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Der Limburger Mark Hinrichs (ganz links) im Moment seines größten Glücks: bei der Siegerehrung in Tokio.

Rudern: Junioren-WM in Japan

Mark Hinrichs ist Weltmeister

Tolle Nachrichten erreichen uns aus dem Fernen Osten. Mark Hinrichs vom Limburger Club für Wassersport hat in Japan mit dem deutschen Riemenvierer den Weltmeistertitel der Junioren U19 gewonnen! Somit hat der Limburger Vorzeige-Verein erneut einen außergewöhnlichen Erfolg in die Domstadt geholt.

Für Mark Hinrichs (Limburger Club für Wassersport) und seine Viererpartner aus Marburg, Frankfurt und Gießen ging es in Japan um Alles: Sie standen im A-Finale des Riemenvierers ohne Steuermann bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Tokio. Durch ein beherztes Rennen ergriff der hessische Vierer von Beginn an seine Chance und beendete das Finale mit einem Start-Ziel-Sieg und dem Weltmeister-Titel.

Bereits seit dem 3. August war Mark Hinrichs mit der gesamten Flotte des Deutschen Ruderverbandes von 60 Sportlern und etwa 20 Betreuern in Japan vor Ort und hatte sich auf den Start bei den Welttitelkämpfen vorbereitet. Nach dem langen Vorbereitungs-Trainingslager in Berlin waren alle sehr gespannt auf das anstehende Großereignis. Der Veranstaltungsort war der „Sea Forest Waterway“ in der Bucht von Tokio, der eigens für die im nächsten Jahr dort stattfindenden Olympischen Spiele angelegt worden war.

Für die Mannschaft um Mark Hinrichs begann die Regatta am Donnerstag mit dem Vorlauf. Aufgrund der zehn gemeldeten Boote fanden am Donnerstagmorgen zwei Vorläufe mit je fünf Booten statt, von denen jeweils die beiden Ersten direkt ins Finale einziehen sollten. Damit waren die ersten vier Finalisten für den Sonntag gesetzt. Die restlichen sechs Boote zogen in den Hoffnungslauf ein, und zwei dieser Boote ergänzten die Anzahl der Mannschaften im Finale auf sechs.

Für den hessischen Vierer blieb es aber über die gesamte Regatta nur bei zwei Rennen. Über den Vorlauf war – mit der schnellsten Zeit der zehn Boote – eine direkte Qualifikation ohne Umwege für das Finale möglich. Zusammen mit Italien, Griechenland und den Vereinigten Staaten von Amerika stand das deutsche Quartett bereits am Donnerstag sicher im Finale. Über den Hoffnungslauf ergänzten die Rumänen und die Briten das Feld auf die maximale Anzahl von sechs Booten.

Am Sonntag startete das Finale des Junioren-Vierers ohne Steuermann. Mutig begann Mark Hinrichs mit seiner Mannschaft vom Start an, den restlichen Booten davonzufahren. Der deutsche Vierer versuchte bereits nach den ersten Schlägen, ihren Bugball so weit wie möglich nach vorne zu schieben, um ihre Gegner direkt kontrollieren zu können. Nach 500 Metern hatte der Vierer um Mark Hinrichs schon einen komfortablen Vorsprung von einer Dreiviertel-Bootslänge. Bei Streckenhälfte war dieser Vorsprung auf eine ganze Länge und etwas offenes Wasser zum nächsten Bugball der folgenden Mannschaft aus Italien angewachsen.

Hinter dem deutschen Boot waren die Plätze sehr hart umkämpft. Die Italiener, die Briten, die Amerikaner und die Rumänen lieferten sich einen erbitterten Kampf um die Ränge zwei bis fünf. Im stetigen Wechsel war hier lange Zeit nicht eindeutig, welches Boot sich die Positionen hinter dem führenden deutschen Boot sichern würde. Mark Hinrichs führte weiterhin unangefochten das Feld mit seinen Mitstreitern an, und so brachten es die vier Deutschen auch ins Ziel. Dahinter sicherte sich das britische Boot die Silbermedaille, und die Italiener verteidigten vor Rumänien die Bronzemedaille.

„Als die Zielhupe ertönte, waren wir alle so erleichtert im Boot, denn zum Ende hin wurde es wirklich sehr anstrengend. Dass wir es aber geschafft haben, wirklich Weltmeister zu werden, ist, glaube ich, für uns immer noch nicht ganz greifbar“, so Mark Hinrichs nach seinem Weltmeisterschaftsfinale.

In den nächsten Tagen wird sich der Limburger die Hauptstadt Japans noch etwas genauer ansehen und sich mit der Kultur des Landes vertraut machen. Bis jetzt stand für den LCW-Athleten nur das Rudern im Vordergrund. Da dieser Job nun erfolgreich erledigt ist, bleibt etwas Zeit für ein paar Tage Urlaub. Und die hat sich der Weltmeister verdient! thi

thi

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