Startet am Wochenende bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Koblenz über 800 Meter: Maximilian Klink (LG Dornburg).
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Startet am Wochenende bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Koblenz über 800 Meter: Maximilian Klink (LG Dornburg).

Leichtathletik

Maximilian Klink: Oma Marlies fiebert auf der Tribüne mit

  • Marion Morello
    VonMarion Morello
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Zwei junge Männer aus dem Kreis Limburg-Weilburg starten am Wochenende bei den Deutschen U23-Meisterschaften des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Koblenz: Sebastian Arnold (TuS Weilmünster) im Hammerwerfen und Maximilian Klink (LG Dornburg) über 800 Meter.

Vor knapp drei Wochen in Braunschweig bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Aktiven spielte er den „Hasen“, den Tempomacher, für seine ambitionierten Trainingskameraden auf deren Jagd nach dem Olympia-Ticket. Dieses Mal geht es nur um ihn allein und sein vorrangiges Ziel, ins Finale über 800 Meter zu kommen. Maximilian Klink von der LG Dornburg darf sich an diesem Wochenende bei den Deutschen U23-Meisterschaften auf dem Koblenzer Oberwerth berechtigte Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen. Am Start sein wird aus dem Kreis Limburg-Weilburg auch Hammerwerfer Sebastian Arnold vom TuS Weilmünster.

Der Weg in den 800-Meter-Endlauf führt für Maximilian Klink am Samstag, 26. Juni, um 14.05 Uhr über das Halbfinale. Der 20-Jährige aus Wilsenroth wird in der Meldeliste mit der siebtbesten Zeit geführt, seinen 1:50,15 Minuten von Pfungstadt. Wenn im wahrsten Sinne des Wortes „alles gut läuft“, wartet am Sonntag um 15.10 Uhr das Finale. Top-Favorit auf den Titel ist zweifelsohne Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau), der – ebenfalls in Pfungstadt – eine gnadenlos 1:47,10 gelaufen war.

„Das Ziel für Koblenz ist auf jeden Fall der Einzug ins Finale“, beschreibt Maxi Klink seinen Plan. „Und vielleicht passiert ja was Verrücktes, und ich kann mir auf den letzten Metern noch einen Medaillenplatz ergattern. Das wäre natürlich das beste Ergebnis, das ich mir vorstellen könnte.“

Vor den Titelkämpfen in Braunschweig hatte der Wilsenröther ein wettkampffreies Wochenende eingelegt, um noch einmal Zeit für eine schnelle Tempolauf-Einheit zu bekommen. Bei der Gala in Regensburg zuletzt stand ein weiteres Mal ein Job als Tempomacher auf dem Plan. „Das habe ich genutzt, um wieder das Renngefühl zu bekommen“, erklärt der 20-Jährige.

Seine allergrößte Motivationshilfe bringt Maximilian Klink im Übrigen gleich selbst mit: seine Oma Marlies – zugleich größter Fan ihres talentierten Enkels – wird am Oberwerth auf der Tribüne sitzen und „den Bub“ kräftig anfeuern. Sie schneidet alle Zeitungsartikel über ihren Enkel aus und steht permanent mit Maxi in Kontakt. Marlies Klink hatte einen ganz großen Traum: Sie wollte unbedingt ihren Maximilian bei einem großen Wettkampf live laufen sehen. Der Betreuerstab und die wichtigen Leute im Umfeld von Maximilian Klink haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den beiden diesen Wunsch zu erfüllen. „Sie hat mir gleich geschrieben, dass sie es gar nicht fassen kann, dass sie jetzt doch mit darf. Sie hat sich wirklich riesig gefreut, und das freut wiederum mich natürlich ganz besonders“, jubelt der Wilsenröther.

Hammerwerfer Sebastian Arnold geht lediglich mit Außenseiterchancen in den Wettkampf, der für ihn am Samstag gleich zum Auftakt um 12.15 Uhr beginnt. Für den Athleten des TuS Weilmünster stehen 59,74 Meter zu Buche, geworfen im vergangenen August in Fürth. Sechs Werfer haben bislang eine bessere Weite erzielt, allen voran Fabio Hessling, der das Ranking mit 68,37 Metern einsam und mit mehr als fünf Metern Vorsprung anführt. MARION MORELLO

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