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Max Weissermel: Adrenalinschübe in der „Hölle“

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Von: Stefan Fritschi

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Zweimal Platz neun: Max Weissermel (im blauen Rennwagen) schlägt sich bei der Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring prächtig.
Zweimal Platz neun: Max Weissermel (im blauen Rennwagen) schlägt sich bei der Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring prächtig. © privat

Hinter Max Weissermel liegen bewegende Tage. Der Oberurseler Rennfahrer entging auf dem Nürburgring nur knapp einem Unfall.

Oberursel -Nach der Sommerpause hat Motorsportler Max Weissermel zwei Rennen bei der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) absolviert. Der Oberurseler kann für beide Läufe ein positives Fazit ziehen: „Die Lern- und Leistungskurve geht weiter nach oben.“ Mit seinem VW Golf GTi fuhr Weissermel in seiner Klasse RS3A jeweils auf Rang neun unter 18 respektive 16 Startern. „Das ist mit diesem Fahrzeug - weniger Performance und Leistung im Vergleich zu anderen - sehr gut.“ In der Gesamtwertung belegt der 35-Jährige den siebten Platz. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es für ihn in diesem Jahr noch am 9. und 29. Oktober.

Den Auftakt nach fast siebenwöchiger RCN-Pause wird Weissermel bestimmt nicht allzu schnell vergessen. Schon in der ersten Runde konnte er einen seitlichen Kontakt mit einem Porsche Cayman nicht verhindern. „Das gehört im Motorsport dazu, schließlich betreiben wir hier Kontaktsport“, sagt der Oberurseler dazu. Glücklicherweise hätten die empfindlichen Reifen nicht viel abbekommen. Die Karosseriearbeiten seien bis zum kommenden Rennen wieder behoben.

Doch schon bald gab es eine weitere Schrecksekunde: In Runde drei passierte vor Weissermels VW ein Unfall zwischen einem Porsche und einem BMW. Nur durch einen engen Ausweg über den Grünstreifen habe er einen Aufprall verhindern können. „Die restlichen Zweikämpfe waren fair und haben richtig Spaß gemacht“, meint Weissermel im Rückblick.

Komplikationsfrei blieb es indes nicht: Während des Boxenstopps musste Chefmechaniker Erdem Gürel zu schwerem Gerät greifen. „Nur mit einem Hammer war es möglich, die Fahrertür zu öffnen.“ Trotz des Zwischenfalls lief der zweite Stint bestens. „Die Bedingungen waren optimal“, so Weissermel, „ich konnte meine neue persönliche Bestzeit in der ,grünen Hölle‘ fahren.“

Mehr vom typischen Eifel-Wetter bekam Weissermel tags darauf zu spüren. Nach Boxenstopp zog Regen auf. Weissermel hielt aber an den Slicks fest. „Es regnete nur in einem Sektor der Strecke. Somit war’s taktisch die richtige Entscheidung“, stellte er nach 15 Runden à 20 Kilometern fest.

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