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Matchbälle abgewehrt und gewonnen

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HTG-Akteuerin Anja Beyrich (rechts) beim Schmetterschlag.
HTG-Akteuerin Anja Beyrich (rechts) beim Schmetterschlag. © Gerhard Strohmann

Am Rande einer Niederlage standen die Volleyballdamen der HTG. Die erfreuliche Wende ist für den Trainer ein Rätsel.

Zweites Spiel, zweiter Sieg für die „Schmetterlinge“ der HTG Bad Homburg: Mit 3:2 (25:17, 24:26, 18:25, 27:25, 15:8) bewiesen die Volleyballdamen von Trainer Roger Tschenett in ihrem Oberliga-Heimspiel gegen den FSV Bergshausen den längeren Atem und liegen nun mit dem TSV Hanau an der Tabellenspitze.

Durch ein Wechselbad der Gefühle gingen am Samstagabend die HTG-Damen mit ihrem Trainer und den Anhängern, bis nach einer Stunde und 59 Minuten die Punkte gegen das nordhessische Team aufs Konto geschaufelt waren. Ob dies letztlich einer taktischen Umstellung geschuldet war oder aber sich seine Spielerinnen doch am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen hatten, vermochte der Trainer nicht zu sagen. Er gestand zudem ein, dass er nach dem zum 1:2 verlorenen dritten Satz „eigentlich gar keine Idee mehr hatte, wie wir wieder in die Spur kommen sollten“.

In der Spur, das waren die bis auf Zsuzsanna Bender, Christin Guschel (beide erkrankt) und Marta Dabrovska (in Urlaub) kompletten HTGlerinnen im ersten Satz. Und wie. „Ob Aufschlag, Blockarbeit oder Zuspiel – alles klappte nach Wunsch“, durfte sich Tschenett über eine schnelle 16:6-Führung und den 25:17-Satzsieg freuen.

Die HTG ließ im zweiten Durchgang nicht nach, legte vor, ehe Tine Doll, die sich nicht wohl fühlte, gegen Kristin Bernius ausgewechselt wurde – und plötzlich war der Spielfaden gerissen. „Vielleicht hatten wir uns ja nach dem schnellen Satzsieg und der klaren Führung im zweiten Durchgang etwas zu sicher gefühlt“, zuckte Tschenett bei der Ursachenforschung mit den Achseln. Nachlässigkeiten taten ihr Übriges, und so gab die HTG den zweiten Satz nach 20:19-Führung noch mit 24:26 ab.

Viel Dusel im vierten Satz

Keine Besserung in Sicht, hieß es im dritten Satz. Bis zum 8:9 konnten die Homburgerinnen noch mithalten, dann aber erfolgte abermals ein Blackout, der sich in einem 18:25 niederschlug. Im vierten Abschnitt führte die HTG 9:4, später drohte beim 22:24 aber das vorzeitige Ende. Tschenett: „Nur mit ganz viel Glück konnten wir drei Matchbälle abwehren und uns in den Tiebreak retten“. In dem legte die HTG den Schalter zum 15:8 wieder um: „Wir bauten sauber auf, spielten in die Breite und schlugen vor allem wieder ganz sicher auf. So wie im ersten Satz“, freute sich Tschenett. Die für die sicher zuspielende Julie Teso eingewechselte Anke Limmer brachte einen Schuss Aggressivität mit, und in Annett Scholl sowie Anja Beyrich besaß die HTG zwei stark aufschlagende Akteurinnen, gegen die Bergshausen nichts mehr ausrichten konnte.

HTG Bad Homburg: Edmaier, Auz, Teso, Moosbrugger, Scholl, Bernius, Limmer, Köppe, Cepe, Beyrich, Vanhöfen, Doll. gg

HTG – 1. VC Wiesbaden III (Sa., 19.00)

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