Mark Hinrichs im Zweier ohne unterwegs mit seinem Partner Mattes Schönherr.
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Mark Hinrichs im Zweier ohne unterwegs mit seinem Partner Mattes Schönherr.

Rudern

Mark Hinrichs empfiehlt sich für die U23-Weltmeisterschaft

  • Marion Morello
    vonMarion Morello
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Nach der Absage der Deutschen Kleinboot-Meisterschaften stand für die U23-Männer-Riemenmannschaft eine interne Kleinboot-Überprüfung auf dem Programm. Nach mehreren Monaten ohne Wettkampf war es das erste Kräftemessen auf der olympischen 2000-Meter-Distanz. Mit dabei Mark Hinrichs vom Limburger Club für Wassersport, der seit Herbst am Stützpunkt der Disziplingruppe Männerriemen in Dortmund trainiert. Um es vorwegzunehmen: Der Limburger „flog“ mit seinem Partner Mattes Schönherr förmlich zum Sieg.

Beim vorausgegangenen Time-Trial-Rennen hatte Mark Hinrichs mit dem vierten Platz bereits gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen sein wird. Neben den U23-Booten starteten auch A-Boote, um sich für die Weltmeisterschaft zu empfehlen. Über ein gutes Rennen im Vorlauf qualifizierte sich die Mannschaft für das Halbfinale.

Der Rennmodus sah vor, dass in drei Halbfinalrennen jeweils die ersten zwei Boote ins A-Finale gelangen. Im Halbfinale musste sich der junge Zweier mit Hinrichs und Mattes direkt dem favorisierten Boot aus der A-Mannschaft stellen. Diese Aufgabe lösten die beiden souverän und sicherten sich mit Rang zwei einen Platz im ersten Finale. Dort lautete die Devise: die „Großen“ ärgern und möglichst weit nach vorne fahren. Dies gelang dem Duo mit Bravour. In dem spannenden Kopf-an-Kopf-Kampf setzten sie die Favoriten mächtig unter Druck. Im Ziel waren es 0,2 Sekunden, die auf das A-Boot fehlten. Nach hinten war der Abstand deutlich: Satte drei Sekunden distanzierten sie das nächste U23-Boot. „Unser Minimalziel war das Erreichen des A-Finales. Dass wir dann im Finale ein solches Rennen abgeliefert haben, freut mich sehr und lässt auf mehr hoffen“, sagte ein sichtlich zufriedener Mark Hinrichs.

Es war ein gelungener Einstand in die noch junge Saison, deren Zukunft aufgrund der Corona-Situation noch in den Sternen steht. In den kommenden Tagen wird darüber entschieden, ob die U23-Weltmeisterschaft stattfinden kann. Fest steht, dass sich der Zweier Hinrichs/Schönherr in eine herausragende Ausgangsposition gebracht hat und einer Nominierung für das Paradeboot, dem Achter, nichts im Wege stehen sollte.

Am kommenden Wochenende geht es auch für die Seniorinnen des Limburger Clubs für Wassersport zur Sache. Dann finden die internen Kleinboot-Überprüfungen der Frauen statt. Sarjana Klamp wird sich in einem neu formierten Zweier ohne der Konkurrenz stellen und versuchen, möglichst weit nach vorne zu fahren. Im leichten Einer geht Cara Pakszies an den Start. Den letzten Feinschliff holen sich Pakszies und der Zweier um Klamp zurzeit im Trainingslager in Eschwege. „Es ist wichtig, endlich wieder Rennen zu fahren, um zu wissen, wo man steht, und um sich möglicherweise für die Nationalmannschaft zu empfehlen“, so Martin Rieche, der die beiden Boote trainiert. SOPHIA KRAUSE

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