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Mario Steinebach entspannt bei einer Runde Minigolf.

NNP-Serie: Die Kapitäne

Mario Steinebach: Spaß auf dem Quad und beim Minigolf

  • vonYannick Wenig
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Sie genießen den Respekt ihrer Mitspieler und der Trainer, tragen die Binde am Ärmel mit Stolz und haben etwas zu sagen: die Kapitäne. Auf dem Platz im Vereinsdress kennt man sie als „Leader“ ihrer Mannschaft. Wir wollen wissen, wer der Mensch ist, der in diesem Trikot steckt. In dieser Folge unserer Serie präsentieren wir Mario Steinebach vom Fußball-Gruppenligisten SV Rot-Weiß Hadamar 2.

Er ist ein ruhiger Zeitgenosse, wählt seine Worte wohlbedacht. Mario Steinebach steht als Kapitän des SV Rot-Weiß Hadamar 2 in der Fußball-Gruppenliga Wiesbaden häufig im Mittelpunkt des Geschehens und gibt in der Defensive der Fürstenstädter den Ton an. Abseits des Fußballplatzes darf es nach dem Geschmack des 25-Jährigen da schon mal weniger „Action“ sein.
„Die Uni, die Arbeit und der Fußball nehmen viel Zeit in Anspruch. Ich bin froh, wenn ich dann in meiner Freizeit etwas mit der Familie oder mit Freunden unternehmen kann“, sagt Mario Steinebach. „Gerade in der aktuellen Situation verbringe ich viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Da ist es umso wichtiger, mal rauszukommen.“ Und das macht er. Er geht spazieren oder joggen. Das Wetter spiele dabei keine Rolle, sagt er. Gerade im Sommer darf es aber auch mal eine Partie Minigolf mit Freunden sein, oder er dreht eine Runde auf dem familieneigenen Quad. „Das ist ein Straßen-Quad, das ich mit dem normalen Autoführerschein fahren darf. Im Sommer mache ich damit schon gerne mal eine Tour“, berichtet er. Sein bevorzugtes Ziel ist der Wiesensee im Westerwald. „Das ist eine schöne Tour, die ja nicht allzu lange dauert“, sagt er.
„Wenn das Wetter dann mal so gar nicht mitspielt, treffe ich mich auch mit Freunden zum Zocken“, so Mario Steinebach. Früher habe er schon für Hadamar Tischtennis gespielt. Heute mache er das nur noch mit Papa Klaus an der hauseigenen Platte.
In seiner Wohnung in Niederhadamar verbringt Mario Steinebach, wie er selbst sagt, aktuell ohnehin viel mehr Zeit als sonst. Das liegt vor allem daran, dass sämtliche Veranstaltungen der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, an der er den Theorie-Teil seines dualen Studiums bei der Limburger Kreisverwaltung absolviert, virtuell online stattfinden müssen. Seit August 2015 ist Mario Steinebach inzwischen bei der Kreisverwaltung. „Da habe ich mit einer Ausbildung angefangen und danach das duale Studium aufgenommen“, erzählt er.
Dennoch: Einen wesentlichen Bestandteil seiner Freizeit nimmt der Fußball ein. Schließlich ist Mario Steinebach nicht bloß ein wichtiger Baustein im Gruppenliga-Team von Coach Heiko Weidenfeller, sondern er ist sogar als Trainer der C-Junioren tätig. „Das ist mein Heimatverein. Ich habe schon immer eine große Bindung zu den Leuten und kenne das gesamte Umfeld vom Präsidenten bis zur Jugendabteilung“, sagt er.
„In jedem Spiel und Training vorangehen“
Das hilft ihm natürlich auch in seiner Funktion als Spielführer. Mit Walter Reitz, Torsten Kierdorf, Sascha Merfels und jetzt Heiko Weidenfeller hat er schon einige Trainer kennenlernen dürfen. Außerdem spielte der Innenverteidiger ein Jahr beim TuS Dietkirchen, damals noch in der Verbandsliga Mitte. „Ich denke, die Erfahrung in der Verbandsliga bei Dietkirchen hat auch dazu geführt, dass ich bei meiner Rückkehr nach Hadamar direkt zum Kapitän ernannt wurde“, erzählt er. „Dadurch habe ich natürlich eine Vorbildfunktion. Die Mannschaft muss sich auf mich verlassen könne. Ich will in jedem Spiel und in jedem Training vorangehen“, sagt Mario Steinebach. Eines betont der Niederhadamarer dabei besonders: „Die Gemeinschaft zählt. Ich möchte dazu beitragen, dass die Stimmung im Team auch abseits des Platzes gut ist und Probleme offen ansprechen.“
Und das gelingt ihm, wie sein Trainer Heiko Weidenfeller bestätigt: „Mario ist ein guter Junge. Er gibt Hilfestellungen und führt die jungen Spieler, auf und neben dem Platz“, sagt der Coach. Überhaupt sei auf Mario Steinebach stets Verlass. „Er setzt die unsere Spielweise immer sehr gut um“, so Heiko Weidenfeller, der seinem Kapitän aufgrund seiner intelligenten Spiel-Eröffnung und seinem guten Auge für Gegner und Raum den Spitznamen „Franz“ – in Anlehnung an Franz Beckenbauer – gegeben hat.
Auch abseits des Platzes kümmert sich Mario Steinebach um eine Reihe organisatorischer Belange rund um das Gruppenliga-Team der Rot-Weißen. „Dazu gehören das Führen der Mannschaftskasse, und das Organisieren von Fahrgemeinschaften und Team-Abenden“, zählt Mario Steinebach auf. „Wir sind schon eine coole Truppe.“
In der nächsten Folge präsentieren wir einen jungen Mann, der nicht nur als Torwart ein starker Rückhalt für sein Team ist.

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