Der U23-Deutschland-Achter mit Mark Hinrichs (ganz rechts).
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Der U23-Deutschland-Achter mit Mark Hinrichs (ganz rechts).

U23-Ruder-Weltmeisterschaften

Mark Hinrichs: WM-Bronze im Deutschland-Achter

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Für Mark Hinrichs vom Limburger Club für Wassersport ging am frühen Sonntagnachmittag ein großer Traum in Erfüllung: Im Deutschland-Achter gewann er die Bronzemedaille bei der Ruder-Weltmeisterschaft der U23 im tschechischen Racice.

Kurz vor 14 Uhr war es geschafft: Der deutsche Achter erreichte bei den U23-Weltmeisterschaften in Tschechien als Dritter die virtuelle Ziellinie - hinter Weltmeister Großbritannien und den USA. Es war vollbracht, das deutsche Boot hatte sich eine Medaille gesichert. Danach hatte es in den Vorläufen allerdings gar nicht ausgesehen.

Drei Tage zuvor hatte der Achter des Deutschen Ruder-Verbandes (DRV) nämlich „nur“ als Dritter seinen Vorlauf beendet hinter Großbritannien und den Niederlanden. Und weil sich nur der Vorlauf-Erste direkt für das Finale qualifizierte, hieß es, den Umweg über den zusätzlichen Hoffnungslauf zu nehmen. Und in diesem zeigten sich Mark Hinrichs, Henry Hopmann, Benedict Eggeling, Floyd Benedikter, Tassilo von Müller, Mattes Schönherr, Julian Garth, Jasper Angl und Steuermann Till Martini absolut auf der Höhe. Mit der besten Laufzeit von 5:26,30 empfahl sich der Deutschland-Achter fürs A-Finale am Sonntag.

Auch hier legte das deutsche Boot gut vor, führte bei der 500-Meter-Marke hauchdünn vor Italien und den USA. Die Amerikaner forcierten, lagen bei 1000 Metern vorn. Das Boot mit Mark Hinrichs war auf Rang vier „abgerutscht“, hielt aber bei hauchdünnen Abständen Kontakt zur Spitze. Jetzt war der Deutschland-Achter am Zug, schob sich bei der 1500-Meter-Zwischenmarke an die zweite Position hinter den USA und vor Großbritannien.

Ausdauer war gefragt. Im Rennen um die Medaillen waren nur noch drei Nationen. Die meisten Körner hatten schließlich die Briten, die sich in 5:34,34 Minuten Gold sicherten. Silber ging an die Amerikaner in 5:34,55 und Bronze an den Deutschland-Achter in 5:35,58 Minuten. Alle lagen sich völlig erschöpft, aber überglücklich in den Armen. Der Limburger Club für Wassersport darf stolz sein auf einen Athleten wie Mark Hinrichs! MARION MORELLO

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