor allen Dingen hinter den Spitzen einsetzbar ist. Er ist ein absoluter Wunschspieler von mir. In Hadamar hat er, trotz einer sehr guten Torquote, den Sprung ins Hessenliga-Team seinerzeit nicht geschafft. Umso mehr freut es mich, dass wir Takuya, der wieder zurück nach Deutschland wollte, nun verpflichten konnten.“ Aufgrund seines erst ab Anfang März gültigen Visums wird der Japaner das erste Nachholspiel der „Eisbären“ gegen den TSV Emmelshausen am 26. Februar sowie die Saisonvorbereitung allerdings verpassen. ANDREAS EGENOLF

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